Donnerstag, 29. Oktober 2015

Boahura Express - Meemu Atoll Malediven

Im Rahmen unseres Urlaubs auf Medhufushi (s. auch gesonderten Bericht auf http://joinourjourneys.blogspot.com)  konnte ich auch Boahura Express betauchen, was für mich der beste Spot war, den ich dort erleben durfte.
Der Spot liegt auf der Aussenseite des Atolls vor der Einheimischeninsel Muli. Es handelt sich um ein abfallendes Riff, das stufenweise in die Tiefe verschwindet. Je nach Strömung steigt man nördlich ein und lässt sich nach Süden treiben oder umgekehrt. Tauchgänge werden also immer als Drifts geplant.





In der Nähe des Riffdachs geht es ins Wasser. Das liegt bei etwa 8m. Dort findet man verschiedene Schulen von teils sehr zutraulichen Fischen. Man sieht Orientalische Süßlippen und Buckelschnapper und kann sich ihnen bis auf armlänge nähern. Auf dem Riffdach befindet sich auch eine Putzerstation für Mantas bzw gehört diese dann schon eher zum nördlich gelegenen Spot Mantas and more. Man sollte aber immer die Augen offen halten, denn sie tauchen auch hier auf.



Wenn man dann über die Kante bei ca 12m in den steileren Bereich kommt, kann man viele kleine Riffbewohner beobachten. Es lohnt dabei auch ein Blick in die braunen Hartkorallen, die dort hundertfach vorkommen. Sie beherbergen nämlich kleine Krebse.



Beim Blick in die Tiefe, an die nächste Kante bevor es steil abfällt, sieht man oft Whitetips und Graue Riffhaie patroullieren. Im Blauwasser hat man die Chance imposanten Hundezahnthunas und Adlerrochen zu begegnen.


 

Bei Strömung ist dieser Spot sicherlich anspruchsvoll, ohne sie kann man auch mit wenig Erfahrung an diesem Ort viel Adrenalin verspüren.
Für mich war dieser Spot das klare Highlight, auch wenn es schönere Riffe im Atollinneren gibt. Aber die Chance und hohe Wahrscheinlichkeit große Meeresbewohner zu erleben ist es auf jeden Fall wert dort zu tauchen.

Montag, 14. September 2015

Taiji 3

Taiji… Dieser Ort ist zum Synonym fuer Qual, Leid und unerträgliche Gleichgültigkeit gegenüber Tieren, genauer gesagt: Delphinen und Walen, geworden. Jedes mal wenn ich diesen Namen höre jagt es mir einen Schauer über den Rücken, da dieser gottverlassene Ort noch nie gute Nachrichten hervorgebracht hat. Dieser Ort reiht sich, in der Tierwelt, voll in die traurige Liste der großen Schlachtfelder der Geschichte ein. Gerade Japan dürfte von solchen Ereignissen durchaus geprägt worden sein. Man denke nur an Okinawa, Peleliu oder Guadalcanal…
Wie jedes Jahr findet dort ein Gemetzel unvorstellbaren Ausmaßes statt und irgendwie gelingt es nicht, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Gibt es wirklich noch immer Delphinarien oder Shows, die Tiere mit diesem Herkunftsstempel kaufen? Ist noch nicht angekommen, dass die Tiere in Gefangenschaft ihre ganze soziale Bindung verlieren und seelisch zugrunde gehen? (siehe auch NG Artikel in 06/15)
Oder wird das Fleisch dieser hochintelligenten Tiere, die übrigens auch ein Anrecht auf ein Leben in Frieden haben, in Japan noch immer verzehrt, trotz der Tatsache, dass es erwiesenermaßen mit Schwermetallen wie Quecksilber und Kadmium belastet ist?
Scheiss auf Tradition und was alles an Argumenten vorgebracht wird, alles Unfug. Unter diesem Deckmantel wird doch nur versucht Unrecht zu rechtfertigen. Es ist das Geld, das immernoch der Lockruf ist, und solange es Abnehmer für diese bedauernswerten Kreaturen gibt, wird es auch jedes Jahr dieses schauerliche Schauspiel geben. Es wird Zeit, dass die Politik sich dessen annimmt und mal ein Machtwort spricht. Wie lange müssen wir noch (halbwegs) tatenlos zusehen wie reihenweise gemordet und gequält wird, während engagierte Menschen, die versuchen das zu verhindern, verhaftet werden? Dort wird Zivilcourage ad absurdum geführt und auch noch als kriminell verkauft.

Samstag, 15. August 2015

Nachhaltige Fischerei 2

Im Dezember 2011 habe ich bereits über das Thema nachhaltiger Fischerei geschrieben und versucht bei euch Lesern ein gewisses Bewusstsein zu wecken bei der Auswahl der gekauften Fische. So habe ich z.B. MSC hervorgehoben, aber man kann auch jedes andere Zertifizierungsprogramm nennen.
Was allerdings interessant ist, ist die Tatsache, dass diese Programme und Gesellschaften oftmals von Unternehmen ins Leben gerufen werden und wurden, die ein eigenes Interesse verfolgen beim Vertrieb ihrer Produkte. Ein Schelm wer also Böses denkt.
Heute habe ich allerdings einen Bericht auf Homepage von Tauchen gelesen, der ganz und gar nicht schön ist. Darin wird wiedereinmal die unaufhörliche Jagd auf Haie angeklagt und die nicht aufhörende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Interessanterweise geht es nicht um den Fang von Haien irgendwo in weiter Ferne, im Pazifik z.B., sondern um die Jagd nach ihnen in Europa. Die spanische Stadt Vigo gilt wohl als Hauptumschlagplatz der Haie und die spanischen und portugiesischen Flotten ziehen munter einen Hai nach dem anderen aus den Gewässern vor der Iberischen Halbinsel. Vor allem um die Azoren, was ich bisher für ein relativ unberührtes Gebiet hielt, wird immer weiter gefischt was das Zeug hält. Dabei wird auch von Seiten der Politik nichts unternommen, sondern wohl gehofft, dass sowohl die Taucher und Touristen als auch die Fischfangflotten schön Profit abwerfen.
Wenn ich mich an die tollen Erlebnisse mit den Blauhaien vor Faial auf den Azoren erinnere, läuft es mir kalt den Rücken runter, das die Bestände immer weiter dezimiert werden.
Hier ein kurzer Film über einen Tag in Vigo:



Was hat das alles mit nachhaltiger Fischerei zu tun? Rein gar nichts! Aber interessant ist es, dass die Spanische Flotte wohl beantragt hat das MSC Siegel für ihre Blauhaifischerei zu erhalten. Ich fände es sehr bedenklich, wenn dies eintreten würde, denn die Fangmethoden wie Langleinenfischerei gehören zum Schlimmsten was man im Meer anstellen kann. Ich bezweifle stark, dass die Haifischerei in jeglicher Form nachhaltig funktionieren kann. Seien es Dornhaie oder Makos, oder was auch immer. Die meisten Haie haben eine sehr langsame Reproduktionsrate und viele werden auch erst spät Geschlechtsreif. Dies trifft zwar auf Blauhaie nicht zu, aber ein weiteres Problem ist der Beifang von anderen Haien.
Wie ihr seht, ist es ein Teufelskreis und ich denke nicht, dass daran irgendetwas Nachhaltiges zu finden ist. Es wird immer ausgebeutet bis die Populationen verschwunden sind und das weil immer nur Profitgier im Vordergrund steht. Wenn nun auch eine Institution wie MSC (oder jegliche andere Zertifizierungsgesellschaft) hergeht und so etwas gutheißt, sollte man sich fragen ob sie nch vertrauenswürdig ist.
Der Ordnung halber will ich aber noch erwähnen, dass MSC zu den Anschuldigungen im o.g. Artikel Stellung bezogen hat. Hier findet ihr den Wortlaut.

Sonntag, 9. August 2015

Beyond the cage of fear / Der Weisse Hai - Täter oder Opfer

Wenn man so rumfragt wie jemand den Weissen Hai sieht und was er bei dessen Anblick empfindet, wird man wohl kaum positive Antworten erhalten. Begriffe wie Angst, Agressitiät und Bestie werden diese Eindrücke oft umschreiben. Im besseren Fall ist es Respekt, perfekter Räuber oder Ende der Nahrungskette. Wie ich bereits häufig hier ausführte, ist der Hai, und insbesondere der Weisse Hai ein wichtiger Bewohner der Meere und unerlässlich für das Gleichgewicht in den Ozeanen.
Der Film "Beyond the cage of fear" geht noch einen Schritt weiter. Vor den Inseln von Guadaloupe im Pazifik lebt eine beständige Kolonie von Weissen Haien. Sie waren das Ziel von Mike Hoover und einem Abenteurer-/Forscherteam, die dem schlechte Image des Weissen Hais auf die Pelle rücken wollten. Zunächst wollten sie über einige Tage das Vertrauen einiger Tiere gewinnen und zu einem späteren Zeitpunkt beweisen, dass die Tiere durchaus sozial sind und nur unter bestimmten Umständen die zähnefletschenden Räuber sind. Das sind nämlich eben die Umstände wenn sie auf der Jagd sind, bzw wenn wir Menschen sie anfüttern um eben das Image aufzubauen, unter dem der Hai seit Jahren leidet.
In diesem Film wird, auf einfühlsame Weise, gezeigt, was man beobachten kann, wenn man einen Schritt weiter geht und da weitermacht, wo andere Filme aufhören. Dabei sind Aufnahmen und Erlebnise zustandegekommen, die man kaum für möglich halten mag.
Hier ein Trailer, und für diejenigen, die Interesse an mehr haben sei der 14.8.15 ans Herz gelegt. Dann nämlich gibt es auf ARTE den ganzen Film zu sehen.

Beyond the Cage of Fear - Trailer from Steve Morris on Vimeo.

Dienstag, 4. August 2015

Robbie Maddison's Pipe Dream

Ok, zugegeben, hierbei geht es weder um Nachhaltigkeit und Schutz der Meere usw. Eigentlich ist auch ein Stückweit das Gegenteil der Fall weil es total bescheuert ist... Aber... es ist auch schon wieder so cool, dass man kopfschüttelnd grinsen muß und sich das auch gern ein zweites mal antut...
Voilá


Sonntag, 12. Juli 2015

Shark Week

Heute geht die 28. Shark Week zu Ende, die seit 1988 jährlich auf Discovery Channel ausgestrahlt wird. In dieser Zeit wurden unzählige Produktionen gezeigt, deren Ziel ist, den Hai nicht als Menschenmordende Maschine zu zeigen, sondern als Lebewesen mit durchaus wichtigen Aufgaben im Lebensraum Meer. Dies ist sicherlich nicht immer eindrucksvoll gelungen, denn natürlich darf auch nicht das Spektakel fehlen, das eigentlich auch jeder sehen will. Es ist ja nicht so, dass die Befürworter von Haischutzmaßnahmen keinen Nervenkitzel verspüren wollen. Man möchte sich durch Anfüttern von Weißen Haien gern mal der Spannung aussetzen, mit ihm zur gleichen Zeit im Wasser zu sein. Selbstredend im Käfig...

 
Oder aber die Aktionen, bei denen Haie an einigen Spots auf der Welt bekanntermaßen gefüttert werden und man diesen Thrill buchen kann. Die Bahamas sind so ein Ort an dem so etwas möglich ist. Über Sinn oder Unsinn solcher Aktionen möchte ich hier nicht urteilen, denn das muß jeder selbst für sich entscheiden. Aber unbestritten ist, dass solche Konfrontationen durchaus das Bewusstsein stärken können, dass der Hai eben nicht ein Killer ist, sondern Jäger; und das wie kaum ein anderer.
Es gibt aber auch sehr wissenschaftliche und nachvollziehbare Dokumentationen im Rahmen dieser Themenwoche. So konnte man von einem Doktoranden erfahren, der zwei Monate auf einem Fischtrawler mitgefahren ist und den Beifang analysiert hat. Dabei kamen einige Tiefseehaie an Bord, die somit getagt, vermessen und freigelassen werden konnten.
Oder die Sendung von Menschen, die Opfer von Haien wurden und sich trotzdem für deren Schutz einsetzen. Wirklich bemerkenswert und Zeugnis für Menschen, die sich Gedanken machen statt den Blödsinn der vielfach verbreitet wird, nachzublöken. 
Alles in allem war es auch dieses Jahr wieder ein schöner Ansatz um den Menschen den Hai näher zu bringen und auch wenn der ein oder andere Beitrag etwas über da Ziel hinausschoß, so ist doch sehr viel Sehenswertes dabei gewesen.

Sonntag, 19. April 2015

Ocean Film Tour 2015

Auf der Ocean Film Tour gibt es derzeit die Möglichkeit eine sehr gute Auswahl an Filmen zu sehen, die in irgendeiner Form mit dem Meer zu tun haben. Sei es Actionsport oder Dokumentation; es dürfte für jeden Wasserinteressierten etwas dabei sein.
Herausragend waren in meinen Augen die Filme (R)evolution, Storm Chase und And then we swam.
Erstgenannter Film ist eine erneute Warnung an den Menschen seine Lebensweise zu überdenken und aktiv zu werden um die Meere vor dem Aussterben zu bewahren. Bei Storm Chase geht es um Surfer, die dann erst aufs Wasser gehen, wenn kein anderer mehr aus dem Haus geht. Und der letzt genannte Film ist wieder einmal derjenige, der die meisten Lacher auf seiner Seite hatte, weil eine Schnapsidee Helden machte.

Hier noch der offizielle Trailer