Es gibt Orte auf der
Welt, die der Inbegriff für Ausrottung, Quälerei und tausendfaches
Leid an der Tierwelt geworden sind. Orte wie Taiji, Carloforte oder
einige Färöer Inseln fallen mir spontan ein und das Töten geht
dort immer weiter weil es Tradition ist und was weiss ich was…
Lamakera ist ein Dorf
auf der indonesischen Insel Solor. Eigentlich ist es wirklich
ziemlich klein und auch unbedeutend, wenn da nicht eine Besonderheit
wäre, die diesen Ort ins Bewusstsein der Außenwelt gerückt hat.
Die Männer des Ortes sind fast ausschließlich Fischer und
spezialisiert auf eine Beute: Mantas! Sie jagen sie schon seit langer
Zeit und vor den heutigen Fischern waren schon ihre Väter und
Großväter auf dem Meer um die Rochen zu fangen. Gejagt wurde zum
eigenen Konsum und um ein wenig Geschäft mit den Nachbardörfern zu
betreiben. In den letzten Jahren aber tauchten Leute auf, die viel
Geld boten für die Mantas und auch mehr kaufen wollten als es bis
dato üblich war. Und so fingen die Fischer an systematisch Mantas zu
jagen und die Ausbeute zu steigern.
Die Fremden zahlten
gut, wenn sie auch überwiegend nur an einem Teil des Mantas
interessiert waren: den Kiemenplatten. Es sind Zwischenhändler für
Anhänger fernöstlicher Medizin, die in diesen Kiemenplatten wieder
einmal ein Allheilmittel für eine ganze Latte von Krankheiten und
Fehlfunktionen im menschlichen Körper sehen.
Es sprach sich also
rum, dass in Lamakera auf einmal viel mehr gefischt wurde als
wirklich benötigt, und so erlangte die Weltöffentlichkeit Kenntnis
von dem Treiben einiger dunkler Mächte, die redliche Fischer für
ihre Geschäfte missbrauchten.
Lamakera bzw die Gegend
um das Dorf ist gesegnet mit einem hohen Vorkommen von Mantas und
Mobulas. Sie kommen dort so zahlreich vor, wie nur an wenigen anderen
Orten auf der Welt. Dies liegt an der Lage des Ortes, an der
gleichnamigen Meerenge, die die Savusee mit der Bandasee verbindet
und Wanderweg von diversen pelagischen Fischen und Säugern, von
Mantas bis Walen, ist. Bis vor wenigen Jahren haben die Menschen und
Tiere auch in einem guten Gleichgewicht gelebt. Doch die erhöhte
Nachfrage und die damit verbundene gestiegene Fangquote hat dieses
Gleichgewicht empfindlich gestört.
Schon seit einigen
Jahren wurde nach Möglichkeiten gesucht das Abschlachten zu
verhindern und Alternativen aufzuzeigen, doch erst mit der
Entscheidung der Indonesischen Regierung die Hoheitsgewässer
komplett als Schutzgebiet
zu deklarieren und die Mantas unter besonderen Schutz zu stellen,
bekamen Tierschutzorganisationen den rechtlichen Rahmen um aktiv zu
werden. So wurde mit Hilfe von diversen Stiftungen und Hilfsprojekten
die Bevölkerung in vielerlei Hinsicht geschult und es wurden
Möglichkeiten aufgezeigt wie man mit lebenden Mantas mehr erreichen
kann. So wurde die lokale Bevölkerung über nachhaltige Fischerei
informiert, sowie die Fischer als Ranger und Führer ausgebildet.
Langsam nimmt die Idee,
die Region in Richtung Ökotourismus zu entwickeln, Gestalt an und
die ersten Abenteurer haben dieses abgelegene Gebiet bereits
besucht.
An Lakamera kann man
sehen, wie mit nachsichtiger Hilfestellung und dem Respekt vor den
Menschen eine gute Lösung für vielerlei Bedürfnisse gefunden
werden kann. Bleibt zu hoffen, dass dieser Weg auch in Zukunft
beschritten wird und die Bevölkerung, sowie die Fauna von den neuen
Prioritäten der Gesellschaft profitieren werden.
Weitere Informationen findet ihr hier:
Wildaid
Mantatrust
Mantarayofhope
Samstag, 13. Februar 2016
Sonntag, 7. Februar 2016
El Nino 2015/2016 Momentaufnahme
Vor etwa drei Monaten habe ich mich schon über den El Nino geäußert und kurz beschrieben womit wir es zu tun haben und was uns bevorsteht.
Nach der ersten Hysterie ist das Thema vielerorts wieder in der Versenkung verschwunden und man liest nur noch relativ selten darüber bzw. eher auf speziellen Seiten. Was ist also bisher passiert und wie genau waren die Vorhersagen? Zeit für eine Momentaufnahme.
In wieweit sind die Vorhersagen eingetreten, die damals getroffen wurden?
Was wir beobachten konnten, ist das die Anomalie wie vorhergesagt im zentralen Pazifik die stärksten Auswirkungen gezeigt hat und es noch immer tut. Seit vielen Wochen haben die ganzen Inselstaaten des Pazifik mit massiv erhöhten Temperaturen zu kämpfen, und den damit verbundenen Schäden. Inzwischen wird auch im Westpazifik ein erhöhtes Stressszenario festgestellt. Während es vor einigen Wochen dort noch einen umgekehrten Effekt von niedrigeren Temperaturen gab, stiegen sie nun auch über die Normalwerte und erreichen bedenkliche Grenzen. Im Indischen Ozean steigen die Temperaturen nun auch deutlich an und lassen Schlimmes befürchten. Dafür gibt es aber aus dem Atlantik/Karibik aber Entwarnung zu vermelden. Hier kann man weitestgehend behaupten, dass der El Nino sich verabschiedet hat.
Welche Auswirkungen sind zu erwarten bzw schon eingetreten?
Wer denkt, dass El Nino sich nur auf die Meere auswirkt, der sei eines Besseren belehrt. Die Umkehr der Strömung (vom Westpazifik in den Ostpazifik, statt umgekehrt im Normalfall) führt dazu, dass Amerika mehr Regen als üblich abbekommt. In Nordamerika wird dies bisher eher als Segen wahrgenommen, da es in z.B. Kalifornien eine schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürre beendet hat. Südamerika hingegen, erlebt Überschwemmungen biblischen Ausmaßes.
Die westpazifischen Anrainerstaaten hingegen erleben den Ausfall der Regenzeit. In Zusammenhang mit den Brandrodungen, die vor allem in Indonesien kurz vor Ende der Trockenzeit stattfinden (und die normalerweise durch die einsetzenden Regenfälle gelöscht werden) ist die Zerstörung doppelt schlimm.
Das südliche Afrika erlebt auch eine Dürre wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Seit einigen Monaten hat es nicht geregnet und man blickt enormen Ernteausfällen entgegen. Wasser wird rationalisiert und Mensch sowie Tier leiden stark darunter.
Auch wenn El Nino nicht der Verursacher der beschriebenen Probleme ist, so wurden sie durch ihn teilweise zu Katastrophen.
Wie wird es weitergehen?
Während der Höhepunkt wohl überschritten ist und das Stressszenario seitdem etwas abnimmt, ist dennoch mit weitherhin deutlich erhöhten Temperaturen, bis in den März zu rechnen. Im Frühjahr bis in den Sommer hinein geht man inzwischen von einer Abschwächung aus, die dann im neutralen Bereich für Mitte des Jahres zu erwarten ist.
Mit dem Verschwinden der Anomalie wird es leider nicht getan sein, denn was einmal zerstört ist, wird so schnell nicht wieder zum Leben erwachen. Es wird von vielen Einflussfaktoren abhängen wie sich die Riffe erholen werden und vor allem wird es viel Zeit in Anspruch nehmen (es kann sich hierbei um viele Jahre handeln) bis ein abgestorbenes Riff wieder Leben hervorbringen wird. Wenn überhaupt!
Eine ausführlicher Bericht wurde gestern in der FAZ veröffentlicht.
Nach der ersten Hysterie ist das Thema vielerorts wieder in der Versenkung verschwunden und man liest nur noch relativ selten darüber bzw. eher auf speziellen Seiten. Was ist also bisher passiert und wie genau waren die Vorhersagen? Zeit für eine Momentaufnahme.
In wieweit sind die Vorhersagen eingetreten, die damals getroffen wurden?
Was wir beobachten konnten, ist das die Anomalie wie vorhergesagt im zentralen Pazifik die stärksten Auswirkungen gezeigt hat und es noch immer tut. Seit vielen Wochen haben die ganzen Inselstaaten des Pazifik mit massiv erhöhten Temperaturen zu kämpfen, und den damit verbundenen Schäden. Inzwischen wird auch im Westpazifik ein erhöhtes Stressszenario festgestellt. Während es vor einigen Wochen dort noch einen umgekehrten Effekt von niedrigeren Temperaturen gab, stiegen sie nun auch über die Normalwerte und erreichen bedenkliche Grenzen. Im Indischen Ozean steigen die Temperaturen nun auch deutlich an und lassen Schlimmes befürchten. Dafür gibt es aber aus dem Atlantik/Karibik aber Entwarnung zu vermelden. Hier kann man weitestgehend behaupten, dass der El Nino sich verabschiedet hat.
Welche Auswirkungen sind zu erwarten bzw schon eingetreten?
Wer denkt, dass El Nino sich nur auf die Meere auswirkt, der sei eines Besseren belehrt. Die Umkehr der Strömung (vom Westpazifik in den Ostpazifik, statt umgekehrt im Normalfall) führt dazu, dass Amerika mehr Regen als üblich abbekommt. In Nordamerika wird dies bisher eher als Segen wahrgenommen, da es in z.B. Kalifornien eine schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürre beendet hat. Südamerika hingegen, erlebt Überschwemmungen biblischen Ausmaßes.
Die westpazifischen Anrainerstaaten hingegen erleben den Ausfall der Regenzeit. In Zusammenhang mit den Brandrodungen, die vor allem in Indonesien kurz vor Ende der Trockenzeit stattfinden (und die normalerweise durch die einsetzenden Regenfälle gelöscht werden) ist die Zerstörung doppelt schlimm.
Das südliche Afrika erlebt auch eine Dürre wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Seit einigen Monaten hat es nicht geregnet und man blickt enormen Ernteausfällen entgegen. Wasser wird rationalisiert und Mensch sowie Tier leiden stark darunter.
Auch wenn El Nino nicht der Verursacher der beschriebenen Probleme ist, so wurden sie durch ihn teilweise zu Katastrophen.
Wie wird es weitergehen?
Während der Höhepunkt wohl überschritten ist und das Stressszenario seitdem etwas abnimmt, ist dennoch mit weitherhin deutlich erhöhten Temperaturen, bis in den März zu rechnen. Im Frühjahr bis in den Sommer hinein geht man inzwischen von einer Abschwächung aus, die dann im neutralen Bereich für Mitte des Jahres zu erwarten ist.
Der Ausblick Feb-Mai mit einer 60% Wahrscheinlichkeit
Mit dem Verschwinden der Anomalie wird es leider nicht getan sein, denn was einmal zerstört ist, wird so schnell nicht wieder zum Leben erwachen. Es wird von vielen Einflussfaktoren abhängen wie sich die Riffe erholen werden und vor allem wird es viel Zeit in Anspruch nehmen (es kann sich hierbei um viele Jahre handeln) bis ein abgestorbenes Riff wieder Leben hervorbringen wird. Wenn überhaupt!
Eine ausführlicher Bericht wurde gestern in der FAZ veröffentlicht.
Montag, 1. Februar 2016
Anlocken von Haien - Rolling a bottle for a Silvertip
Im Laufe der Tauchkarriere verschieben sich Prioritäten oftmals. Am Anfang ist alles spannend und die Reizüberflutung ist derart groß, dass erstmal keine Wünsche offen bleiben. Später stellt man fest, dass es Wesen gibt die selten sind, und irgendwann kommt möglicherweise der Wunsch auf, diese zu finden und zu sehen. Für manche sind es kleine Critter, andere wollen tolle Wracks betauchen und wieder andere brauchen den Nervenkitzel, den man bei Begegnungen mit den Großen der Meere verspürt.
Wenn man dann mit erfahrenen Tauchern spricht oder taucht, kann man mit bestimmten Tricks die Wahrscheinlichkeit von Begegnungen erhöhen. So gibt es in Taucherkreisen beispielsweise den Kniff, dass man mit dem Rollen von Plastikflaschen unterwasser das Brechen von Knochen von Fischen simulieren kann.
Ob es funktioniert oder nicht, erfährt man oftmals erst im Eigenversuch. Nachfolgend das Erlebnis von zwei Tauchern, die sowas mal probiert haben.
Auch wenn der Clip schon älter ist, ist er immer wieder beeindruckend.
Aber nicht auszudenken, was hätte passieren auf knapp 60m... Bitte nicht nachmachen!
Wenn man dann mit erfahrenen Tauchern spricht oder taucht, kann man mit bestimmten Tricks die Wahrscheinlichkeit von Begegnungen erhöhen. So gibt es in Taucherkreisen beispielsweise den Kniff, dass man mit dem Rollen von Plastikflaschen unterwasser das Brechen von Knochen von Fischen simulieren kann.
Ob es funktioniert oder nicht, erfährt man oftmals erst im Eigenversuch. Nachfolgend das Erlebnis von zwei Tauchern, die sowas mal probiert haben.
Auch wenn der Clip schon älter ist, ist er immer wieder beeindruckend.
Aber nicht auszudenken, was hätte passieren auf knapp 60m... Bitte nicht nachmachen!
Dienstag, 12. Januar 2016
Fangverbot für Mantas in Peru
Seit einigen Jahren ist bereits eine vermehrte Jagd auf Mantas und Mobulas zu beobachten. Dies äußerte sich in immer häufigerem Auftauchen dieser Kreaturen auf den bekannten Umschlagplätzen weltweit. Zunächst stellten sich Naturschützer und andere Beobachter die Frage ob es mit der Verknappung des Haifischflossenangebots zusammenhing oder um einfach die Ächtung zu umgehen, doch dies stellte sich nicht als der Grund heraus. Vielmehr ist ein scheinbar lange in Vergessenheit geratenes Heilmittel der chinesischen Medizin, das vor einigen Jahren wiederentdeckt wurde: die Kiemen. Sie sollen wieder einmal ein Allheilmittel sein, das von Asthma über Entgiftung des Körpers bis hin zu Krebsheilung, helfen soll.
So werden jedes Jahr vermutlich 150.000 Mantas gefangen und fast ausschließlich wegen der Kiemen, die nur einen kleinen Teil des Gewichts ausmachen.
Nun wurde in Peru eine Resolution verabschiedet, die den Fang von Mantas in peruanischen Gewässern unter Strafe stellt, bzw verlangt, dass Mantas, die als Beifang an Bord gezogen werden, sofort wieder freigelassen werden müssen. Das Ziel ist, eine nachhaltige Fischerei zu schaffen und weg von der Jagd, hin zu Manta-Tourismus zu gelangen. Peru verfügt über die größte zusammenhängende Population weltweit, und zieht mit seiner Entscheidung den equadoriantischen Gesetzgebern nach, die die Mantas ihrerseits schon unter Schutz gestellt haben. Dies ist eine logische Konsequenz, da die jeweiligen Populationen innerhalb der Hoheitsgebiete umherziehen.
Leider wurden die Mobulas, kleinere Verwandte der Mantas, nicht unter den gleichen Schutz gestellt, was von Seiten der involvierten Naturschutzorganisationen wie WildAid, Manta Trust und Planeta Oceano mit Unverständnis quittiert wird und weitere Aktionen folgen lassen wird um ihnen den gleichen Status zu gewährleisten.
Mit dieser Entscheidung hat sich Peru in eine Reihe von Staaten eingereiht, die Mantas bereits aktiv und streng schützen.
Cheeky Giant Manta from Blue Sphere Media on Vimeo.
So werden jedes Jahr vermutlich 150.000 Mantas gefangen und fast ausschließlich wegen der Kiemen, die nur einen kleinen Teil des Gewichts ausmachen.
Nun wurde in Peru eine Resolution verabschiedet, die den Fang von Mantas in peruanischen Gewässern unter Strafe stellt, bzw verlangt, dass Mantas, die als Beifang an Bord gezogen werden, sofort wieder freigelassen werden müssen. Das Ziel ist, eine nachhaltige Fischerei zu schaffen und weg von der Jagd, hin zu Manta-Tourismus zu gelangen. Peru verfügt über die größte zusammenhängende Population weltweit, und zieht mit seiner Entscheidung den equadoriantischen Gesetzgebern nach, die die Mantas ihrerseits schon unter Schutz gestellt haben. Dies ist eine logische Konsequenz, da die jeweiligen Populationen innerhalb der Hoheitsgebiete umherziehen.
Leider wurden die Mobulas, kleinere Verwandte der Mantas, nicht unter den gleichen Schutz gestellt, was von Seiten der involvierten Naturschutzorganisationen wie WildAid, Manta Trust und Planeta Oceano mit Unverständnis quittiert wird und weitere Aktionen folgen lassen wird um ihnen den gleichen Status zu gewährleisten.
Mit dieser Entscheidung hat sich Peru in eine Reihe von Staaten eingereiht, die Mantas bereits aktiv und streng schützen.
Cheeky Giant Manta from Blue Sphere Media on Vimeo.
Samstag, 26. Dezember 2015
Klimagipfel Paris 2015
Es ist interessant wie Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinanderklaffen können. Der Klimagipfel ist vor einigen Tagen zuende gegangen und wird doch ziemlich unterschiedlich bewertet. Während sich die Politik weitestgehend selbst feiert, kommen von der wissenschaftlich Seite doch eher gedämpfte Töne.
Wenn man sich so einige Passagen anschaut, muss man auch kein Wissenschaftler sein um, bei genauerem Hinschauen, wieder die juristischen Winkelzüge solcher Veranstaltungen zu erkennen.
So wird z.B. veruscht, den CO2 Ausstoß zu verringern. Prinzipiell ein wichtiger Schritt, aber in der festgehaltenen Vereinbarung auch wieder nur Augenwischerei. In Europa wird man versuchen das ambitionierte Ziel zu erreichen, bis 2030 auf 40% Ausstoß der Menge von 1990 zu kommen. Wenn man dann andere Länder, wie beispielsweise die BRICS Staaten anschaut, die sich dem Niveau der entwickelten Staaten angleichen dürfen, heisst das, dass sie in diesem Zeitraum ihren Ausstoß noch erhöhen dürfen... Toller Beschluss...
Ausserdem werden Waldflächen gegen die Emissionsmengen aufgerechnet, was bei Ländern wie Brasilien und Russland, natürlich bedeutet, dass sie eigentlich nichts tun brauchen, sondern gerade so weitermachen können wie bisher.
Auch aus dem Mittleren Osten, den Golfstaaten, durfte nicht allzuviel zu erwarten gewesen sein, da sie sicherlich nicht dafür stimmen, wenn man ihnen den Ölhahn abdreht. Lediglich die VAE haben sich auf die Fahnen geschrieben in wenigen Jahren etwa 1/4 ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Sonne genug haben sie ja...
Die USA ist wieder einmal zwiegespalten. Während Obama noch versucht seiner zweite Amtszeit einen grünen Stempel aufzudrücken, wetzen die Republikaner schon die Messer und wollen anlles rückgängig machen um nicht in einen Wettbewerbsnachteil mit den Entwicklungsländern zu kommen, die ja bekanntlich so weitermachen können wie bisher bzw. sogar noch weiter Gas geben können.
Alles in allem also keine Veränderung. Es gibt gute Ansätze, mehr aber auch nicht. Ich befürchte, dass die heutigen Politiker, in der Retrospektive, wenn wir alle nicht mehr da sein werden, als schwache und viel zu halbherzige Generation gelten werden. Die Politik wird viel zu sehr von Außen beeinflusst. Spendengelder für Wahlkämpfe im Sinne der Witschaft sind wichtiger als die Zukunft des Planeten und unserer Nachkommen.
Im Prinzip kann die Klimawende nur funktionieren, wenn jeder einzelne sich selbst diszilpiniert und veruscht Zusammenhänge zu hinterfragen und sich eben nicht von der Werbung, Konsum usw. leiten lässt. Wir müssen kritischer werden und von einer Wegwerfgesellschaft wegkommen und immer wieder selbst hinterfragen ob etwas sein muß, oder ob wir Dinge anders besser hinbekommen.
Solange wir so weitermachen wie bisher, sind wir keinen Deut besser als die Politiker, sondern genauso träge und bequem wie diejenigen, die wir kritisieren.
Wenn man sich so einige Passagen anschaut, muss man auch kein Wissenschaftler sein um, bei genauerem Hinschauen, wieder die juristischen Winkelzüge solcher Veranstaltungen zu erkennen.
So wird z.B. veruscht, den CO2 Ausstoß zu verringern. Prinzipiell ein wichtiger Schritt, aber in der festgehaltenen Vereinbarung auch wieder nur Augenwischerei. In Europa wird man versuchen das ambitionierte Ziel zu erreichen, bis 2030 auf 40% Ausstoß der Menge von 1990 zu kommen. Wenn man dann andere Länder, wie beispielsweise die BRICS Staaten anschaut, die sich dem Niveau der entwickelten Staaten angleichen dürfen, heisst das, dass sie in diesem Zeitraum ihren Ausstoß noch erhöhen dürfen... Toller Beschluss...
Ausserdem werden Waldflächen gegen die Emissionsmengen aufgerechnet, was bei Ländern wie Brasilien und Russland, natürlich bedeutet, dass sie eigentlich nichts tun brauchen, sondern gerade so weitermachen können wie bisher.
Auch aus dem Mittleren Osten, den Golfstaaten, durfte nicht allzuviel zu erwarten gewesen sein, da sie sicherlich nicht dafür stimmen, wenn man ihnen den Ölhahn abdreht. Lediglich die VAE haben sich auf die Fahnen geschrieben in wenigen Jahren etwa 1/4 ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Sonne genug haben sie ja...
Die USA ist wieder einmal zwiegespalten. Während Obama noch versucht seiner zweite Amtszeit einen grünen Stempel aufzudrücken, wetzen die Republikaner schon die Messer und wollen anlles rückgängig machen um nicht in einen Wettbewerbsnachteil mit den Entwicklungsländern zu kommen, die ja bekanntlich so weitermachen können wie bisher bzw. sogar noch weiter Gas geben können.
Alles in allem also keine Veränderung. Es gibt gute Ansätze, mehr aber auch nicht. Ich befürchte, dass die heutigen Politiker, in der Retrospektive, wenn wir alle nicht mehr da sein werden, als schwache und viel zu halbherzige Generation gelten werden. Die Politik wird viel zu sehr von Außen beeinflusst. Spendengelder für Wahlkämpfe im Sinne der Witschaft sind wichtiger als die Zukunft des Planeten und unserer Nachkommen.
Im Prinzip kann die Klimawende nur funktionieren, wenn jeder einzelne sich selbst diszilpiniert und veruscht Zusammenhänge zu hinterfragen und sich eben nicht von der Werbung, Konsum usw. leiten lässt. Wir müssen kritischer werden und von einer Wegwerfgesellschaft wegkommen und immer wieder selbst hinterfragen ob etwas sein muß, oder ob wir Dinge anders besser hinbekommen.
Solange wir so weitermachen wie bisher, sind wir keinen Deut besser als die Politiker, sondern genauso träge und bequem wie diejenigen, die wir kritisieren.
Sonntag, 15. November 2015
Ben und Duggie - Ungewöhnliche Tierfreundschaft
Ungewöhnliche Tierfreundschaften gibt es viele. Hunde mit Katzen, Affen mit Raubkatzen und sogar ein Nilpferd und eine Riesenschildkröte gibt es.
Ein der ungewöhnlichsten aber dürfte die von Ben, dem Labrador und Duggie, dem Flaschenhalsdelphin, sein. Vor allem auch deshalb, weil sie beide bereits ausgewachsen sind, was bei vielen anderen nicht der Fall ist und so oft der Schutzinstinkt des älteren Tiers geweckt wird.
Hier ist das anders. Duggie, tauchte 2006 vor der Insel Tory in Irland auf, als ein Artgenosse dort gestrandet und verendet war. Man vermutet, es war der Partner von Duggie, die (es ist ein Weibchen) nicht mehr weitergezogen ist, sondern regelmäßig in der Bucht auftaucht. Ben muss das aufgefallen sein und irgendwann sprang er ins Wasser und so begann die Freundschaft. Beide können sich stundenlang im Wasser vernügen und wenn die Kräfte bei Ben nachlassen, hilft Duggie ihn an Land.
Interessanterweise hat Duggie sich nie anderen Delphinschulen angeschlossen, die ab und zu dort vorbeikommen. Sie bleibt immer zurück, bei ihrem Ben.
Ein der ungewöhnlichsten aber dürfte die von Ben, dem Labrador und Duggie, dem Flaschenhalsdelphin, sein. Vor allem auch deshalb, weil sie beide bereits ausgewachsen sind, was bei vielen anderen nicht der Fall ist und so oft der Schutzinstinkt des älteren Tiers geweckt wird.
Hier ist das anders. Duggie, tauchte 2006 vor der Insel Tory in Irland auf, als ein Artgenosse dort gestrandet und verendet war. Man vermutet, es war der Partner von Duggie, die (es ist ein Weibchen) nicht mehr weitergezogen ist, sondern regelmäßig in der Bucht auftaucht. Ben muss das aufgefallen sein und irgendwann sprang er ins Wasser und so begann die Freundschaft. Beide können sich stundenlang im Wasser vernügen und wenn die Kräfte bei Ben nachlassen, hilft Duggie ihn an Land.
Interessanterweise hat Duggie sich nie anderen Delphinschulen angeschlossen, die ab und zu dort vorbeikommen. Sie bleibt immer zurück, bei ihrem Ben.
Sonntag, 1. November 2015
El Niño 2015/2016
Viel wird darüber spekuliert ob, wann und wie der El Nino Effekt auftreten wird. Seit Wochen liest man von akuter Gefahr, dann wieder, dass es nicht so schlimm ist/wird... Fakt ist: Er ist schon da!
Das man noch recht wenig über die Auswirkungen hört mag daran liegen, dass er sich derzeit seinen Weg über den Pazifik bahnt und es dort relativ wenig bewohnte Fläche gibt und Gebiete in denen man die Auswirkungen schon mitbekommt. Die Inseln sind teilweise so abgelegen, dass die Menschen womöglich nicht einmal mitbekommen haben was ihnen für Ungemach droht. Jedoch befindet sich beispielsweise Hawaii schon im vollen Stressszenario und man kann, neben erhöhter Wassertemperaturen um ca +3°C, schon die Korallenbleiche sichtbar wahrnehmen. Wissenschaftler sprechen von der stärksten Bleiche die jemals registriert wurde. Die Anomalie zieht nun immer weiter in Richtung westlichen Pazifik und somit in Richtung Südostasien.
Aber auch die Karibik und der östliche Atlantik sind akut betroffen und melden deutlich höhere Wassertemperaturen. Die Wissenschaftler der NOAA gehen davon aus, dass 95% der US-amerikanischen Riffe erhöhten Temperaturen ausgesetz sein werden, die die Bleiche begünstigen.
Im Westpazifik, insbesondere um Indonesien, ist derzeit ein anderes Phänomen zu beobachten. Dort herrschen derzeit deutlich niedrigere Temperaturen als zu dieser Jahreszeit üblich. Im Schnitt etwa 2°C kühlere See beschert Tauchern in der Region ungewöhnliche Begegnungen. Viele Bewohner tieferer Regionen kommen in die Sichtweite der Sporttaucher. So gibt es derzeit um Bali soviele Mola-Molas wie lange nicht mehr. Aber auch von Hammerhaischulen wird berichtet... Für Indonesien eine Seltenheit.
Wer aber annimmt, dass dies doch positiv sei, der wird sich getäuscht sehen, wie diejenigen, die meinten, dass das sich zurückziehende Wasser vor einem Tsunami die Gefahr mindere. Dies ist nur eine Begleiterscheinung der Anomalie. Die Vorhersagen erwarten (mit einer 60% Wahrscheinlichkeit) für die Region, und infolgedessen auch für den Indischen Ozean, dass ab Februar 2016 die Temperaturen deutlich über das normale Mittel steigen werden und somit die Voraussetzungen für eine Korallenbleiche bestehen.
Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und es bleibt zu hoffen, dass die Vorhersagen nicht so drastisch eintreten werden.
Nachfolgend noch ein Paar links zur Eigenrecherche:
NOAA Coral Reef Watch
ENSO
El Nino
Das man noch recht wenig über die Auswirkungen hört mag daran liegen, dass er sich derzeit seinen Weg über den Pazifik bahnt und es dort relativ wenig bewohnte Fläche gibt und Gebiete in denen man die Auswirkungen schon mitbekommt. Die Inseln sind teilweise so abgelegen, dass die Menschen womöglich nicht einmal mitbekommen haben was ihnen für Ungemach droht. Jedoch befindet sich beispielsweise Hawaii schon im vollen Stressszenario und man kann, neben erhöhter Wassertemperaturen um ca +3°C, schon die Korallenbleiche sichtbar wahrnehmen. Wissenschaftler sprechen von der stärksten Bleiche die jemals registriert wurde. Die Anomalie zieht nun immer weiter in Richtung westlichen Pazifik und somit in Richtung Südostasien.
Aber auch die Karibik und der östliche Atlantik sind akut betroffen und melden deutlich höhere Wassertemperaturen. Die Wissenschaftler der NOAA gehen davon aus, dass 95% der US-amerikanischen Riffe erhöhten Temperaturen ausgesetz sein werden, die die Bleiche begünstigen.
Im Westpazifik, insbesondere um Indonesien, ist derzeit ein anderes Phänomen zu beobachten. Dort herrschen derzeit deutlich niedrigere Temperaturen als zu dieser Jahreszeit üblich. Im Schnitt etwa 2°C kühlere See beschert Tauchern in der Region ungewöhnliche Begegnungen. Viele Bewohner tieferer Regionen kommen in die Sichtweite der Sporttaucher. So gibt es derzeit um Bali soviele Mola-Molas wie lange nicht mehr. Aber auch von Hammerhaischulen wird berichtet... Für Indonesien eine Seltenheit.
Wer aber annimmt, dass dies doch positiv sei, der wird sich getäuscht sehen, wie diejenigen, die meinten, dass das sich zurückziehende Wasser vor einem Tsunami die Gefahr mindere. Dies ist nur eine Begleiterscheinung der Anomalie. Die Vorhersagen erwarten (mit einer 60% Wahrscheinlichkeit) für die Region, und infolgedessen auch für den Indischen Ozean, dass ab Februar 2016 die Temperaturen deutlich über das normale Mittel steigen werden und somit die Voraussetzungen für eine Korallenbleiche bestehen.
Die Vorhersage für März 2016
Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und es bleibt zu hoffen, dass die Vorhersagen nicht so drastisch eintreten werden.
Nachfolgend noch ein Paar links zur Eigenrecherche:
NOAA Coral Reef Watch
ENSO
El Nino
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