Jean-Marie Ghislain ist schon seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der UW-Fotografenszene. Er trägt den Beinamen "Shark-Whisperer", weil sowohl seine Bilder, als auch die Interaktionen zwischen ihm/seinem Team und den Haien, atemberaubend sind.
Dabei hat er nicht den klassischen Weg beschritten, bei dem man schon als Kind die Liebe für das Meer entwickelt. Vielmehr herrschte bei ihm lange die Angst vor den Ozeanen vor. Er wäre beinahe als Jugendlicher ertrunken und verlor seine Mutter durch Ertränken. Nach einer jahrelangen, rastlosen Zeit, entschloss er sich mit 53 Jahren, sich den Ängsten zu stellen und lernte das Tauchen und im Zuge dessen bewältigte er seine Probleme und entdeckte die Liebe zu den Haien.
Seitdem setzt er sich für ein besseres Verständnis der missverstandenen Jäger ein und es entstanden diverse Fotoprojekte, die unterschiedliche Aspekte rund um den Hai beleuchten.
Schaut euch einen kurzen Film an und besucht seine Seite.
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Samstag, 21. Oktober 2017
Mittwoch, 20. Juli 2016
Shark Week 2016
Zum 25. mal findet dieses Jahr die Shark Week auf Discovery Channel statt. Eine ganze Woche voll interessanter Berichte und spektakulären Aufnahmen rund um Haie.
Montag, 28. März 2016
Racing Extinction - Das Ende der Artenvielfalt
Bei dem o.g. Film handelt es sich um ein Projekt, das Louie Psihoyos, ins Leben gerufen hat. Man kennt ihn bereits aus dem Oscarprämierten Film "The Cove", der ein weltweites Echo hervorrief. Für sein neustes Vorhaben hat er viele Aktivisten, Künstler und Naturschützer vereint, die alle das gleiche antreibt: Den Erhalt der Artenviefalt und Schutz der Spezies.
In eindrucksvollen Bildern und Geschichten vermittelt er den Zuschauern ein Bild von der Lage des Planeten. Anhand von diversen Beispielen, wie dem Fischerdorf Lamakera, das für seine Mantajagd bekannt ist; einem Händler für Omega-3 Fettsäuren in China, die er aus geschützten Haiarten gewinnt, oder dem Fotografen Joel Sartore, der das Projekt Fotoarche in die Welt gerufen hat, wo er alle Arten der Welt ablichten möchte und sie so für die Nachwelt erhalten will, vermittelt er ein rührendes Bild von der Lage einiger Arten. Es wird veranschaulicht, wie wir Menschen durch unser tägliches Leben zum Artensterben und zur Zerstörung der Natur beitragen. Es werden aber auch Beispiele gezeigt, was jeder einzelne tun kann, ohne sich groß zu verändern, um einen kleinen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.
Das Projekt beschränkt sich auch nicht nur auf den Film, sondern hinterher ist jedem freigestellt auf der Seite des Projekts nach Vorschlägen zu schauen, was er beitragen kann um die Welt etwas besser zu machen.
Wie ich finde, ein einfühlsames und rührendes Werk, das viel zum Nachdenken anregt, aber auch zum handeln.
In eindrucksvollen Bildern und Geschichten vermittelt er den Zuschauern ein Bild von der Lage des Planeten. Anhand von diversen Beispielen, wie dem Fischerdorf Lamakera, das für seine Mantajagd bekannt ist; einem Händler für Omega-3 Fettsäuren in China, die er aus geschützten Haiarten gewinnt, oder dem Fotografen Joel Sartore, der das Projekt Fotoarche in die Welt gerufen hat, wo er alle Arten der Welt ablichten möchte und sie so für die Nachwelt erhalten will, vermittelt er ein rührendes Bild von der Lage einiger Arten. Es wird veranschaulicht, wie wir Menschen durch unser tägliches Leben zum Artensterben und zur Zerstörung der Natur beitragen. Es werden aber auch Beispiele gezeigt, was jeder einzelne tun kann, ohne sich groß zu verändern, um einen kleinen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.
Das Projekt beschränkt sich auch nicht nur auf den Film, sondern hinterher ist jedem freigestellt auf der Seite des Projekts nach Vorschlägen zu schauen, was er beitragen kann um die Welt etwas besser zu machen.
Wie ich finde, ein einfühlsames und rührendes Werk, das viel zum Nachdenken anregt, aber auch zum handeln.
Sonntag, 19. April 2015
Ocean Film Tour 2015
Auf der Ocean Film Tour gibt es derzeit die Möglichkeit eine sehr gute Auswahl an Filmen zu sehen, die in irgendeiner Form mit dem Meer zu tun haben. Sei es Actionsport oder Dokumentation; es dürfte für jeden Wasserinteressierten etwas dabei sein.
Herausragend waren in meinen Augen die Filme (R)evolution, Storm Chase und And then we swam.
Erstgenannter Film ist eine erneute Warnung an den Menschen seine Lebensweise zu überdenken und aktiv zu werden um die Meere vor dem Aussterben zu bewahren. Bei Storm Chase geht es um Surfer, die dann erst aufs Wasser gehen, wenn kein anderer mehr aus dem Haus geht. Und der letzt genannte Film ist wieder einmal derjenige, der die meisten Lacher auf seiner Seite hatte, weil eine Schnapsidee Helden machte.
Hier noch der offizielle Trailer
Herausragend waren in meinen Augen die Filme (R)evolution, Storm Chase und And then we swam.
Erstgenannter Film ist eine erneute Warnung an den Menschen seine Lebensweise zu überdenken und aktiv zu werden um die Meere vor dem Aussterben zu bewahren. Bei Storm Chase geht es um Surfer, die dann erst aufs Wasser gehen, wenn kein anderer mehr aus dem Haus geht. Und der letzt genannte Film ist wieder einmal derjenige, der die meisten Lacher auf seiner Seite hatte, weil eine Schnapsidee Helden machte.
Hier noch der offizielle Trailer
Sonntag, 23. März 2014
Staudämme in Patagonien - Stream of Consequence
Bisher waren meine Beiträge hier immer irgendwie an das Leben im Meer gekoppelt. Aber wo man hinschaut, gibt es so viel Unvernunft und Skrupellosigkeit, die auch an Land Zerstörung und Leid bringen.
Deshalb möchte ich heute auf etwas Bezug nehmen, das zwar etwas mit Wasser zu tun hat, jedoch eher Flüsse und Seen betrifft. Wir begeben uns also auf die Südhalbkugel, genauer gesagt nach Chile und dort in den südlichen Teil, Patagonien genannt. Wer schonmal das Glück hatte diese urwüchsige, ungebändigte Natur zu erleben, wird sie weder vergessen noch verstehen, dass dort der Mensch eingreifen will um sie "in geordnete Bahnen" zu leiten.
Was ist also los? Im Rahmen einer Gesetzesentscheidung wurde, Ende der 1980er, das Wasser als Nationalgut des öffentlichen Gebrauchs deklariert. Basierend darauf wurden Konzessionen an öffentliche Gesellschaften vergeben. Allerdings war es wohl immer das Ziel, diese Gesellschaften zu privatisieren und somit soll auch irgendwann mal der Rubel rollen.
Im Rahmen der erneuerbaren Energien kam dann irgendwann der Plan, an den wilden Flüsse Pascoa und Baker Dämme zu bauen und die entstehende Energie als umweltfreundlichen Strom an den Mann, zu bringen. Eigentlich aber ist der größte Abnehmer die Industrie im Norden des Landes, wo z.B. gigantische Kupfervorkommen liegen. Das paradoxe aber ist, das diese Minen in der Atacamawüste liegen. Diese Gegend gehört zu den trockensten der Welt und hat ca 350 Tage Sonne im Jahr. Somit ist die Argumentation der Gegener, das doch Sonnen- und Windkraftwerke vor der "Haustüre" sinnvoller seien, als Dämme in 2000km Entfernung. Außerdem ist wohl der Strom aus Wasserkraftwerken deutlich teurer als Sonnenenergie.
Lange Rede, kurzer Sinn. In Chile geht es wie auch andernorts nicht um das Beste für Land und Leute, sondern um Geld und Macht. Das hat die Bevölkerung erkannt und geht dort, zu Recht, auf die Barrikaden.
Interessant ist, das in den USA beispielsweise, die Sünden der Vergangenheit teilweise schon wieder rückgängig gemacht werden. Im Rahmen von "Dam removal" wurden schon einige Dämme abgerissen und die Flüsse wieder in den natürlichen Zustand zurückversetzt.
Um diese Problematik aufzugreifen und halbwegs verständlich rüberzubringen, hat Filmer und Aktivist James Q Martin den Film "Streams of Consequence" gedreht und dort viele Bewohner Patagoniens, sowie Wissenschaftler und andere Aktivisten, zu Wort kommen lassen. Ein wirklich sehenswerter Film und vielleicht Anregung selbst aktiv zu werden.
Weitere Infos gibt es auf der Seite der Organisation Rios Libres. So auch weitere Filmbeiträge auf Vimeo.
Deshalb möchte ich heute auf etwas Bezug nehmen, das zwar etwas mit Wasser zu tun hat, jedoch eher Flüsse und Seen betrifft. Wir begeben uns also auf die Südhalbkugel, genauer gesagt nach Chile und dort in den südlichen Teil, Patagonien genannt. Wer schonmal das Glück hatte diese urwüchsige, ungebändigte Natur zu erleben, wird sie weder vergessen noch verstehen, dass dort der Mensch eingreifen will um sie "in geordnete Bahnen" zu leiten.
Was ist also los? Im Rahmen einer Gesetzesentscheidung wurde, Ende der 1980er, das Wasser als Nationalgut des öffentlichen Gebrauchs deklariert. Basierend darauf wurden Konzessionen an öffentliche Gesellschaften vergeben. Allerdings war es wohl immer das Ziel, diese Gesellschaften zu privatisieren und somit soll auch irgendwann mal der Rubel rollen.
Im Rahmen der erneuerbaren Energien kam dann irgendwann der Plan, an den wilden Flüsse Pascoa und Baker Dämme zu bauen und die entstehende Energie als umweltfreundlichen Strom an den Mann, zu bringen. Eigentlich aber ist der größte Abnehmer die Industrie im Norden des Landes, wo z.B. gigantische Kupfervorkommen liegen. Das paradoxe aber ist, das diese Minen in der Atacamawüste liegen. Diese Gegend gehört zu den trockensten der Welt und hat ca 350 Tage Sonne im Jahr. Somit ist die Argumentation der Gegener, das doch Sonnen- und Windkraftwerke vor der "Haustüre" sinnvoller seien, als Dämme in 2000km Entfernung. Außerdem ist wohl der Strom aus Wasserkraftwerken deutlich teurer als Sonnenenergie.
Lange Rede, kurzer Sinn. In Chile geht es wie auch andernorts nicht um das Beste für Land und Leute, sondern um Geld und Macht. Das hat die Bevölkerung erkannt und geht dort, zu Recht, auf die Barrikaden.
Interessant ist, das in den USA beispielsweise, die Sünden der Vergangenheit teilweise schon wieder rückgängig gemacht werden. Im Rahmen von "Dam removal" wurden schon einige Dämme abgerissen und die Flüsse wieder in den natürlichen Zustand zurückversetzt.
Um diese Problematik aufzugreifen und halbwegs verständlich rüberzubringen, hat Filmer und Aktivist James Q Martin den Film "Streams of Consequence" gedreht und dort viele Bewohner Patagoniens, sowie Wissenschaftler und andere Aktivisten, zu Wort kommen lassen. Ein wirklich sehenswerter Film und vielleicht Anregung selbst aktiv zu werden.
Weitere Infos gibt es auf der Seite der Organisation Rios Libres. So auch weitere Filmbeiträge auf Vimeo.
Donnerstag, 19. Dezember 2013
International Ocean Film Tour
Da war ich am Wochenede bei den Vorstellungen der EOFT (übrigens sehr zu empfehlen) und bekam einen Flyer in die Hand gedrückt für ein anstehendes Event, nämlich das o.g.
Darin werden einige Kurzfilme gezeigt, die mit Wassersport, dem Meer und deren Bewohnern zu tun haben. Im Frühjahr geht's los.
Hier schonmal ein Teaser:
Darin werden einige Kurzfilme gezeigt, die mit Wassersport, dem Meer und deren Bewohnern zu tun haben. Im Frühjahr geht's los.
Hier schonmal ein Teaser:
Samstag, 16. November 2013
Visions in blue
Heute möchte ich mal einen clip vorstellen, der anders ist als das was man als Taucher normalerweise so erlebt bzw. vor die Maske bekommt. Elisabeth Lauwerys und Lisa Strohmeyer haben die Tatsache, dass es floureszierende Lebewesen unterwasser gibt dazu genutzt, mal mit UV Licht zu tauchen, statt mit herkömmlichen Lampen. Dabei rausgekommen sind Aufnahmen von Unterwassrbewohnern die wir kennen, aber doch ganz anders wirken.
Aber seht selbst:
Für weitere Infos besucht bitte auch deren Seite: Oceansbelow
Aber seht selbst:
Für weitere Infos besucht bitte auch deren Seite: Oceansbelow
Samstag, 8. Juni 2013
Oceans Film
Heute möchte ich euch gern wieder einen Film ans Herz legen, der nicht nur internationale Preise abgeräumt hat, sondern auch wirklich gute Unterhaltung ist.
Neben Aufnahmen, die bisher einem kleinen Publikum vorbehalten waren, gibt es viel ungewöhnliches aber auch amüsantes zu sehen. Der Film ist schon etwas älter, aber immernoch sehenswert und die Qualität der Aufnahmen sowie der betriebene Aufwand dafür, sprechen für sich.
Hier ist nun ein kleiner Trailer, der Lust auf mehr macht:
Neben Aufnahmen, die bisher einem kleinen Publikum vorbehalten waren, gibt es viel ungewöhnliches aber auch amüsantes zu sehen. Der Film ist schon etwas älter, aber immernoch sehenswert und die Qualität der Aufnahmen sowie der betriebene Aufwand dafür, sprechen für sich.
Hier ist nun ein kleiner Trailer, der Lust auf mehr macht:
Mittwoch, 14. November 2012
Free Fall - Freediving Film
Bisher habe ich immer nur über das Gerätetauchen berichtet und die reinste Variante des Tauchens, das Freitauchen (oder Apnoe), gar nicht angesprochen. Dies möchte ich hiermit ändern, denn der Film, den ich im Anschluß zeige, ist es wert gezeigt zu werden.
Er wurde am Dean´s Blue Hole, dem tiefsten Blue Hole der Welt, auf den Bahamas gedreht, und zeigt Guillaume Néry`s Interpretation eines freien Falls:
Er wurde am Dean´s Blue Hole, dem tiefsten Blue Hole der Welt, auf den Bahamas gedreht, und zeigt Guillaume Néry`s Interpretation eines freien Falls:
Montag, 12. November 2012
The sea´s strangest square mile
Heute möchte ich euch gern einen hochinteressanten Film ans Herz legen, der die Lebewesen der Lembeh Strait zum Thema hat.
Für all diejenigen, die sich nicht genau vorstellen können wie es dort ausschaut, bzw. was einen dort erwartet, sei dieser Streifen ans Herz gelegt.
Man wird auf die Reise zum Grund der Meerenge genommen und macht sich auf die Suche nach den ganzen Critter, die den Boden besiedeln. Dabei tauchen auch weniger fotogene Exemplare auf, die bisher noch kaum Einzug in Magazine oder Bildbände gefunden haben.
Der Film ist preisgekrönt und wirklich sehenswert.
Für all diejenigen, die sich nicht genau vorstellen können wie es dort ausschaut, bzw. was einen dort erwartet, sei dieser Streifen ans Herz gelegt.
Man wird auf die Reise zum Grund der Meerenge genommen und macht sich auf die Suche nach den ganzen Critter, die den Boden besiedeln. Dabei tauchen auch weniger fotogene Exemplare auf, die bisher noch kaum Einzug in Magazine oder Bildbände gefunden haben.
Der Film ist preisgekrönt und wirklich sehenswert.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Schönheit des Tauchens
Vor wenigen Tagen schickte mir mein Cousin das Video, welches ich in diesem Post zeige. Die Aufnahmen wurden vor Fiji und und Tonga gemacht. Es beschreibt so ziemlich genau das, was das Tauchen für mich ausmacht. Diese Farben, Formen und das Leben sind wirklich atemberaubend schön und ich denke es macht Lust auf mehr, wie die bereits über 12 Mio. Clicks beweisen dürften.
Aber nun genug gequatscht, hier ist der Clip:
Aber nun genug gequatscht, hier ist der Clip:
Freitag, 11. Mai 2012
Taiji - Die Bucht Programmhinweis
In meinem Post Taiji - Die Bucht habe ich bereits Bezug auf den gleichnamigen Film genommen. Die Bedrohung ist noch immer existent und auch wenn derzeit nicht Saison ist, so findet das Jagen und Schlachten noch immer statt. Die Aufrufe und Publicity haben ein breites Publikum schon darauf aufmerksam gemacht, aber solange noch ein Delphin oder Wal diesem Treiben zum Opfer fällt, muß weitergekämpft werden.
Wer den Film noch nicht gesehen hat, bekommt am kommenden Donnerstag, den 17.05.12 nochmal die Gelegenheit dazu. Er wird um 21.05h in RTL Nitro nochmals ausgestrahlt, mit einer anschließenden Dokumentation wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
Jedem mit einem Sinn für das Leben, dem der Schutz der Umwelt am Herzen liegt, möchte ich diesen bedrückenden Tatsachenbericht nahe legen.
Hier ist schonmal ein Vorgeschmack auf das was euch erwarten wird.
Links wie man sich nützlich machen kann, findet Ihr in meinem oben verlinkten Beitrag. Tut was!
Wer den Film noch nicht gesehen hat, bekommt am kommenden Donnerstag, den 17.05.12 nochmal die Gelegenheit dazu. Er wird um 21.05h in RTL Nitro nochmals ausgestrahlt, mit einer anschließenden Dokumentation wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
Jedem mit einem Sinn für das Leben, dem der Schutz der Umwelt am Herzen liegt, möchte ich diesen bedrückenden Tatsachenbericht nahe legen.
Hier ist schonmal ein Vorgeschmack auf das was euch erwarten wird.
Links wie man sich nützlich machen kann, findet Ihr in meinem oben verlinkten Beitrag. Tut was!
Freitag, 31. Dezember 2010
Jahresrückblick 2010
In den Medien ist es inzwischen eine weit verbreitete Tradition einen Jahresrückblick durchzuführen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen, jedoch habe ich noch keine gesehen, die sich mit dem Thema Meer befasst, weswegen ich mich mal daran versuchen möchte.
Wie jeden Januar im Jahr findet in Düsseldorf die Boot statt. Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Bootsmesse, aber nicht nur... Inzwischen gehört dazu auch das breitgefächerte Spektrum der unterschiedlichsten Aktivitäten rund um das Meer dazu. Vom Wassertourismus über verschiedenste Sportarten (Tauchen, Surfen, Segeln, usw. ) bis zu interessanten Vorträgen rund um das nasse Element reicht das Angebot auf der Messe.
Über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren haben Jaques Perrin und Jaques Cluzaud mit einem Team von Tauchern und Wissenschaftlern die Welt bereist um besondere Ereignisse auf Zelluloid zu bannen, und die Zuschauer später mit berauschenden Bildern zu erstaunen. Das Resultat kann man, seit Februar, im Film "Unsere Ozeane" begutachten. Der Film richtet sich sowohl an Meeresenthusiasten als auch an Menschen, die bisher noch wenig mit dem Lebensraum Meer zu tun hatten.
Am 27. Februar bebte vor der chilenischen Küste die Erde. Es erreichte eine Stärke von 8.8 auf der Momenten-Magnituden-Skala und verursachte einen Tsunami im gesamten Pazifik. Die Schäden im Land waren gewaltig, die der Pazifik Anrainerstaaten allerdings überschaubar, da das pazifische Warnsystem rechtzeitig warnen konnte.
Im März diesen Jahres durften wir wieder einmal einen gemeinsamen Urlaub verbringen. Uns verschlug es dabei auf die Molukken in Indonesien. Wir hatten eine tolle Zeit und durften ein wirklich kaum berührten Ort dieser Erde, mit einer intakten Meeresfauna und -flora, kennenlernen. Einen Bericht kannst Du in diesem Blog finden.
Nur wenige Wochen nach unserer Rückkehr ereignete sich im April eine der schlimmsten Ölkatastrophen, wenn nicht die größte, der Geschichte. Vor der U.S. amerikanischen Küste explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" und es sollte fünf Monate dauern bis das Bohrloch engültig versiegelt worden war. Eine nie zuvor gesehene Rettungsaktion für Natur, Mensch und Tier lief an um Schäden zu verhindern bzw. in grenzen zu halten. Die Auswirkungen haben wir alle mitbekommen, aber es dürften noch Jahre vergehen bis wir die Spätfolgen für Küsten und den betroffenen Lebensraum verstehen und sehen werden. Eine positive Folge aber hatte das Ganze: Der Schutz der Meere ist ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt und hat einen Denkprozess angestossen der eine breitere Basis erreicht als zuvor.
In China ist es jahrhundertealte Tradition zu besonderen Anlässen, Haifischflossensuppe zu servieren. Als es noch genug Haie in den Weltmeeren gab, konnte man dies vielleicht noch als regionale Sitte abtun. Seit aber der industrielle Fischfang viele Fischpopulationen dezimiert und überfischt haben, sollte man diesem Treiben nicht mehr unbeteiligt gegenüberstehen. Jedes Jahr werden über 70Mio. Haie aus den Meeren geholt, mit unvorhersehbaren Folgen fpr das ökologische Gleichgewicht. Im Mai hat Shark Savers eine Kampagne in der Volksrepublik gestartet, die auf die Folgen und Schädigungen, die durch den Verzehr der Suppe entstehen kann, aufmerksam macht. Say No to Shark Fin Soup, ist eine Mission, die man durch eine einfache unterzeichnung der Petition unterstützen kann.
Am 8. Juni war der weltweite Tag der Ozeane. Die Idee besteht seit 1992 und wurde 2002 erstmals umgesetzt. Seit 2008 ist dieser Tag ein fester Bestandteil des Jahreskalenders der UNO. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto: Oceans for life. Ziel war und ist es, auf die Vielfalt des Lebens im Wasser aufmerksam zu machen und aktiv zum Schutz beizutragen. Mit Veranstaltungen auf der ganzen Welt soll das Bewusstsein auf die Welt unter der Wasseroberfläche gelenkt werden und das Verständnis für den Schutz dieser Biosphäre gesteigert werden.
Vor Indonesien führte die NOAA im Juli und August ihre Expedition "Index 2010" durch. Auf der Okeanos Explorer machte sich ein Team von Wissenschaflern auf um die Tiefsee in diesem Gebiet zu erforschen. Indonesien ist als ein Teil des Dreiecks der Biodiversität der Meere bekannt und so versprach man sich einige neue Spezies finden zu können. Ein Wunsch der nicht enttäuscht wurde, wie man hier sehen kann.
Im September wurde der Film "The Cove", oder auf deutsch: Die Bucht, erstmalig im Fernsehen ausgestrahlt. Darin machte der ehemalige Delphindresseur Ric O´Barry, mit Hilfe eines Teams engagierter Umweltschützer, auf die Greultaten in einer Bucht der Stadt Taiji in Japan, aufmerksam. Der Film hatte im Vorjahr den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen und hervorragende Kritiken bekommen.
Im Oktober veröffentlichte COML (Census of Marine Life) eine Zusammenfassung zum 10jährigen Bestehen der Organisation. Die Ziele waren damals klar gesteckt worden, nämlich eine Volkszählung der Meere. In dieser größten Studie des Menschen über das Meer, haben 2.700 Wissenschaftler über 6.000 neue Spezies entdeckt, wovon schon 1.200 beschrieben wurden. Die Vielfalt an Meerestieren wurde von 230.000 auf 250.000 erhöht.
Marseille ist der Schauplatz des Ereignisses im November. Dort wurden, wie jedes Jahr die besten Filme, Fotos und Bücher, mit dem Fokus auf das Leben unterwasser, gekürt. Das Underwater Festival blickt auf eine fast 40jährige Geschichte und hat schon viele junge Talente zu einer großen Karriere verholfen. Zu den Gewinnern zählt u.a. auch dieser Film.
Im Dezember machten die "bösen" Haie mal wieder von sich reden, weil ihnen in Ägypten einige Schwimmer und Schnorchler zum Opfer fielen. So Schlimm die ereignisse auch waren, so ist die Ursache dafür doch wieder einmal beim Menschen zu suchen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, waren es Tierkadaver, die von einem Frachter in Küstennähe entsorgt worden waren, der Grund dafür, daß Haie sich in die Nähe der Strände trauten.
Ein interessantes Jahr, mit vielen schlimmen Ereignissen, aber auch hoffnungsvollen Ansätzen zum Schutz der Meere, und schönen Erlebnissen liegt nun fast hinter uns. Wollen wir hoffen das im kommenden Jahr die positiven Meldungen die negativen überwiegen und die Lebensräume im Meer besser geschützt werden.
Bleibt mir nur noch mich bei euch Lesern für die Treue zu bedanken und allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2011 zu wünschen.
Wie jeden Januar im Jahr findet in Düsseldorf die Boot statt. Es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Bootsmesse, aber nicht nur... Inzwischen gehört dazu auch das breitgefächerte Spektrum der unterschiedlichsten Aktivitäten rund um das Meer dazu. Vom Wassertourismus über verschiedenste Sportarten (Tauchen, Surfen, Segeln, usw. ) bis zu interessanten Vorträgen rund um das nasse Element reicht das Angebot auf der Messe.
Über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren haben Jaques Perrin und Jaques Cluzaud mit einem Team von Tauchern und Wissenschaftlern die Welt bereist um besondere Ereignisse auf Zelluloid zu bannen, und die Zuschauer später mit berauschenden Bildern zu erstaunen. Das Resultat kann man, seit Februar, im Film "Unsere Ozeane" begutachten. Der Film richtet sich sowohl an Meeresenthusiasten als auch an Menschen, die bisher noch wenig mit dem Lebensraum Meer zu tun hatten.
Am 27. Februar bebte vor der chilenischen Küste die Erde. Es erreichte eine Stärke von 8.8 auf der Momenten-Magnituden-Skala und verursachte einen Tsunami im gesamten Pazifik. Die Schäden im Land waren gewaltig, die der Pazifik Anrainerstaaten allerdings überschaubar, da das pazifische Warnsystem rechtzeitig warnen konnte.
Im März diesen Jahres durften wir wieder einmal einen gemeinsamen Urlaub verbringen. Uns verschlug es dabei auf die Molukken in Indonesien. Wir hatten eine tolle Zeit und durften ein wirklich kaum berührten Ort dieser Erde, mit einer intakten Meeresfauna und -flora, kennenlernen. Einen Bericht kannst Du in diesem Blog finden.
Nur wenige Wochen nach unserer Rückkehr ereignete sich im April eine der schlimmsten Ölkatastrophen, wenn nicht die größte, der Geschichte. Vor der U.S. amerikanischen Küste explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" und es sollte fünf Monate dauern bis das Bohrloch engültig versiegelt worden war. Eine nie zuvor gesehene Rettungsaktion für Natur, Mensch und Tier lief an um Schäden zu verhindern bzw. in grenzen zu halten. Die Auswirkungen haben wir alle mitbekommen, aber es dürften noch Jahre vergehen bis wir die Spätfolgen für Küsten und den betroffenen Lebensraum verstehen und sehen werden. Eine positive Folge aber hatte das Ganze: Der Schutz der Meere ist ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt und hat einen Denkprozess angestossen der eine breitere Basis erreicht als zuvor.
In China ist es jahrhundertealte Tradition zu besonderen Anlässen, Haifischflossensuppe zu servieren. Als es noch genug Haie in den Weltmeeren gab, konnte man dies vielleicht noch als regionale Sitte abtun. Seit aber der industrielle Fischfang viele Fischpopulationen dezimiert und überfischt haben, sollte man diesem Treiben nicht mehr unbeteiligt gegenüberstehen. Jedes Jahr werden über 70Mio. Haie aus den Meeren geholt, mit unvorhersehbaren Folgen fpr das ökologische Gleichgewicht. Im Mai hat Shark Savers eine Kampagne in der Volksrepublik gestartet, die auf die Folgen und Schädigungen, die durch den Verzehr der Suppe entstehen kann, aufmerksam macht. Say No to Shark Fin Soup, ist eine Mission, die man durch eine einfache unterzeichnung der Petition unterstützen kann.
Am 8. Juni war der weltweite Tag der Ozeane. Die Idee besteht seit 1992 und wurde 2002 erstmals umgesetzt. Seit 2008 ist dieser Tag ein fester Bestandteil des Jahreskalenders der UNO. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto: Oceans for life. Ziel war und ist es, auf die Vielfalt des Lebens im Wasser aufmerksam zu machen und aktiv zum Schutz beizutragen. Mit Veranstaltungen auf der ganzen Welt soll das Bewusstsein auf die Welt unter der Wasseroberfläche gelenkt werden und das Verständnis für den Schutz dieser Biosphäre gesteigert werden.
Vor Indonesien führte die NOAA im Juli und August ihre Expedition "Index 2010" durch. Auf der Okeanos Explorer machte sich ein Team von Wissenschaflern auf um die Tiefsee in diesem Gebiet zu erforschen. Indonesien ist als ein Teil des Dreiecks der Biodiversität der Meere bekannt und so versprach man sich einige neue Spezies finden zu können. Ein Wunsch der nicht enttäuscht wurde, wie man hier sehen kann.
Im September wurde der Film "The Cove", oder auf deutsch: Die Bucht, erstmalig im Fernsehen ausgestrahlt. Darin machte der ehemalige Delphindresseur Ric O´Barry, mit Hilfe eines Teams engagierter Umweltschützer, auf die Greultaten in einer Bucht der Stadt Taiji in Japan, aufmerksam. Der Film hatte im Vorjahr den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen und hervorragende Kritiken bekommen.
Im Oktober veröffentlichte COML (Census of Marine Life) eine Zusammenfassung zum 10jährigen Bestehen der Organisation. Die Ziele waren damals klar gesteckt worden, nämlich eine Volkszählung der Meere. In dieser größten Studie des Menschen über das Meer, haben 2.700 Wissenschaftler über 6.000 neue Spezies entdeckt, wovon schon 1.200 beschrieben wurden. Die Vielfalt an Meerestieren wurde von 230.000 auf 250.000 erhöht.
Marseille ist der Schauplatz des Ereignisses im November. Dort wurden, wie jedes Jahr die besten Filme, Fotos und Bücher, mit dem Fokus auf das Leben unterwasser, gekürt. Das Underwater Festival blickt auf eine fast 40jährige Geschichte und hat schon viele junge Talente zu einer großen Karriere verholfen. Zu den Gewinnern zählt u.a. auch dieser Film.
Im Dezember machten die "bösen" Haie mal wieder von sich reden, weil ihnen in Ägypten einige Schwimmer und Schnorchler zum Opfer fielen. So Schlimm die ereignisse auch waren, so ist die Ursache dafür doch wieder einmal beim Menschen zu suchen. Aller Wahrscheinlichkeit nach, waren es Tierkadaver, die von einem Frachter in Küstennähe entsorgt worden waren, der Grund dafür, daß Haie sich in die Nähe der Strände trauten.
Ein interessantes Jahr, mit vielen schlimmen Ereignissen, aber auch hoffnungsvollen Ansätzen zum Schutz der Meere, und schönen Erlebnissen liegt nun fast hinter uns. Wollen wir hoffen das im kommenden Jahr die positiven Meldungen die negativen überwiegen und die Lebensräume im Meer besser geschützt werden.
Bleibt mir nur noch mich bei euch Lesern für die Treue zu bedanken und allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2011 zu wünschen.
Samstag, 16. Oktober 2010
Taiji - The Cove 2
Die Treibjagd nach Delphinen in der Bucht von Taiji hat wieder begonnen.
Noch immer findet in der Zeit ab September/ Oktober die, im Film "The Cove " beschriebene, Jagd auf Delphine und Kleinwale statt. Zwar haben sich die Zahlen der gefangenen und getöteten Tiere deutlich reduziert, aber die Arbeit ist noch nicht beendet. Solange auch nur ein Tier getötet wird, müssen wir darauf aufmerksam machen, damit diese Taten ein Ende finden.
Inzwischen müssen die Fischer mit starker Präsenz von Tierschützern und Presse rechnen. Das ist nicht zuletzt der Verdienst von Richard O´Barry, der mit seinem bereits erwähnten Film darauf aufmerksam gemacht hat.
Hierzu bitte auch meinen vorherigen Post und den aktuellen Artikel aus der Welt lesen.
Noch immer findet in der Zeit ab September/ Oktober die, im Film "The Cove
Inzwischen müssen die Fischer mit starker Präsenz von Tierschützern und Presse rechnen. Das ist nicht zuletzt der Verdienst von Richard O´Barry, der mit seinem bereits erwähnten Film darauf aufmerksam gemacht hat.
Hierzu bitte auch meinen vorherigen Post und den aktuellen Artikel aus der Welt lesen.
Samstag, 11. September 2010
Taiji - Die Bucht
Jeder von uns kennt "Flipper" und auch wenn die Serie nun schon etliche Jahrzehnte alt ist, so hat sich aus dem Dressieren von Delphinen (und nicht nur diesen, sondern auch Orcas usw.) weltweit ein großes Geschäft entwickelt. Es gibt ja inzwischen hunderte von Wasserparks in denen kaum einer ohne eine eigene Show dieser liebenswerten Tiere auskommt. Haben Sie sich schon einmal gefragt wo diese Tiere herkommen?
Taiji ist ein Ort im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu in der Präfektur Wakayama. Die kleine Stadt liegt am Pazifik und kann auf eine jahrhundertealte Tradition des Walfangs zurückblicken. Hier wurden im 17. Jh typisch japanische Techniken der Waljagd entwickelt und verbessert. Noch bis in die Gegenwart hat sich dieses Wissen weitervererbt und findet heute, in Form einer besonders grausamen Praxis, weiterhin statt. Ab September eines jeden Jahres beginnt die Jagdsaison auf Wale und Delphine, die hier seit Ewigkeiten ihre Zugrouten haben. Dabei hat die besonders grausame Art und Weise der Delphintötung öffentliche Aufmerksamkeit und Empörung erregt, der jedes Jahr über 20.000 Tiere zum Opfer fallen.
Die Fischer machen sich dabei eine örtliche Besonderheit zurnutze um die Delphine zusammen zu treiben. Die Boote treiben die Delphine unter großem Lärm vor sich her und drängen sie in eine kleine Bucht. Dort warten bereits Interessenten für Dressurdelphine und suchen sich die entsprechenden Tiere aus. Für diese Exemplare werden Beträge von teilweise über $150.000 fällig, was das ganze zu einem einträglichen Geschäft macht. In extremer Enge und total verängstigt warten die Säuger nun und können nur hoffen, das sie zu den wenigen Tieren gehören, die ihrer Freiheit beraubt werden, denn nicht alle Delphine sind dazu geeignet Touristen in den Shows zu unterhalten. Die verbleibende Mehrheit wird in eine versteckte Nachbarbucht getrieben, wo sie unter grausamsten Methoden abgeschlachtet werden. Das Wasser in der Bucht ist hinterher rot und einige der Tiere, die nicht sofort tot sind, kann man dabei beobachten wie sie schwer verletzt versuchen sich über Wasser zu halten, bevor sie letztendlich einfach ertrinken.
Nun mag man sich fragen warum diese intelligenten und tollen Kreaturen dort geschlachtet werden? Eine gute Frage! Die Gründe sind vielschichtig. Da Japan offiziell Jagd auf Wale im Südpolarmeer macht und das Fleisch, trotz wissenschaftlichem Deckmantel, in heimischen Supermärkten verkauft, muss entsprechend auch für Nachschub gesorgt werden. Die Fangquoten sind limitiert und reichen bei weitem nicht aus um die Nachfrage zu befriedigen. Deshalb nutzt das Land rechtliche Schlupflöcher um das bestehende Walfangmoratorium zu umgehen. Es gilt nämlich nur für Wale ab einer bestimmten Größe, worunter die großen Tümmler nicht fallen. Obwohl Delphine in Japan sehr beliebt sind und keiner sie essen würde, gelangt das Fleisch in den Handel. So wird mitunter das eigene Volk getäuscht und dem arglosen Käufer von Walfleisch, Delphinfleisch angedreht. Das Problem dabei ist, das diese Fleisch sehr hohe Werte an Quecksilber aufweist. Diese liegen um eine vielfaches höher als die gesetzlich zulässigen Höchstwerte. In Taiji ergaben Untersuchungen der Bevölkerung, daß viele Menschen stark erhöhte Konzentrationen von Quecksilber aufwiesen.
Wie man sehen kann, ist es eigentlich eine lose/lose Situation, die den meisten Beteiligten schadet. Ein paar wenige, ruinieren nicht nur den Ruf einer Stadt, sondern gefährden auch die Gesundheit der Bevölkerung. Obwohl nun die Fischereibehörde und die Stadtverwaltung Besserung gelobt haben, wird weiter an dieser "Tradition" festgehalten. Dagegen muss etwas getan werden!
Hier gibt es die Möglichkeit eine Petition gegen das Schlachten zu unterzeichnen.
Hier kann man einen Trailer zum Film sehen, den ich jedem dringend ans Herz legen möchte!
Hier ist die Hompage der SaveJapanDolphins.
Taiji ist ein Ort im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu in der Präfektur Wakayama. Die kleine Stadt liegt am Pazifik und kann auf eine jahrhundertealte Tradition des Walfangs zurückblicken. Hier wurden im 17. Jh typisch japanische Techniken der Waljagd entwickelt und verbessert. Noch bis in die Gegenwart hat sich dieses Wissen weitervererbt und findet heute, in Form einer besonders grausamen Praxis, weiterhin statt. Ab September eines jeden Jahres beginnt die Jagdsaison auf Wale und Delphine, die hier seit Ewigkeiten ihre Zugrouten haben. Dabei hat die besonders grausame Art und Weise der Delphintötung öffentliche Aufmerksamkeit und Empörung erregt, der jedes Jahr über 20.000 Tiere zum Opfer fallen.
Die Fischer machen sich dabei eine örtliche Besonderheit zurnutze um die Delphine zusammen zu treiben. Die Boote treiben die Delphine unter großem Lärm vor sich her und drängen sie in eine kleine Bucht. Dort warten bereits Interessenten für Dressurdelphine und suchen sich die entsprechenden Tiere aus. Für diese Exemplare werden Beträge von teilweise über $150.000 fällig, was das ganze zu einem einträglichen Geschäft macht. In extremer Enge und total verängstigt warten die Säuger nun und können nur hoffen, das sie zu den wenigen Tieren gehören, die ihrer Freiheit beraubt werden, denn nicht alle Delphine sind dazu geeignet Touristen in den Shows zu unterhalten. Die verbleibende Mehrheit wird in eine versteckte Nachbarbucht getrieben, wo sie unter grausamsten Methoden abgeschlachtet werden. Das Wasser in der Bucht ist hinterher rot und einige der Tiere, die nicht sofort tot sind, kann man dabei beobachten wie sie schwer verletzt versuchen sich über Wasser zu halten, bevor sie letztendlich einfach ertrinken.
Nun mag man sich fragen warum diese intelligenten und tollen Kreaturen dort geschlachtet werden? Eine gute Frage! Die Gründe sind vielschichtig. Da Japan offiziell Jagd auf Wale im Südpolarmeer macht und das Fleisch, trotz wissenschaftlichem Deckmantel, in heimischen Supermärkten verkauft, muss entsprechend auch für Nachschub gesorgt werden. Die Fangquoten sind limitiert und reichen bei weitem nicht aus um die Nachfrage zu befriedigen. Deshalb nutzt das Land rechtliche Schlupflöcher um das bestehende Walfangmoratorium zu umgehen. Es gilt nämlich nur für Wale ab einer bestimmten Größe, worunter die großen Tümmler nicht fallen. Obwohl Delphine in Japan sehr beliebt sind und keiner sie essen würde, gelangt das Fleisch in den Handel. So wird mitunter das eigene Volk getäuscht und dem arglosen Käufer von Walfleisch, Delphinfleisch angedreht. Das Problem dabei ist, das diese Fleisch sehr hohe Werte an Quecksilber aufweist. Diese liegen um eine vielfaches höher als die gesetzlich zulässigen Höchstwerte. In Taiji ergaben Untersuchungen der Bevölkerung, daß viele Menschen stark erhöhte Konzentrationen von Quecksilber aufwiesen.
Wie man sehen kann, ist es eigentlich eine lose/lose Situation, die den meisten Beteiligten schadet. Ein paar wenige, ruinieren nicht nur den Ruf einer Stadt, sondern gefährden auch die Gesundheit der Bevölkerung. Obwohl nun die Fischereibehörde und die Stadtverwaltung Besserung gelobt haben, wird weiter an dieser "Tradition" festgehalten. Dagegen muss etwas getan werden!
Hier gibt es die Möglichkeit eine Petition gegen das Schlachten zu unterzeichnen.
Hier kann man einen Trailer zum Film sehen, den ich jedem dringend ans Herz legen möchte!
Hier ist die Hompage der SaveJapanDolphins.
Sonntag, 28. Februar 2010
Filmtipp
Der Trailer für den Film Unsere Ozeane lässt schon einiges vermuten. So beginnt der Film mit respekteinflößenden Bildern, die die Gewalt der Ozeane verdeutlichen. Doch schon unter der Meeresoberfläche wird es still und die macher nehmen den Zuschauer mit in eine Welt, die bisher weniger erforscht wurde als der Weltraum.
Wir werden Augenzeugen von riesigen Schwärmen Kuhnasenrochen, Walrossen mit Jungtieren oder aber solchen Exoten wie dem Großen Fetzenfisch, der nur an der Südküste Australiens vorkommt.
Doch der Film besticht nicht nur durch spektakuläre Aufnahmen, wie den Begegnungen mit Weißen Haien, sondern will auch wachrütteln, denn die Meeresbewohner sind gefährdet durch Überfischung und dem Raubbau am Meer. So sehen wir auch Aufnahmen von verendenden Tieren in Schleppnetzen oder Müll der einfach im Meer verklappt wurde.
Wir werden Augenzeugen von riesigen Schwärmen Kuhnasenrochen, Walrossen mit Jungtieren oder aber solchen Exoten wie dem Großen Fetzenfisch, der nur an der Südküste Australiens vorkommt.
Doch der Film besticht nicht nur durch spektakuläre Aufnahmen, wie den Begegnungen mit Weißen Haien, sondern will auch wachrütteln, denn die Meeresbewohner sind gefährdet durch Überfischung und dem Raubbau am Meer. So sehen wir auch Aufnahmen von verendenden Tieren in Schleppnetzen oder Müll der einfach im Meer verklappt wurde.
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