Truk, oder wie es heute heisst: Chuuk, ist ein Staat, der zu den Föderierten Staaten von Mikronesien gehört. Dies ist ein Zusammenschluss von etlichen kleinen Inseln und Atollen.
Die Inseln liegen ca. 600 Meilen südöstlich von Guam und über 3.000 Meilen südwestlich von Hawaii, mitten im Pazifik.
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Das besondere an Truk ist seine jüngere Geschichte, die Tauchern heute einen taucherischen Leckerbissen zu bieten hat.
Im 2. WK hatten die Japaner einen ihrer Hauptstützpunkte in der Lagune. Am 17. und 18. Februar 1944 wurde die 2. Kaiserliche Flotte der Japaner, im Rahmen der Operation Hailstone, von den Amerikaneren angegriffen. Insgesamt waren bei dieser Aktion 9 Flugzeugträger, 7 Schlachtschiffe und über 500 Flugzeuge der Amerikaner beteiligt. Auf Seite der Japaner lagen mehrere Kreuzer und Zerstörer vor Anker, ausserdem zig Versorgungsschiffe.
Nach den beiden Tagen waren über 40 Schiffe versenkt worden, sowie über 300 Flugzeuge.
Die "Geisterflotte von Truk", wie sie heute genannt wird, ist für Wracktaucher heutzutage ein Name der Herzen höher schlagen lässt.
Wenn man die beschwerliche Anreise über Palau oder Guam überstanden hat (ich denke man darf locker mit 36 Std. rechnen, je nach Verbindungen), kommt man über die Hauptstadt Weno entweder auf ein Liveaboard oder an eine Basis die es einem ermöglicht die tollen Wracks zu betauchen. Zu nennen wären hier die SS Thorfinn und Truk Odyssey als Liveaboards und das Truk Blue Lagoon Hotel als Basis von Land aus.
Die meisten Schiffe liegen im Tiefenbereich des Sporttauchens und somit ist es kaum notwendig Deko Tauchgänge zu machen. Die Wracks sind inzwischen mit bunten Korallenund Schwämmen bewachsen und bieten vielen Riffbewohnern ein Zuhause. Ausserhalb der Lagune werden ständig neue Plätze entdeckt, die es einem ermöglichen auch mal etwas anderes zu sehen als Wracks. An diesen Plätzen kann man auch Grossfisch, wie Haie oder Schildkröten, antreffen.
Die eigentlichen Attraktionen und der Grund weshalb man sich eine solche Reise antut sind aber sicher nicht die Riffe, sondern die Wracks. Hier eine kleine Auswahl:
-Fujikawa Maru: Ein 132m langer Versorger der zwischen 9m und 34m Tiefe liegt. Es ist das beliebteste und bekannteste Wrack in Truk. Man findet hier diverse Flugzeugersatzteile im Rumpf.
- Shinokuku Maru: Noch ein Highlight! Mit 152m ist dieser Tanker eines der grössten Schiffe in der Lagune. Es liegt zwischen 12m und 38m Tiefe und ist toll bewachsen.
- Fumitsuki: Ein Zerstörer, der in ca. 40m Tiefe liegt.
-Heian Maru: Das grösste Schiff der Lagune mit 155m Länge. Es liegt zwischen 12m und 36m Tiefe.
Hier eine recht genaue Übersicht über das "Angebot" von Truk.
Neben den Schiffswracks findet man noch diverse Flugzeuge vor. Die meisten liegen in flacheren Gewässern und eigenen sich somit auch für einen 2. oder 3. TG.
Nördlich der Truk Lagune liegen die Hall Inseln und dort soll um die Insel Fayu (West-Fayu) hervorragendes Tauchen mit Haien möglich sein. Westlich liegt Puluwat, das auch noch ein weisser Fleck auf den Tauchkarten dieser Welt ist. Diese Inseln sind allerdings nur mit einem Liveaboard zu erreichen. Für Eindrücke hiervon lege ich euch die Aufnahmen der "Pacific Abyss" Expedition durch Mikronesien ans Herz.
Mittwoch, 11. August 2010
Montag, 9. August 2010
Save our Seas Foundation

Ich habe bereits das ein oder andere mal die Arbeit von Thomas Peschak erwähnt, die ich sehr schätze. Thomas ist der Cheffotograf der Save our Seas Foundation.
Die SOSF ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz der Meere und deren Bewohner zur Aufgabe gemacht hat. Sie unterstützt diverse Projekte weltweit, die dem mittelbaren und unmittelbaren Schutz des Ökosytems Meer dienen.
Die Hauptaufgaben dabei sind:
-Der Erhalt der marinen Lebensräume, wobei es darum geht den schmalen Grat zwischen Nachhaltigkeit und Raubbau zu verdeutlichen.
-Den Lebensraum Meer ins Bewusstsein aller zu rücken und zu verdeutlichen, daß es ein Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Ökosystemen gibt, das empfindlich ist und es unser aller Aufgabe ist einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, das es jeden Tag etwas besser wird.
-Die Erforschung bestimmter Vorgänge in den Ozeanen ist wichtig um ein Verständnis dafür zu bekommen warum bestimmte Dinge sich verändern und was bzw. ob etwas getan werden kann/muss um diesen Veränderungen entgegenzuwirken.
-Die o.g. Punkte bringen nicht viel, wenn ein paar schlaue Köpfe verstehen was passiert und was getan werden muss, aber keine Aufklärung betrieben wird. SOSF setzt sich durch diverse Maßnahmen dafür ein, daß Menschen darin geschult werden, wie sie selbst etwas dafür tun können um unsere Meere zu schützen.
Viele der Mitarbeiter und Beitragenden haben sich besonders dem Schutz der Haie verschrieben. Haie sind wie die Polizei der Meere. Sie sorgen für Ordnung, säubern und sind somit auch für die Einhaltung natürlicher Populationsgrößen diverser Fische verantwortlich. Mit dem kommerziellen Fang der Haie durch Schleppnetze und Langleinen werden jedes Jahr über 73 Mio. Haie aus den Ozeanan gezogen. Der grosse Teil davon wird lediglich wegen der, besonders in Ostasien, beliebten Flossen gejagt. Der Rest des Körpers wandert oft, um seine Fortbewegunsmittel beraubt, zurück ins Meer und verendet dort qualvoll. Dieser Raubbau führt dazu, dass inzwischen viele Arten stark bedroht sind und es nur noch wenige Orte gibt an denen Haie in gesunden Populationen anzutreffen sind.
Besonders möchte ich in diesem Zusammenhang die Arbeit von Thomas und Juerg Brunnschweiler erwähnen, die sich in besonderem Maße der Erforschung und dem Schutz der Haie verschrieben haben.
Schaut euch mal die Seite der SOSF an und macht euch eure Gedanken darüber ob ihr etwas tun könnt/wollt. Jeder kann sich informieren und damit auseinandersetzen ob er etwas tun will, sei es durch Taten oder Spenden. Und wenn man nur die tollen Bilder genießen möchte, ist auch dies ein Grund einmal dort vorbeizuschauen.
Sonntag, 20. Juni 2010
Südafrika - Aliwal Shoal und Protea Banks
In Südafrika findet derzeit die Fussball WM statt und ich möchte diesen Anlass nutzen um ein Traumziel für Taucher in diesem Land vorzustellen.
Die besondere Lage am Südrand des Kontinents ermöglicht es den Tauchern unterschiedlichste Flora und Fauna zu erleben. Während im Westen, durch den kalten Benguelastrom eher Lebewesen wie atlantische Fische, Robben aber auch weisse Haie zu erwarten sind, wird im Osten, durch den warmen Agulhasstrom, eher tropische Flora und Fauna geboten, verbunden mit der Möglichkeit eine Diversität an Haien zu erleben, wie sie kaum woanders auf der Welt, von Land aus, möglich ist.
Im Nordosten des Landes, etwa 50km südlich von Durban, bei Umkomaas, finden sich die Tauchgründe der Aliwal Shoal. Diese Spots geniessen einen legendären Ruf unter Hailiebhabern. Man kann dort neben den Sandtigerhaien auch Tigerhaie und Bullenhaien begegnen. Jacques Costeau hat die Spots unter den Top 10 der Welt bewertet.
Von Umkomaas fährt man mit einem Zodiac ca. 5km hinaus aufs Meer, wo man dann die Unterwasserriffe der Aliwal Shoals trifft. Die Fahrt dorthin kann mitunter etwas unbequem werden, denn mit den Schlauchbooten muss man die küstennahen Wellen überwinden.
Die Lage der Spots inmitten des Agulhasstroms, sorgt für wechselnde Bewohner im Laufe eines Jahres und oft für sehr gute Sicht. Die Riffe verlaufen von Nord nach Süd über eine Länge von ca. 5km.
Von Juli bis September herrscht "Raggie Season", in der die Sandtigerhaie an diesen Ort kommen. Am Spot "Raggie Cave" bekommt man, auf lediglich 16m Tiefe, diese furchteinflössenden, aber nicht sonderlich aggressiven Kreaturen häufig zu sehen. Doch auch wenn die Sandtiger nicht da sind, gibt es dort ansässige Schildkröten, Rochen aber auch Mantas zu sehen.
Weiter nördlich, etwa 150km von Durban entfernt, liegen die Orte Margarete und Shelly Beach. Wenn man von dort ca. 7km aufs Meer hinaus fährt, gelangt man an die Protea Banks, einem weiteren Highlight der südafrikanischen Küste.
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Aufgrund der Tiefe und der etwas ruppigen Ausfahrt ist das Tauchen dort nur etwas für erfahrene Taucher. Die Tiefen der Spots liegen fast ausschließlich jenseits der 30m. Je nach Jahreszeit kann man dort so ziemlich alles an Haien antreffen was die Ozeane hergeben. Dabei darf man auf viele ozeanische Haie hoffen, wie Bullenhaie, Hammerhaie, Kupferhaie, Sandhaie und natürlich den TIGER. Nebenbei kommen im Winter auch Wale und Walhaie vorbei und sorgen noch für einen Extrakick wenn man sie denn zu Gesicht bekommt.
Leider sind nicht alle Haie immer anzutreffen, allein schon wegen der Tatsache, dass im südafrikanischen Winter die Nordseite betaucht wird, die weniger Haie, dafür schönere Topografie bietet. Auf der Südseite findet man dann die grossen Räuber, weil dort ihre Hauptbeute, der Thunfisch lebt. Die beste Zeit für den Tigerhai ist April und Mai, wobei man sie das ganze Jahr über antreffen kann. Die anderen Haie haben unterschiedliche saisonale Präferenzen, jedoch ist die beste Zeit eine grosse Vielfalt anzutreffen, von November bis März. In dieser zeit kommen auch Walhaie und Wale in die Gewässer von Kwazulu Natal.
Es gibt diverse Anbieter vor Ort. Einer der bekanntesten ist African Dive Adventures des Deutschen Roland Mauch, die schon seit Jahren vor Ort sind und über mehrere tausend Stunden Erfahrung verfügen.
Die besondere Lage am Südrand des Kontinents ermöglicht es den Tauchern unterschiedlichste Flora und Fauna zu erleben. Während im Westen, durch den kalten Benguelastrom eher Lebewesen wie atlantische Fische, Robben aber auch weisse Haie zu erwarten sind, wird im Osten, durch den warmen Agulhasstrom, eher tropische Flora und Fauna geboten, verbunden mit der Möglichkeit eine Diversität an Haien zu erleben, wie sie kaum woanders auf der Welt, von Land aus, möglich ist.
Im Nordosten des Landes, etwa 50km südlich von Durban, bei Umkomaas, finden sich die Tauchgründe der Aliwal Shoal. Diese Spots geniessen einen legendären Ruf unter Hailiebhabern. Man kann dort neben den Sandtigerhaien auch Tigerhaie und Bullenhaien begegnen. Jacques Costeau hat die Spots unter den Top 10 der Welt bewertet.
Aliwal Shoal
Von Umkomaas fährt man mit einem Zodiac ca. 5km hinaus aufs Meer, wo man dann die Unterwasserriffe der Aliwal Shoals trifft. Die Fahrt dorthin kann mitunter etwas unbequem werden, denn mit den Schlauchbooten muss man die küstennahen Wellen überwinden.
Die Lage der Spots inmitten des Agulhasstroms, sorgt für wechselnde Bewohner im Laufe eines Jahres und oft für sehr gute Sicht. Die Riffe verlaufen von Nord nach Süd über eine Länge von ca. 5km.
Von Juli bis September herrscht "Raggie Season", in der die Sandtigerhaie an diesen Ort kommen. Am Spot "Raggie Cave" bekommt man, auf lediglich 16m Tiefe, diese furchteinflössenden, aber nicht sonderlich aggressiven Kreaturen häufig zu sehen. Doch auch wenn die Sandtiger nicht da sind, gibt es dort ansässige Schildkröten, Rochen aber auch Mantas zu sehen.
Weiter nördlich, etwa 150km von Durban entfernt, liegen die Orte Margarete und Shelly Beach. Wenn man von dort ca. 7km aufs Meer hinaus fährt, gelangt man an die Protea Banks, einem weiteren Highlight der südafrikanischen Küste.
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Aufgrund der Tiefe und der etwas ruppigen Ausfahrt ist das Tauchen dort nur etwas für erfahrene Taucher. Die Tiefen der Spots liegen fast ausschließlich jenseits der 30m. Je nach Jahreszeit kann man dort so ziemlich alles an Haien antreffen was die Ozeane hergeben. Dabei darf man auf viele ozeanische Haie hoffen, wie Bullenhaie, Hammerhaie, Kupferhaie, Sandhaie und natürlich den TIGER. Nebenbei kommen im Winter auch Wale und Walhaie vorbei und sorgen noch für einen Extrakick wenn man sie denn zu Gesicht bekommt.
Leider sind nicht alle Haie immer anzutreffen, allein schon wegen der Tatsache, dass im südafrikanischen Winter die Nordseite betaucht wird, die weniger Haie, dafür schönere Topografie bietet. Auf der Südseite findet man dann die grossen Räuber, weil dort ihre Hauptbeute, der Thunfisch lebt. Die beste Zeit für den Tigerhai ist April und Mai, wobei man sie das ganze Jahr über antreffen kann. Die anderen Haie haben unterschiedliche saisonale Präferenzen, jedoch ist die beste Zeit eine grosse Vielfalt anzutreffen, von November bis März. In dieser zeit kommen auch Walhaie und Wale in die Gewässer von Kwazulu Natal.
Es gibt diverse Anbieter vor Ort. Einer der bekanntesten ist African Dive Adventures des Deutschen Roland Mauch, die schon seit Jahren vor Ort sind und über mehrere tausend Stunden Erfahrung verfügen.
Samstag, 5. Juni 2010
If it was my home (Ölkatastrophe 2)
Um sich mal eine Vorstellung von der Größe des Ölteppichs im Golf von Mexiko zu machen, empfehle ich einen Besuch der Seite Ifitwasmyhome. Dort kann man z.B. seinen Heimatort und das Land eingeben und bekommt daraufhin maßstabsgetreu den Ölteppich auf die Region projeziert.
Unterdessen haben sich einige schlaue Köpfe daran gemacht mal die Auswirkungen der Ölpest in Verbidnung mit dem Golfstrom zu errechnen. Demnach wird man auch an der U.S. amerikanische Ostküste wohl, in nicht unbeträchtlichem Maße, mit Verschmutzungen rechnen müssen. Im Atlantik allerdings soll sich das Öl, wenn es irgendwann dorthin gelangt, dann aber verflüchtigen.
Unterdessen haben sich einige schlaue Köpfe daran gemacht mal die Auswirkungen der Ölpest in Verbidnung mit dem Golfstrom zu errechnen. Demnach wird man auch an der U.S. amerikanische Ostküste wohl, in nicht unbeträchtlichem Maße, mit Verschmutzungen rechnen müssen. Im Atlantik allerdings soll sich das Öl, wenn es irgendwann dorthin gelangt, dann aber verflüchtigen.
Mittwoch, 2. Juni 2010
Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Die Katastrophe auf der Tiefseebohrinsel "Deepwater Horizon" liegt nun schon über einen Monat zurück. Nach einer Explosion war die Plattform gesunken und hat mehrere Mitarbeiter in den Tod gerissen. Aus mehreren Löchern treten seitdem kaum vorstellbare Mengen Rohöl aus. Man spricht, laut letzten Aussagen, von mind. 2 Mio Litern täglich! Dies reicht um ca. 15.000 Autos zu betanken. Inzwischen ist der Schaden schon um ein vielfaches größer als bei der Havarie der Exxon Valdez.
Was aber führte zu einer solchen Tragödie? Neben mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und Profitgier, ist das enorme Risiko, das mit sog. Offshore Bohrungen einhergeht, der Hauptgrund. Nachdem der hohe Ölpreis die enormen Kosten für solche Vorhaben rechtfertigt, werden immer schwierigere Methoden der Ölgewinnung vorangetrieben. Es ist kein Geheimnis, dass der Peak der Erdölförderung von Land aus bereits erreicht ist. Deswegen werden nun die gigantischen Vorräte am Meeresgrund ausgebeutet werden. Bis vor einigen Jahren waren diese Bohrungen bis in Tiefen von wenigen hundert Metern möglich, aber nun werden schwimmende Plattformen bzw. Bohrschiffe aufs offene Meer geschickt und erreichen Tiefen von weit über 5000m.
Das damit verbundene Risiko ist kaum abzuschätzen. Zwar mag die Ingenieurskunst viele Dinge möglich machen, aber die Risiken sind halt nur schwer kalkulierbar und oftmals gibt es zuviele Unbekannte um absolute Sicherheit zu garantieren.
Ich will hier nicht anfangen und auf BP, dem Betreiber der Bohrinsel, rumhacken, denn diese Dinge können überall und in jedem Unternehmen passieren, das sich diesen Gefahren aussetzt. Jede andere Mineralölgesellschaft sollte sich vielmehr glücklich schätzen und anfangen ihre Plattformen zu kontrollieren und ggf. zu verbessern. Es ist aber wichtig, dass künftig strenge und einheitliche Richtlinien eingeführt werden, die die Umwelt wirksam schützen.
Wenn man sich ansieht was der Ölteppich für Ausmasse angenommen hat und welch Leid es über Anwohner und die Pflanzen- und Tierwelt bringt, dann ist es höchste Zeit viele Dinge zu überdenken. Die Tiefsee ist eines der am wenigsten erforschten Gebiete der Welt und wir Menschen wagen uns dorthin vor ohne zu wissen welch Unheil wir dort anrichten. Bevor wir es kennenlernen können, vernichten wir möglicherweise unbekannte Lebensformen. Aber wir müssen nicht ganz so tief gehen, denn auch an der Oberfläche spielt sich dramatisches ab. Seevögel, Schildkröten, usw. bewegen sich oft an der Oberfläche und werden durch das Öl so verschmutzt, dass der Tod fast schon vorprogrammiert ist.
Allerdings ist diese Ölpest nicht das einzige was durch die Ölindustrie an Umweltkatastrophen passiert. Weitab von der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit braucht man sich nur die Ölsandgewinnung in Kanada anzusehen, oder aber die Korruption und Guerrialkämpfe die zu enormen Umweltschäden in Nigeria führen.
Ich möchte hiermit aufrütteln und die Verantwortlichen mahnen ihre Macht und Verantwortung allen gegenüber gerecht zu werden. Stellt den Profit nicht vor das Wohl der Menschen vor Ort und schützt die Lebensräume derer die sich nicht verteidigen können. Forscht und versucht zu verstehen auf welchem Terrain ihr euch bewegt bevor in mehreren tausend Metern Tiefe die Bohrköpfe in den Meeresgrund getrieben werden.
Was aber führte zu einer solchen Tragödie? Neben mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und Profitgier, ist das enorme Risiko, das mit sog. Offshore Bohrungen einhergeht, der Hauptgrund. Nachdem der hohe Ölpreis die enormen Kosten für solche Vorhaben rechtfertigt, werden immer schwierigere Methoden der Ölgewinnung vorangetrieben. Es ist kein Geheimnis, dass der Peak der Erdölförderung von Land aus bereits erreicht ist. Deswegen werden nun die gigantischen Vorräte am Meeresgrund ausgebeutet werden. Bis vor einigen Jahren waren diese Bohrungen bis in Tiefen von wenigen hundert Metern möglich, aber nun werden schwimmende Plattformen bzw. Bohrschiffe aufs offene Meer geschickt und erreichen Tiefen von weit über 5000m.
Das damit verbundene Risiko ist kaum abzuschätzen. Zwar mag die Ingenieurskunst viele Dinge möglich machen, aber die Risiken sind halt nur schwer kalkulierbar und oftmals gibt es zuviele Unbekannte um absolute Sicherheit zu garantieren.
Ich will hier nicht anfangen und auf BP, dem Betreiber der Bohrinsel, rumhacken, denn diese Dinge können überall und in jedem Unternehmen passieren, das sich diesen Gefahren aussetzt. Jede andere Mineralölgesellschaft sollte sich vielmehr glücklich schätzen und anfangen ihre Plattformen zu kontrollieren und ggf. zu verbessern. Es ist aber wichtig, dass künftig strenge und einheitliche Richtlinien eingeführt werden, die die Umwelt wirksam schützen.
Wenn man sich ansieht was der Ölteppich für Ausmasse angenommen hat und welch Leid es über Anwohner und die Pflanzen- und Tierwelt bringt, dann ist es höchste Zeit viele Dinge zu überdenken. Die Tiefsee ist eines der am wenigsten erforschten Gebiete der Welt und wir Menschen wagen uns dorthin vor ohne zu wissen welch Unheil wir dort anrichten. Bevor wir es kennenlernen können, vernichten wir möglicherweise unbekannte Lebensformen. Aber wir müssen nicht ganz so tief gehen, denn auch an der Oberfläche spielt sich dramatisches ab. Seevögel, Schildkröten, usw. bewegen sich oft an der Oberfläche und werden durch das Öl so verschmutzt, dass der Tod fast schon vorprogrammiert ist.
Allerdings ist diese Ölpest nicht das einzige was durch die Ölindustrie an Umweltkatastrophen passiert. Weitab von der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit braucht man sich nur die Ölsandgewinnung in Kanada anzusehen, oder aber die Korruption und Guerrialkämpfe die zu enormen Umweltschäden in Nigeria führen.
Ich möchte hiermit aufrütteln und die Verantwortlichen mahnen ihre Macht und Verantwortung allen gegenüber gerecht zu werden. Stellt den Profit nicht vor das Wohl der Menschen vor Ort und schützt die Lebensräume derer die sich nicht verteidigen können. Forscht und versucht zu verstehen auf welchem Terrain ihr euch bewegt bevor in mehreren tausend Metern Tiefe die Bohrköpfe in den Meeresgrund getrieben werden.
Donnerstag, 1. April 2010
Reisebericht Indonesien 2010 - Molukken Cape Paperu
Nachdem wir, wie schon gesagt, diverse Ziele ins Auge gefasst hatten, mussten wir aufgrund der Tatsache, das Bernhard nicht mitfahren konnte, ein Ziel wählen das auch für drei Reisende gut war. Ein Livaboard, das auch mal auf dem Wunschzettel stand, kam in dieser Konstellation nicht in Frage.
Nach einigen hin und her kamen wir letztendlich auf die Molukken und dort auf Saparua. Diese Insel liegt in der Nähe von Ambon im Herzen der Molukken. Die Molukken sind als "Gewürzinseln" bekannt und sind schon seit Jahrhunderten ein Anbaugebiet und als Exporteur von Pfeffer über Muskatnüsse bis zu Gewürznelken bekannt. Die Portugiesen waren im Jahr 1512 die ersten, die sich dort niederließen und den Handel mit diesen damals äußerst wertvollen Gütern fortan kontrollierten. Ein Jahrhundert später kamen die Holländer und übernahmen die Herrschaft. Noch heute konnten wir Spuren dieser Kolonialmächte auf unserer Urlaubsinsel finden. Heutzutage sind die Molukken wieder relativ sicher zu bereisen. Zwar gibt es in der nördichen Provinz Maluku Utara und auf der Insel Halmahera wohl noch vereinzelt Unruhen, aber in der südlichen Provinz Maluku, und im speziellen Ambon und Saparua, haben wir keine Feindseligkeiten feststellen können. Was wir aber gesehen haben waren diverse Kasernen auf Ambon, die die Hauptstadt der Provinz Maluku ist.
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Vor Saparua
Der Empfang auf Saparua im Cape Paperu Resort verlief sehr herzlich. Eliane, Mitbesitzerin und Ehefrau von Kurt Gross, empfing uns mit einigen Angestellten am Steg und überreichte jedem von uns eine Blumenkette. Wir wurden in die Tauchbasis geführt und bekamen eine kurze Einführung in die Örtlichkeiten und allerlei Wissenswertes erzählt. Danach durften wir in unseren Bungalow und entspannen. Wir wollten eigentlich gleich in den richtigen Schlafrythmus kommen und erst abends schlafen, aber schon nachmittags überkam es uns und wir nickten ein. Für den Schlafrythmus war das natürlich gar nix, aber so waren wir abends recht fit und haben noch bis tief in die Nacht mit Kurt über Gott und die Welt gesprochen. U.a. erfuhren wir, daß wir wirklich abgezockt worden waren, denn der Terminalwechsel dürfte max. 50.000 IDR kosten.
Spruch des Tages: I glaub mi lauscht dr Aff
Spruch des Tages: I glaub mi lauscht dr Aff
Nach dem Mittagessen stand der erste TG am Hausriff an. Es war nicht tief, max. 9m, aber wir bekamen wirklich einen tollen Korallenbewuchs und viele kleine Exoten zu Gesicht. Es gab Geisterpfeiffenfische, Kakadustirnflosser, verschiedene Schnecken, allerlerlei Juvenile, wie Kaiserfische, Fledermausfische oder Süßlippen. Wenn man Glück hat und sich mit dem Boot über der Seegraswiese absetzen lässt, hat man auch die Möglichkeit mal eine Seekuh zu beobachten. Ein Glück, das uns allerdings versagt blieb. Wir waren wirklich sehr angetan, so dass wir schon am Nachmittag einen weiteren TG mit unserem Guide Alfi machten, bei dem es wieder neues zu sehen gab.
Die Mahlzeiten werden idR gemeinsam eingenommen. D.h. es werden gemeinsame Tische eingedeckt und man kommt so, recht schnell, in Kontakt mit den anderen Gästen. Natürlich kann man auch allein sitzen, aber dies ist wohl eher selten der Fall. So kam es auch, dass wir bald schon nette Bekanntschaften gemacht haben. Mit Alex, Rainer und Mike sowie o.g. Michaela und Didi, hatten wir viel Spaß.
Der zweite Tag führte uns aus der geschützen Bucht heraus, auf die andere Seite nach Eagle Rock und Batu Palau. Wir sind bei wunderbarem Sonnenschein rausgefahren und das türkisfarbene, klare Wasser bildete einen tollen Kontrast zum satten Grün der Insel im Hintergrund. Batu Palau ist ein schöner großer Korallenblock mit viel Klein- und Kleinstleben. Wir haben tolle Schnecken gefunden, wie eine Halgerda reticulata, Chromodoris magnifica und Chromodoris Lochi. Dabei war wieder diese unglaubliche Farbenvielfalt der Korallen auffällig. Schon während des Urlaubs haben wir feststellen können, und auch andere bestätigten dies, das es wohl die bisher besterhaltenen Korallen sind, die wir alle gesehen haben.
Anemonen Garnele (Periclimenes brevicarpalis)
Unseren ersten 3-Tank Dive hatten wir vor Haruku. Diese Insel liegt zwischen Ambon und Saparua. Auf dem Weg dorthin begleiteten uns Delphine und es sollte die Chance auf einige Grossfische geben. Die Gruppe wurde zweigeteilt und so waren wir max 6 Personen pro Gruppe. Shark Cave ist ein Platz, der direkt vor einer betauchbaren Höhle liegt, die allerdings nicht soviel mit Haien zu tun hat, denn es ist vielleicht gerade mal 3m tief wenn man hineintaucht. Der TG beginnt über dem Riffdach und führt dann zum sanft abfallenden Riff, das auch hier wirklich toll bewachsen ist. Langsam geht es tiefer und bevor man wieder umkehrt, können erfahrene Taucher dann durch einen Torbogen auf 30m tauchen, der einen wieder auch ca 33m ausspuckt. Erfahrene Taucher deshalb, weil man sehr nah an die Nullzeit kommt und wenn man nicht bald wieder höher geht, kommt man in die Deko, was mir passiert ist. Allerdings war ich auch auf über 36m, da ich noch eine tiefere Höhle anschauen wollte. Zurück ging es dann über eine sandige Fläche auf etwa 12-15m Tiefe. Dort konnten wir neben der intererssanten Topografie, die dieser Platz zweifellos hat, auch ein Problem erkennen, das immer wieder zu beobachten ist. Über uns, an der Wasserobefläche, hatten die anlandigen Strömungen einigen Müll an die Küste geschwemmt. Leider ist es so, daß noch immer viel Müll verklappt wird. Wie erklärte uns Kurt die Entwicklung in dieser Gegend so schön: Die Menschen sind nicht dumm, sie sind lediglich ungebildet. Sie liegen zwar gute 50 Jahre zurück, werden aber den Sprung auf den Stand von heute in 20 Jahren schaffen. Diese werden sie aber auch brauchen. Plastikmüll wird dort halt so entsorgt wie der organische Müll und mangels Bildung wissen sie es auch nicht besser. Wieder zu Shark Cave: Es ging über die Sandflächen auf der auch alte Baumstämme lagen zurück zur Höhle, die wir auch noch kurz betauchen wollten. Leider war es, wie eingangs erwähnt, recht flach und endete in einer Höhle mit Fledermäusen, oder bei uns auch als "Ilsen" bekannt. Witzig wurde es beim dritten TG des Tages. Beim Abstieg stellt Robby fest, das der Druckausgleich nicht klappte. Er signalisierte das sonst Alles ok sei und er wieder aufs Boot ginge. Nach dem TG, der eine schöne Steilwand hat und ein paar Swim-Throughs, befanden wir uns bereits über dem Riffdach und hatten die Aufstiegphase eingeleitet, als ich merkte, das ein zweites Boot an unserem hing. Wir stiegen an Bord und entdeckten zwei weitere Leute. Robby erzählte, das sie sich schon auf dem Boot umgesehen hätten und er Sorgen hatte der erste entführte Taucher auf den Molukken zu sein. Die Kollegen hätten sich die Bilder seiner Kamera zeigen lassen und Robby hütet noch heute das Bild des einen Besuchers, der sich von ihm ablichten ließ. Später stellte sich heraus, das sie scharf auf Informationen zu guten Fischgründen waren.
Nusa Laut! Ein Ort der uns magisch anzog. Wir hatten schon darüber gelesen und erfahren, dass es dort Hammerhaie geben soll. Leider wurde uns schon bald der Zahn gezogen diese Tiere zu jenem Zeitpunkt dort anzutreffen. Scheinbar ist die beste Zeit sie zu sehen zwischen November und Februar. Dennoch soll es dort immer wieder die Möglichkeit geben grosse Meeresbewohner zu beobachten. Entsprechend waren die Erwartungen, trotz des Dämpfers mit den Hammerhaien, recht hoch. Wir wollten endlich mal etwas grosses sehen, da sich die bisherigen TG eher auf Kleinkram beschränkte. Es fing gut an, denn auf dem Weg in den Südosten kreuzten Delphine wieder unseren Weg. Bei Ahmed angekommen gab es ein kurzes Briefing und dann ging es schon runter. Das Riff fällt relativ zügig ab und wir richteten unsere Blicke auch immer wieder ins Blau. Es begann gut mit zwei grossen Barrakudas, doch im Verlauf kam nichts Grösseres mehr hinzu. So beendeten wir den ersten TG etwas enttäuscht. Der zweite TG führte uns etwas weiter südlich und neben einem schönen Schwarm Fledermausfischen hat sich Markus wieder als Transportgelegenheit für Halterfische (s. Bali 2003) hervorgetan. Auf ein neues, hiess es vor dem dritten TG, nochmal an Ahmed. Diesmal hatten wir mehr Glück. Wir sahen Spanische Makrelen, Büffelköpfe und Adlerrochen. Ein toller TG, der das Potential dieses Platzes aufblitzen ließ.
Spruch des Tages: Hier ist es wie im Paradies, aber nix für Dich.
Ab geht´s, in die Tiefe
Der Abend verlief sehr lustig. Wir hörten und erzählten viele Geschichten mit einigen der Verbliebenen. Eliane und Kurt gaben Stories aus ihrem bewegten Leben zum Besten und wir hatten alle nochmal einen sehr schönen Abschlußabend. Am Tag des Abschieds wurden wir von der ganzen Belegschaft zum Steg gebracht und herzlich verabschiedet. Wir haben es sehr genossen dort zu sein und es war ein bischen traurig aber wir hatten ja noch ein paar Tage in Singapur vor uns.
Mit uns verließen auch Didi und Michaela Saparua. Wir wurden gemeinsam zum Flughafen gebracht und kamen gegen 10.30h an. Unser Flug sollte um 13h gehen, der der anderen beiden um 15h. Ich sage das nicht ohne Grund denn wie Du dir sicher denken kannst, kam es nicht so wie geplant. Unser Flieger kam ein wenig verspätet an, aber an einen etwas verspäteten Abflug war nicht zu denken, den irgendein Problem verzögerte den Abflug immer mehr. Das Problem war nicht bekannt und wurde auch nicht kommuniziert und wenn die Angestellten der Airline kein Englisch sprechen, oder sprechen wollen, ist es schwierig weiterzukommen. Ein Passagier, der des Englischen mächtig war, übersetzte uns netterweise und versuchte weiterzuhelfen wo es ging. Wir hatten nämlich einen Anschlußflug in Jakarta und die Verspätung durfte nicht zu lange dauern. In der Zwischenzeit wurde schon Michaela und Didi´s Flug aufgerufen und bei uns tat sich noch immer nichts. Nach etwa 4 Std ging dann aber alles ganz schnell und das Boarding begann. Die Zwischenlandung in Surabaya war auch unvergesslich. Nachdem wir aussteigen sollten und es zunächst hieß wir würden im gleichen Bomber weiterfliegen, erfuhren wir im Terminal das dem nicht so sei. Ok, erstmal kein großes Problem. Im Flieger war es so eng das uns die Stewardessen die erste Reihe anboten, die noch frei war. Wunderbar! Die Türen schlossen sich, die Gangway wurde zurückgefahren und dann sahen wir wie eine der Stewardessen nochmal durch das Fenster in der Tür schaute und den Kopf schüttelte. Es machte sich etwas Unruhe unter der Besatzung breit, die Kollegen standen auf und die Gangway wurde wieder rangefahren. Die Tür ging nochmal auf und es sprang ein Typ rein, der wie ein Pilot oder sowas aussah und schnell im Cockpit verschwand... Nanu???
Der Rest lief ok, aber wir verpassten den Anschlußflug, wie erwartet. Nun mussten wir uns um eine Bleibe für die Nacht kümmern. Das erledigten wir am Airtport und bekamen ein Hotel direkt in der Nähe. Dort aßen wir noch zu Abend und danach ging es ins Bett da wir um 3.30h wieder raus mußten um den ersten Flieger nach Singapur um 6h zu bekommen. Das klappte auch soweit planmäßig und wir hoben ab. Ja, bis zum Landeanflug klappte auch alles bestens. Kurz über der Landebahn wurde es unruhig und der Pilot startete durch weil sich ein Unwetter zusammengebraut hatte. Wir kreisten noch ein paarmal über der Stadt und brachen schließlich ab weil der Treibstoff ausgegangen war. So landeten wir auf einem Urwaldflughafen in Malaysia um zu tanken und das Unwetter abzuwarten. Das ganze dauerte nochmal etwa 2 Std. bis wir dann endlich nach Singapur abhoben und kurz darauf endlich landeten.Singapur ist schon eine Beeindruckende Stadt. Obwohl von den Ausmaßen nicht sonderlich groß, nämlich ca.700qkm, versucht sich die der Stadtstaat an ständig neuen Superlativen. Diese fangen an bei der Landgewinnung, die in zwischen etwa 150qkm umfasst, geht über die Vielzahl an enomen Einkaufszentren bis zu einer Bauaktivität, die Bauunternehmen andernorts die Tränen in die Augen treiben würde. So hat das im Bau befindliche Casino (im unteren Bild links) ein Investitionsvolumen von über 5Mrd USD und es werden z.Z. noch mindestens elf weitere Wolkenkratzer gebaut. Ohnehin scheint das Wort Krise in SNG ein Fremdwort zu sein, wenn man den Konsum und die Aktivitäten dort sieht. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht so enden wird wie in Dubai.
Wir wurden zu unserem Hotel Swissôtel The Stamford gebracht und machten uns noch schnell fertig. Der erste Tag in Singapur war schon halb rum und wir beschlossen einen ersten Überblick durch eine Stadtrundfahrt zu erlangen. Das klappte auch sehr gut und wir stellten fest, das neben den vielen Kulturen (Inder, Chinesen, Malayen usw.) und ihren Stadtteilen das Stadtbild durch den Wechsel zwischen traditionellem und modernem und viele Grünflächen geprägt ist. Abends waren wir mit Bekannten verabredet und in Little India essen. Im Banana Leaf Apolo isst man von Bananenblättern und bekommt hervorragende nordindische Küche serviert. Man sollte aber beachten, dass die Restaurants derart runtergekühlt werden, das ein langärmliges Hemd ratsam ist.
In Hommage an einen meiner Lieblingsfilme, möchte ich eine Begebenheit nicht unerwähnt lassen. Ja, wir haben ihn gehört! Den Verkehrsbericht von Singapur! Ich konnte mir ja nie so wirklich etwas darunter vorstellen, aber nun weiss ich was Otti damit im Superstau meinte. Als Auswärtiger versteht man gar nichts, aber rein gar nichts, von dem was erzählt wird. Es ist eine Aneinaderreihung von Abkürzungen, die für diverse Expressways stehen, und man als Tourist hoffnungslos überfordert wäre. Da geht es dann um den BKE, CTE, ECP, KJE, PIE oder TPE. Sagenhaft! Da kann man nur sagen: Freie Fahrt.
Das alt ehrwürdige Raffles. Wo Kolonialstil auf Moderne trifft
Detail des Esplanade
Cavenagh Bridge vor dem EsplanadeUnseren letzten Abend dinierten wir im Equinox. Es ist das höchstgelegene Restaurant der Stadt und liegt in der 70. Etage des Swissôtel. Während wir das Menü genossen und einen schönen Abend verlebten, konnten wir die Lichter der Stadt unter uns sehen.
Vor unserem Abflug wollten wir auf Philipp´s Anraten hin noch den Zoo sehen. Es sollte alles nicht lange dauern mit der Anfahrt und da wir noch etwa 5 Std Zeit hatten, war alles ok. Allerdings dauerte es 1,5 Std. bis wir dort waren und mit einer ähnlich langen Rückfahrt blieben uns max. 2 Std. Dementsprechend hasteten wir durch dieses Kleinod. Es gibt praktisch keine Gitter und man hat einen ganz anderen Bezug zu den Bewohnern.
Unser Rückflug verlief ähnlich glücklich wie die beiden vorherigen. Unsere drei Plätze waren die einzigen, bei denen das Entertainmentsystem nicht funktionierte und somit auch kein Licht usw. Aber dafür landeten wir wenigstens pünktlich in Ffm.
Top 5 Tauchplätze:
1. Ahmed/ Nusa Laut
2. Hausriff
3. Shark Cave/ Haruku
4. Batu Palau/ Saparua
5. Tanjung Aboru/ Haruku
Sonntag, 7. März 2010
Aquario Vasco da Gama Lissabon
Nachdem ich schon das Ozeanarium in Lissabon beschrieben habe, möchte ich noch ein weiteres Kleinod in dieser schönen Stadt vorstellen.
Es handelt sich dabei um das ehrwürdige Aquarium Vasco da Gama im Stadtteil Algés. Schon lange bevor man überhaupt einen Gedanken an die Errichtung eines der größten Aquarien der Welt, das Ozeanarium, verschwendete, brachte dieses Haus allen Interessierten schon die Welt unter Wasser näher.
Schon als ich es im Kindesalter das erste mal besuchte, war es recht betagt. Mit nun über 110 Jahren auf dem Buckel, ist es eines der ältesten öffentlichen Aquarien der Welt. Das besondere an diesem Haus ist, das es zweigeteilt ist. Es besteht aus dem Aquarium, das viele kleine Becken mit unterschiedlichsten Fischen und Lebewesen hat, und aus einem Museum das diverse präparierte Exponate zeigt, aber auch einfach diverse Muscheln oder auch nur Fischereiwerkzeug.
Die Aufgaben und Tätigkeiten des Hauses gehen aber weit über die Präsentation von lebenden und toten Fischen hinaus. Man hat sich auch dem Schutz und der Lehre der Meere verschrieben. Es gibt Aufzuchtprogramme für Fische und auch ein Projekt zum Studium und Schutz der Meeressäuger vor der portugiesischen Küste.
Ein Exponat möchte ich nicht unerwähnt lassen, da es mich schon als Kind faszinierte und heute, als Taucher, ein Wunsch ist es lebend zu sehen: Ein Riesenkrake von ca. 8m Länge, der vor vielen Jahrzehnten als Fang in einem Netz endete und den Weg ins Aquario Vasco da Gama fand.
Es handelt sich dabei um das ehrwürdige Aquarium Vasco da Gama im Stadtteil Algés. Schon lange bevor man überhaupt einen Gedanken an die Errichtung eines der größten Aquarien der Welt, das Ozeanarium, verschwendete, brachte dieses Haus allen Interessierten schon die Welt unter Wasser näher.
Schon als ich es im Kindesalter das erste mal besuchte, war es recht betagt. Mit nun über 110 Jahren auf dem Buckel, ist es eines der ältesten öffentlichen Aquarien der Welt. Das besondere an diesem Haus ist, das es zweigeteilt ist. Es besteht aus dem Aquarium, das viele kleine Becken mit unterschiedlichsten Fischen und Lebewesen hat, und aus einem Museum das diverse präparierte Exponate zeigt, aber auch einfach diverse Muscheln oder auch nur Fischereiwerkzeug.
Die Aufgaben und Tätigkeiten des Hauses gehen aber weit über die Präsentation von lebenden und toten Fischen hinaus. Man hat sich auch dem Schutz und der Lehre der Meere verschrieben. Es gibt Aufzuchtprogramme für Fische und auch ein Projekt zum Studium und Schutz der Meeressäuger vor der portugiesischen Küste.
Ein Exponat möchte ich nicht unerwähnt lassen, da es mich schon als Kind faszinierte und heute, als Taucher, ein Wunsch ist es lebend zu sehen: Ein Riesenkrake von ca. 8m Länge, der vor vielen Jahrzehnten als Fang in einem Netz endete und den Weg ins Aquario Vasco da Gama fand.
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