Samstag, 16. November 2013

Visions in blue

Heute möchte ich mal einen clip vorstellen, der anders ist als das was man als Taucher normalerweise so erlebt bzw. vor die Maske bekommt. Elisabeth Lauwerys und Lisa Strohmeyer haben die Tatsache, dass es floureszierende Lebewesen unterwasser gibt dazu genutzt, mal mit UV Licht zu tauchen, statt mit herkömmlichen Lampen. Dabei rausgekommen sind Aufnahmen von Unterwassrbewohnern die wir kennen, aber doch ganz anders wirken.
Aber seht selbst:



Für weitere Infos besucht bitte auch deren Seite: Oceansbelow

Dienstag, 12. November 2013

Pulau Ahe 2 - Cenderawasih Bay

Mit Bedauern habe ich erfahren, dass das Resort auf Pulau Ahe nach nur 3 Jahren wieder geschlossen wurde.
Das Resort erlangte in Taucherkreise hohe Bekanntheit, weil es die einzige Möglichkeit darstellte, um landgestützt die ortstreuen Walhaie der Cenderawasih Bay zu besuchen.
Hintergrund dafür ist nicht etwa mangelnde Akzeptanz und ausbleibende Kunden, sondern schlicht und einfach die Gier nach Profit und das dafür alle festgelegten Vereinbarungen hintenan gestellt werden. Auf der Insel soll die Basis für eine Erdgasexploration der Migas Pertamina stehen. Das der westliche Teil der  Cenderwasih Bay ein maritimes Naturschutzgebiet ist, und dazu das größte Indonesiens, hält keinen davon ab dort zu bohren und das empfindliche Ökosystem zu gefährden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Suche nach dem schnellen Geld nicht zum gewünschten Erfolg führt und dieses einzigartige Gebiet wieder ein Stückweit in Vergessenheit gerät.
Das Resort sucht derweilen eine andere Insel, wo es sich niederlassen kann.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Lebende Tiere als Schlüsselanhänger

Leider muß ich heute auch wieder von einem Trend berichten, der aus China kommt bzw. sich dort verbreitet.
Seit einiger Zeit werden dort kleine Beutel als Schlüsselanhänger o.ä. angeboten, die mit etwas Flüssigkeit gefüllt sind und lebende Tiere enthalten. Die Flüssigkeit dient als Nahrung für ca. 2 Monate.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass irgendjemand auf eine solche Idee kommen könnte, aber scheinbar gibt es genügend skrupellose Geschäftemacher, denen nichts heilig ist um den schnellen Profit zu machen.
Mögen sie in der Hölle schmoren und ihnen jegliches Unglück der Welt widerfahren für diese Abscheulichkeit, die sie wehrlosen Kreaturen antun.
Hier könnt Ihr zumindest eine Petition dagegen unterzeichnen. Ob sie Erfolg haben wird, steht auf einem anderen Blatt.


Sonntag, 22. September 2013

Schweinswaljagd - Iwate, Japan

Sicherlich hat jeder engagierte Tierschützer schonmal etwas vom Film "The Cove" gehört. Die Handlung spielt sich bekanntlich in Japan ab und hat überall auf der Welt Empörung hervorgerufen.
Weiter nördlich, in der Präfektur Iwate, nördlich von Fukushima, findet seit langer Zeit, ein von der Weltöffentlichkeit unbemerktes Treiben statt, dass die Delphinjagd von Teiji noch in den Schatten stellt.
Ziel ist der Weissflankenschweinswal, der in dieser Region vorkommt. Während in Teiji etwa in 2009 1242 Delphine getötet wurden, waren es in Iwate im gleichen Jahr über 9000. Dies ist nur möglich mit einer Flotte, die als die größte Walfangflotte der Welt zählt.
Als im Jahr 2011 das große Seebeben vor Japan Zerstörung und Leid über die japanische Bevölkerung brachte, wurde auch die Flotte stark dezimiert und es bestand Hoffnung, dass aus dem Unglück auch positive Schlüsse gezogen werden konnten. Jedoch hat die Zahl der Beute in den vergangenen beiden Jahren wieder deutlich zugenommen. Bald schon könnten wieder Zahlen erreicht werden, die Teiji wieder deutlich übertreffen, und auf Zahlen aus der Zeit vor dem Tsunami steigen.
Der Grund der Jagd auf diese sehr sozialen und sensiblen Tiere ist relativ einfach: Das Fleisch der Schweinswale ist deutlich günstiger als das der großen Wale. Außerdem ist diese Jagd weniger augenscheinlich, da die Tiere nicht in eine Bucht getrieben und bei lebendigem Leib abgeschlachtet oder verhökert werden. Stattdessen findet die Jagd auf hoher See statt und die Anlandung der toten Tiere erfolgt in den frühen Morgenstunden.
Weitere Infos findet man hier:

IWC
Takepart
WDCS

Sonntag, 18. August 2013

Haiangriff auf Touristin - Hawaii

Vor drei Tagen konnte man diese schlimme Schlagzeile lesen, bei der einer deutschen Touristin vor der Küsten von Maui beim schnorcheln ein Arm abgebissen wurde.
Die Umstände sind noch nicht ganz klar, aber das Opfer befand sich etwa 50m vom Ufer entfernt und die Wasserbedingungen waren nicht ideal. Die Sicht war nicht sonderlich gut und das Wasser war unruhig.
Die junge Frau konnte gerettet werden und befindet sich in kritischem Zustand im Krankenhaus.
Dies ist der achte Hainangriff in diesem Jahr auf den Hawaii Inseln. Vermutet wird, dass ein Tigerhai oder ein Weisser Hai dafür verantwortlich sein könnten.
So schlimm dieser Fall auch ist, es gibt nunmal Gebiete in denen Haie häufiger auftreten und es immer wieder zu solchen Zwischenfällen kommt. Gerade um ozeanische Inseln oder bekanntermaßen vor Südafrika und Australien gibt es größere Populationen von Haien und die Wahscheinlichkeit auf einen Hai zu treffen sind somit deutlich höher. In den meisten Fällen würden wir die Anwesenheit nicht einmal bemerken, weil wir nicht in das Beuteschema fallen, aber es gibt verschiedene Gründe weshalb es zu sowas kommen kann.
Einmal dürfte Überfischung oder das Ausbleiben von Beutefischen ein Grund sein, der Haie veranlasst flachere Gewässer aufzusuchen. Normalerweise kommen sie nämlich nicht in Küstennähe, außer es gibt erwiesenermaßen Beute dort, wie es z.B. vor einigen Küstenabschnitten Südafrikas der Fall ist.
Ein weiterer Grund dürfte sein, daß der Hai in irgendeiner Form verhaltensgestört ist. Dies kann durch ein traumatisches Erlebnis hervorgerufen worden sein, oder auch in der Natur des Tieres liegen.
In den meisten Fällen, und den genauen Hintergrund werden wir wohl nicht erfahren, denke ich, dürfte der Eingriff des Menschen in den Lebensraum der Tiere der Grund gewesen sein.
Sicher ruft ein solches Geschehen Entsetzen und Anteilnahme hervor, aber effektiver wäre es sicherlich das ganze Tun und Handeln der Menschen zu überdenken und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den angestammten Lebensraum der Fische nicht nur zum Nutzen der humanitären Rasse auszunutzen und auszubeuten.

Dienstag, 13. August 2013

Rescue Tauchschein

Liebe Leser.
Heute möchte ich kurz auf das Thema der Tauchscheine eingehen, und insbesondere den Rescue Kurs (oder natürlich jedes gleichwertige Brevet eines anderen Tauchverbands) erörtern.
Ich tauche ja schon seit vielen Jahren und habe auch einige Erfahrung. Mit meinem AOWD fühlte ich mich pudelwohl und hatte auch nicht unbedingt das Bestreben weitere Prüfungen abzulegen.
Aber erstens kommt es anders, und zweitens: als man denkt! Denn mit der Tatsache, dass unsere Tochter das Tauchen erlernt hat, schien mir eine Brevetierung wie ich sie aufweisen kann, nicht mehr ausreichend.
Zwar wünscht man sich, niemals einen Notfall zu haben, aber wenn man die eigenen Kids neben sich hat und dann realisiert, dass man wahrscheinlich wenig richtig machen würde, wenn es doch zum Notfall käme, hinterlässt ein komisches Gefühl. Demnach war für mich die logische Konsequenz, dass ich einen Rescue Schein mache und mich in diesen Themen richtig schulen lasse.
Eingangs steht im Manual geschrieben, dass man für den OWD eher mit sich selbst beschäftigt ist. Im AOWD lernt man wie man das Element Wasser genießt und im Rescue lernt man auf seine unmittelbare Umgebung (Buddies und andere Taucher) zu achten. Im wesentlichen trifft es diese kurze Beschreibung ganz gut, denn: mal Hand aufs Herz, wer achtet schon darauf was für einen Typ Jacket die anderen Taucher tragen? Aber damit fängt es schon an: Man lernt auf Ausrüstung der anderen zu achten um im Notfall keine Zeit bei der Rettung zu verlieren.
Lange Rede, kurzer Sinn: Im Rescue Kurs werden verschiedene Situationen durchgespielt, sowie gesamte Szenarien um den Ablauf einer solchen Rettungsaktion zu erlernen. Man bekommt eine andere Perspektive aufgezeigt, die zu kennen, mehr als hilfreich ist.
Am Ende muß ich auch sagen, dass ich es nicht nur für meine Tochter getan habe, sondern auch selbst viel Wissenswertes gelernt habe, auch über die Physik des Tauchens und medizinische Aspekte.
Auch wenn es viele Scheine gibt, die pure Geldmacherei sind, so halte ich den Rescue wirklich für den sinnvollsten, den ich bisher absolviert habe und kann ihn jedem nur ans Herz legen.