Cenoten waren nicht nur zu Zeiten der Maya geheimnisvolle und besondere Orte. Sie waren Orte des Lebens und des Todes zugleich. Neben der Versorgung mit Wasser wurden dort auch Menschenopfer dargebracht und sie galten u.a. als Heimat der Götter.
Der Zauber dieser Orte besteht bis heute, jedoch weniger aus religiösen oder sakralen Gründen, als vielmehr aus wissenschaftlichem und historischem Antrieb. Sie haben viele der Opfergaben konserviert und gelten nicht nur in archäologischen Kreisen als Herausvorderung. Auch Taucher haben diese teilweise unterwasser liegenden Höhlen als Betätigungsfeld entdeckt.
Von einer Mischung aus beidem handelt der folgende Film:
Dienstag, 19. März 2013
Samstag, 23. Februar 2013
Riesenkalmar gefilmt -Nachtrag-
So, nun sind die Aufnahmen des Architeuthis, die letztes Jahr vor den Ogasawara Inseln gemacht wurden, auch im deutschen Fernsehen gezeigt worden.
Terra X hat sie Sendung unter dem Titel "Phantom der Tiefsee" vor einigen Tagen ausgestrahlt.
Hier ist der Link, der direkt zur ZDF Mediathek. Schaut euch den Beitrag an! Es lohnt sich.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1834402/Phantom-der-Tiefsee---Der-Riesenkalmar
Wahlweise auch hier zu sehen:
Terra X hat sie Sendung unter dem Titel "Phantom der Tiefsee" vor einigen Tagen ausgestrahlt.
Hier ist der Link, der direkt zur ZDF Mediathek. Schaut euch den Beitrag an! Es lohnt sich.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1834402/Phantom-der-Tiefsee---Der-Riesenkalmar
Wahlweise auch hier zu sehen:
Sonntag, 17. Februar 2013
Bajau Laut Seenomaden
Den Ausschalg für diesen Post gab ein kleiner Videoclip, den ich in einer Sendung der Shark Week gesehen habe. Darin sind kleine Jungen zu sehen, die mit Ammenhaien spielen wie unsere Kinder mit Katzen oder Hunden. Dies hat mich veranlasst, der Sache doch mal auf den Grund zu gehen.
Was ich dabei herausgefunden habe ist, dass es sich bei den Kindern wohl um Angehörige des Bajau Laut martimen Nomadenvolks handelt, dass schon viele hundert Jahre in den Gewässern Südostasiens, zwischen Borneo, den Philippinen und Sulawesi umherzieht. Geschichtlich fanden sie erstmalig im 16Jh Erwähnung, als sie den Gewürzhandel maßgeblich bestimmten, weil nur sie die ominösen Gewürzinseln kannten und diese Monopolstellung behielten bis die Europäer zu den Molukken vordrangen.
Sie haben sich dem Leben auf dem Wasser angepasst und das nicht nur in dem sie Pfahlhäuser oder Hausboote bewohnen, nein, auch körperlich haben sie sich entwickelt. So können sie mehrere Minuten die Luft anhalten um mit ihrer ausgefeilten Speerfischmethode zu jagen oder Perlen und Seegurken zu sammeln. Auch haben sie die außergewöhnliche Fähigkeit scharf zu sehen; unterwasser!
Inzwischen wurden viele, vor allem in Indonesien und den Philippinen, zwangsangesiedelt. Dies lässt sie nun mit vielen "ZivilisationsProblemen" wie Abfallbeseitigung und Veränderung des eigenen Lebensraums usw. kämpfen. So sehen sie sich gezwungen ihre Jagdmethoden vom nachhaltigen Speerfischen auf Zyanid- bzw. Dynamitfischen umzustellen um die Nachfrage nach seltenen Arten in China zu befriedigen.
Leider wird befürchtet, dass es nicht mehr viele Generationen der Bajau Laut geben wird, die in ihrem bisherigen Lebensraum umherziehen können.
Was ich dabei herausgefunden habe ist, dass es sich bei den Kindern wohl um Angehörige des Bajau Laut martimen Nomadenvolks handelt, dass schon viele hundert Jahre in den Gewässern Südostasiens, zwischen Borneo, den Philippinen und Sulawesi umherzieht. Geschichtlich fanden sie erstmalig im 16Jh Erwähnung, als sie den Gewürzhandel maßgeblich bestimmten, weil nur sie die ominösen Gewürzinseln kannten und diese Monopolstellung behielten bis die Europäer zu den Molukken vordrangen.
Sie haben sich dem Leben auf dem Wasser angepasst und das nicht nur in dem sie Pfahlhäuser oder Hausboote bewohnen, nein, auch körperlich haben sie sich entwickelt. So können sie mehrere Minuten die Luft anhalten um mit ihrer ausgefeilten Speerfischmethode zu jagen oder Perlen und Seegurken zu sammeln. Auch haben sie die außergewöhnliche Fähigkeit scharf zu sehen; unterwasser!
Inzwischen wurden viele, vor allem in Indonesien und den Philippinen, zwangsangesiedelt. Dies lässt sie nun mit vielen "ZivilisationsProblemen" wie Abfallbeseitigung und Veränderung des eigenen Lebensraums usw. kämpfen. So sehen sie sich gezwungen ihre Jagdmethoden vom nachhaltigen Speerfischen auf Zyanid- bzw. Dynamitfischen umzustellen um die Nachfrage nach seltenen Arten in China zu befriedigen.
Leider wird befürchtet, dass es nicht mehr viele Generationen der Bajau Laut geben wird, die in ihrem bisherigen Lebensraum umherziehen können.
Sonntag, 3. Februar 2013
Manta Ray of Hope
Ich denke, dass ich nicht zu euphorisch klinge, wenn ich behaupte, dass Mantas zu den anmutigsten Tieren unterwasser gehören. Für die meisten Taucher gehört eine Begegnung mit diesen Lebewesen zu den Höhepunkten dessen was man erleben kann. Zu sehen wie sie sanftmütig und nahezu mühelos durch das Wasser gleiten, und das auch gegen die Strömung, ist beeindruckend.
In den letzten Monaten gab es immer mehr Meldungen und Berichte über die Jagd auf diese friedvollen Bewohner der Meere. Hintergrund ist der abnehmende Bestand an Haifischen und die damit verbundenen Einbußen der Händler, die nach Alternativen suchen. Da kam wieder einmal die traditionelle chinesische Medizin als Vorwand ganz recht, um den kommerziellen Fang anzukurbeln. Das Interesse richtet sich dabei vornehmlich auf die Kiemen, die angeblich das Immunsystem stärken, gegen Krebs helfen usw. Interessanterweise finden sich in den über 6000 Rezepten der Traditionellen Chinesischen Medizin keine, die auf die Kiemen der Rochen zurückführt. Somit sorgt wohl eher eine enorme Marketingmaschinerie dafür, dass Unwissende wieder einmal hinters Licht geführt werden um ein paar wenige noch reicher zu machen.
Dies geschieht wieder einmal auf dem Rücken der Schwächsten, was in diesem Fall die Mantas, Mobulas usw. sind. Wenn man dabei berücksichtigt, dass Mantas erst mit etwa 15 Jahren geschlechtsreif werden und nur alle 2-3 Jahre einem Jungen das Leben schenken, dürfte klar sein, dass die Populationen nicht groß sein können. Im Vergleich z.B. gebährt ein Weisser Hai im Schnitt etwa 10 Junge alle 2-3 Jahre.
Es ist wichtig, dass etwas unternommen wird, und die "Manta Ray of Hope" Kampagne hat sich zur Aufgabe gemacht, neben der Einrichtung von Schutzzonen auch die Aufklärung der Menschen zu betreiben. Denn das wichtigste ist, wenn die Nachfrage nachlässt und dies kann nur geschehen, wenn Menschen wissen, dass ihnen die Mantas lebend nützlicher sein können als tot.
Ein verstörendes Bild mit ein paar Infos findet ihr im NG 01/2013
Informiert euch über das Projekt und ob Ihr es unterstützen könnt.
In den letzten Monaten gab es immer mehr Meldungen und Berichte über die Jagd auf diese friedvollen Bewohner der Meere. Hintergrund ist der abnehmende Bestand an Haifischen und die damit verbundenen Einbußen der Händler, die nach Alternativen suchen. Da kam wieder einmal die traditionelle chinesische Medizin als Vorwand ganz recht, um den kommerziellen Fang anzukurbeln. Das Interesse richtet sich dabei vornehmlich auf die Kiemen, die angeblich das Immunsystem stärken, gegen Krebs helfen usw. Interessanterweise finden sich in den über 6000 Rezepten der Traditionellen Chinesischen Medizin keine, die auf die Kiemen der Rochen zurückführt. Somit sorgt wohl eher eine enorme Marketingmaschinerie dafür, dass Unwissende wieder einmal hinters Licht geführt werden um ein paar wenige noch reicher zu machen.
Dies geschieht wieder einmal auf dem Rücken der Schwächsten, was in diesem Fall die Mantas, Mobulas usw. sind. Wenn man dabei berücksichtigt, dass Mantas erst mit etwa 15 Jahren geschlechtsreif werden und nur alle 2-3 Jahre einem Jungen das Leben schenken, dürfte klar sein, dass die Populationen nicht groß sein können. Im Vergleich z.B. gebährt ein Weisser Hai im Schnitt etwa 10 Junge alle 2-3 Jahre.
Es ist wichtig, dass etwas unternommen wird, und die "Manta Ray of Hope" Kampagne hat sich zur Aufgabe gemacht, neben der Einrichtung von Schutzzonen auch die Aufklärung der Menschen zu betreiben. Denn das wichtigste ist, wenn die Nachfrage nachlässt und dies kann nur geschehen, wenn Menschen wissen, dass ihnen die Mantas lebend nützlicher sein können als tot.
Ein verstörendes Bild mit ein paar Infos findet ihr im NG 01/2013
Informiert euch über das Projekt und ob Ihr es unterstützen könnt.
Samstag, 19. Januar 2013
Boot 2013
Die Boot hat seit heute wieder ihre Pforten geöffnet. Dieses Jahr haben wir der Messe auch wieder einen Besuch abgestattet um uns über die Neuigkeiten im Tauchsport zu informieren und auch mögliche Ziele für kommende Urlaube unter die Lupe zu nehmen.
Zu sagen ist, dass das Interesse ungebrochen scheint und immernoch viel in das Hobby investiert wird. Die Halle war gut besucht und das Angebot reichte von all vielen Neuigkeiten im Hardwarebereich bis zum Abverkauf von Auslaufmodellen.
Die Reiseveranstalter und Resorts präsentierten sich von der besten Seite und buhlten um all die Reisewilligen. Bei genauem Hinhören aber war zu erfahren, dass Reisende aus Krisengebieten in Südeuropa als Gäste mehr und mehr ausbleiben und dafür offensichtlich die Klientel in Deutschland vermehrt umworben wird. Somit schließe ich daraus, dass u.U. auch preislich noch was machbar ist.
Hervorherben möchte ich hier noch diejenigen, die den Schutz der Meere auf ihre Fahnen geschrieben haben. Neben den üblichen Verdächtigen wie Greenpeace oder Shark Project, die mit SSI die Mission Deep Blue vorstellten, waren auch die Sea Shepherds (bekannt für ihren kompromisslosen Weg Wale zu schützen). Interessant fand ich noch ein südamerikanisches Hilfsprojekt, Yaqu Pacha. Ihr Hauptanliegen ist der Schutz der in Wasser lebenden Säugetiere, wie Wale, Delphine oder Robben. Schaut es euch mal an!
Die Messe hat noch bis zum 27.01. geöffnet.
Zu sagen ist, dass das Interesse ungebrochen scheint und immernoch viel in das Hobby investiert wird. Die Halle war gut besucht und das Angebot reichte von all vielen Neuigkeiten im Hardwarebereich bis zum Abverkauf von Auslaufmodellen.
Die Reiseveranstalter und Resorts präsentierten sich von der besten Seite und buhlten um all die Reisewilligen. Bei genauem Hinhören aber war zu erfahren, dass Reisende aus Krisengebieten in Südeuropa als Gäste mehr und mehr ausbleiben und dafür offensichtlich die Klientel in Deutschland vermehrt umworben wird. Somit schließe ich daraus, dass u.U. auch preislich noch was machbar ist.
Hervorherben möchte ich hier noch diejenigen, die den Schutz der Meere auf ihre Fahnen geschrieben haben. Neben den üblichen Verdächtigen wie Greenpeace oder Shark Project, die mit SSI die Mission Deep Blue vorstellten, waren auch die Sea Shepherds (bekannt für ihren kompromisslosen Weg Wale zu schützen). Interessant fand ich noch ein südamerikanisches Hilfsprojekt, Yaqu Pacha. Ihr Hauptanliegen ist der Schutz der in Wasser lebenden Säugetiere, wie Wale, Delphine oder Robben. Schaut es euch mal an!
Die Messe hat noch bis zum 27.01. geöffnet.
Samstag, 12. Januar 2013
Naturfoto, Die Story dahinter
Eines der großartigsten und beeindruckendsten Naturfotos der letzten Jahre wurde von Brian Skerry, einem bekannten Naturfotografen, für National Geographic geschossen.
Er lichtete einen Südkaper ab, der mit seinem Assistenten "flirtete" und fasste in diesem Augenblick alles zusammen was einem Taucher oder Tierfreund zum Höhepunkt in seiner Karriere gereichen dürfte. Das schöne ist, dass sowas nicht planbar ist sondern genau diese Zufälle eben den Abenteuerdrang rechtfertigen und die Strapazen solcher Trips durch diese Erlebnisse vergessen gemacht werden.
Hier erklärt Brian wie es zu diesem Bild kam:
Er lichtete einen Südkaper ab, der mit seinem Assistenten "flirtete" und fasste in diesem Augenblick alles zusammen was einem Taucher oder Tierfreund zum Höhepunkt in seiner Karriere gereichen dürfte. Das schöne ist, dass sowas nicht planbar ist sondern genau diese Zufälle eben den Abenteuerdrang rechtfertigen und die Strapazen solcher Trips durch diese Erlebnisse vergessen gemacht werden.
Hier erklärt Brian wie es zu diesem Bild kam:
Montag, 7. Januar 2013
Riesenkalmar gefilmt
Vor einigen Tagen berichtete ich hier über die Ogasawara Inseln im Pazifik und schon kann verschlägt es uns wieder in die Region, von wo eine kleine Sensation vermeldet werden kann.
Einem Team von Dokumentarfilmern und Forschen, unter der Leitung von NHK und Discovery Channel, ist es erstmalig gelungen einen Riesenkalmar in seinem natürlichen Lebensraum zu filmen. Dazu wurde vor den Ogasawara Inseln gedreht und schließlich auch mit dem erhofften Erfolg, als vor der Insel Chichijima in etwa 600m Tiefe, die Aufnahmen gelangen, bei denen ein Riesenkalmar auf der Jagd gezeigt wird.
Die Familie der Riesenkalmare (lat. Architheuthidae) beflügelt schon seit Jahrhunderten die Phantasie der Seefahrer. Waren sie in den Anfangszeiten der Schifffahrt häufig für Seeungeheuer gehalten und für ungeklärte Untergänge verantwortlicht gemacht worden, so gehören sie heutzutage zu den letzten (bekannten) Geheimnissen der Weltmeere. Mit ihrer Länge von bis zu 18m zählen sie in der Tiefsee zu den gefährlichsten Räubern und messen ihre Kräfte häufig mit Pottwalen, die ihre größten Feinde sind.
Die Reportage wird in den nächsten Tagen im japanischen TV ausgestrahlt und am 27.1. auch auf Discovery. Ich hoffe in naher Zukunft einen Ausschnitt hier präsentieren zu können.
Nachtrag vom 15.01.2013:
Hier ist schonmal ein kurzer Ausschnitt aus den Aufnahmen:
Einem Team von Dokumentarfilmern und Forschen, unter der Leitung von NHK und Discovery Channel, ist es erstmalig gelungen einen Riesenkalmar in seinem natürlichen Lebensraum zu filmen. Dazu wurde vor den Ogasawara Inseln gedreht und schließlich auch mit dem erhofften Erfolg, als vor der Insel Chichijima in etwa 600m Tiefe, die Aufnahmen gelangen, bei denen ein Riesenkalmar auf der Jagd gezeigt wird.
Die Familie der Riesenkalmare (lat. Architheuthidae) beflügelt schon seit Jahrhunderten die Phantasie der Seefahrer. Waren sie in den Anfangszeiten der Schifffahrt häufig für Seeungeheuer gehalten und für ungeklärte Untergänge verantwortlicht gemacht worden, so gehören sie heutzutage zu den letzten (bekannten) Geheimnissen der Weltmeere. Mit ihrer Länge von bis zu 18m zählen sie in der Tiefsee zu den gefährlichsten Räubern und messen ihre Kräfte häufig mit Pottwalen, die ihre größten Feinde sind.
Die Reportage wird in den nächsten Tagen im japanischen TV ausgestrahlt und am 27.1. auch auf Discovery. Ich hoffe in naher Zukunft einen Ausschnitt hier präsentieren zu können.
Nachtrag vom 15.01.2013:
Hier ist schonmal ein kurzer Ausschnitt aus den Aufnahmen:
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