Es ist interessant wie Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinanderklaffen können. Der Klimagipfel ist vor einigen Tagen zuende gegangen und wird doch ziemlich unterschiedlich bewertet. Während sich die Politik weitestgehend selbst feiert, kommen von der wissenschaftlich Seite doch eher gedämpfte Töne.
Wenn man sich so einige Passagen anschaut, muss man auch kein Wissenschaftler sein um, bei genauerem Hinschauen, wieder die juristischen Winkelzüge solcher Veranstaltungen zu erkennen.
So wird z.B. veruscht, den CO2 Ausstoß zu verringern. Prinzipiell ein wichtiger Schritt, aber in der festgehaltenen Vereinbarung auch wieder nur Augenwischerei. In Europa wird man versuchen das ambitionierte Ziel zu erreichen, bis 2030 auf 40% Ausstoß der Menge von 1990 zu kommen. Wenn man dann andere Länder, wie beispielsweise die BRICS Staaten anschaut, die sich dem Niveau der entwickelten Staaten angleichen dürfen, heisst das, dass sie in diesem Zeitraum ihren Ausstoß noch erhöhen dürfen... Toller Beschluss...
Ausserdem werden Waldflächen gegen die Emissionsmengen aufgerechnet, was bei Ländern wie Brasilien und Russland, natürlich bedeutet, dass sie eigentlich nichts tun brauchen, sondern gerade so weitermachen können wie bisher.
Auch aus dem Mittleren Osten, den Golfstaaten, durfte nicht allzuviel zu erwarten gewesen sein, da sie sicherlich nicht dafür stimmen, wenn man ihnen den Ölhahn abdreht. Lediglich die VAE haben sich auf die Fahnen geschrieben in wenigen Jahren etwa 1/4 ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Sonne genug haben sie ja...
Die USA ist wieder einmal zwiegespalten. Während Obama noch versucht seiner zweite Amtszeit einen grünen Stempel aufzudrücken, wetzen die Republikaner schon die Messer und wollen anlles rückgängig machen um nicht in einen Wettbewerbsnachteil mit den Entwicklungsländern zu kommen, die ja bekanntlich so weitermachen können wie bisher bzw. sogar noch weiter Gas geben können.
Alles in allem also keine Veränderung. Es gibt gute Ansätze, mehr aber auch nicht. Ich befürchte, dass die heutigen Politiker, in der Retrospektive, wenn wir alle nicht mehr da sein werden, als schwache und viel zu halbherzige Generation gelten werden. Die Politik wird viel zu sehr von Außen beeinflusst. Spendengelder für Wahlkämpfe im Sinne der Witschaft sind wichtiger als die Zukunft des Planeten und unserer Nachkommen.
Im Prinzip kann die Klimawende nur funktionieren, wenn jeder einzelne sich selbst diszilpiniert und veruscht Zusammenhänge zu hinterfragen und sich eben nicht von der Werbung, Konsum usw. leiten lässt. Wir müssen kritischer werden und von einer Wegwerfgesellschaft wegkommen und immer wieder selbst hinterfragen ob etwas sein muß, oder ob wir Dinge anders besser hinbekommen.
Solange wir so weitermachen wie bisher, sind wir keinen Deut besser als die Politiker, sondern genauso träge und bequem wie diejenigen, die wir kritisieren.
Samstag, 26. Dezember 2015
Sonntag, 15. November 2015
Ben und Duggie - Ungewöhnliche Tierfreundschaft
Ungewöhnliche Tierfreundschaften gibt es viele. Hunde mit Katzen, Affen mit Raubkatzen und sogar ein Nilpferd und eine Riesenschildkröte gibt es.
Ein der ungewöhnlichsten aber dürfte die von Ben, dem Labrador und Duggie, dem Flaschenhalsdelphin, sein. Vor allem auch deshalb, weil sie beide bereits ausgewachsen sind, was bei vielen anderen nicht der Fall ist und so oft der Schutzinstinkt des älteren Tiers geweckt wird.
Hier ist das anders. Duggie, tauchte 2006 vor der Insel Tory in Irland auf, als ein Artgenosse dort gestrandet und verendet war. Man vermutet, es war der Partner von Duggie, die (es ist ein Weibchen) nicht mehr weitergezogen ist, sondern regelmäßig in der Bucht auftaucht. Ben muss das aufgefallen sein und irgendwann sprang er ins Wasser und so begann die Freundschaft. Beide können sich stundenlang im Wasser vernügen und wenn die Kräfte bei Ben nachlassen, hilft Duggie ihn an Land.
Interessanterweise hat Duggie sich nie anderen Delphinschulen angeschlossen, die ab und zu dort vorbeikommen. Sie bleibt immer zurück, bei ihrem Ben.
Ein der ungewöhnlichsten aber dürfte die von Ben, dem Labrador und Duggie, dem Flaschenhalsdelphin, sein. Vor allem auch deshalb, weil sie beide bereits ausgewachsen sind, was bei vielen anderen nicht der Fall ist und so oft der Schutzinstinkt des älteren Tiers geweckt wird.
Hier ist das anders. Duggie, tauchte 2006 vor der Insel Tory in Irland auf, als ein Artgenosse dort gestrandet und verendet war. Man vermutet, es war der Partner von Duggie, die (es ist ein Weibchen) nicht mehr weitergezogen ist, sondern regelmäßig in der Bucht auftaucht. Ben muss das aufgefallen sein und irgendwann sprang er ins Wasser und so begann die Freundschaft. Beide können sich stundenlang im Wasser vernügen und wenn die Kräfte bei Ben nachlassen, hilft Duggie ihn an Land.
Interessanterweise hat Duggie sich nie anderen Delphinschulen angeschlossen, die ab und zu dort vorbeikommen. Sie bleibt immer zurück, bei ihrem Ben.
Sonntag, 1. November 2015
El Niño 2015/2016
Viel wird darüber spekuliert ob, wann und wie der El Nino Effekt auftreten wird. Seit Wochen liest man von akuter Gefahr, dann wieder, dass es nicht so schlimm ist/wird... Fakt ist: Er ist schon da!
Das man noch recht wenig über die Auswirkungen hört mag daran liegen, dass er sich derzeit seinen Weg über den Pazifik bahnt und es dort relativ wenig bewohnte Fläche gibt und Gebiete in denen man die Auswirkungen schon mitbekommt. Die Inseln sind teilweise so abgelegen, dass die Menschen womöglich nicht einmal mitbekommen haben was ihnen für Ungemach droht. Jedoch befindet sich beispielsweise Hawaii schon im vollen Stressszenario und man kann, neben erhöhter Wassertemperaturen um ca +3°C, schon die Korallenbleiche sichtbar wahrnehmen. Wissenschaftler sprechen von der stärksten Bleiche die jemals registriert wurde. Die Anomalie zieht nun immer weiter in Richtung westlichen Pazifik und somit in Richtung Südostasien.
Aber auch die Karibik und der östliche Atlantik sind akut betroffen und melden deutlich höhere Wassertemperaturen. Die Wissenschaftler der NOAA gehen davon aus, dass 95% der US-amerikanischen Riffe erhöhten Temperaturen ausgesetz sein werden, die die Bleiche begünstigen.
Im Westpazifik, insbesondere um Indonesien, ist derzeit ein anderes Phänomen zu beobachten. Dort herrschen derzeit deutlich niedrigere Temperaturen als zu dieser Jahreszeit üblich. Im Schnitt etwa 2°C kühlere See beschert Tauchern in der Region ungewöhnliche Begegnungen. Viele Bewohner tieferer Regionen kommen in die Sichtweite der Sporttaucher. So gibt es derzeit um Bali soviele Mola-Molas wie lange nicht mehr. Aber auch von Hammerhaischulen wird berichtet... Für Indonesien eine Seltenheit.
Wer aber annimmt, dass dies doch positiv sei, der wird sich getäuscht sehen, wie diejenigen, die meinten, dass das sich zurückziehende Wasser vor einem Tsunami die Gefahr mindere. Dies ist nur eine Begleiterscheinung der Anomalie. Die Vorhersagen erwarten (mit einer 60% Wahrscheinlichkeit) für die Region, und infolgedessen auch für den Indischen Ozean, dass ab Februar 2016 die Temperaturen deutlich über das normale Mittel steigen werden und somit die Voraussetzungen für eine Korallenbleiche bestehen.
Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und es bleibt zu hoffen, dass die Vorhersagen nicht so drastisch eintreten werden.
Nachfolgend noch ein Paar links zur Eigenrecherche:
NOAA Coral Reef Watch
ENSO
El Nino
Das man noch recht wenig über die Auswirkungen hört mag daran liegen, dass er sich derzeit seinen Weg über den Pazifik bahnt und es dort relativ wenig bewohnte Fläche gibt und Gebiete in denen man die Auswirkungen schon mitbekommt. Die Inseln sind teilweise so abgelegen, dass die Menschen womöglich nicht einmal mitbekommen haben was ihnen für Ungemach droht. Jedoch befindet sich beispielsweise Hawaii schon im vollen Stressszenario und man kann, neben erhöhter Wassertemperaturen um ca +3°C, schon die Korallenbleiche sichtbar wahrnehmen. Wissenschaftler sprechen von der stärksten Bleiche die jemals registriert wurde. Die Anomalie zieht nun immer weiter in Richtung westlichen Pazifik und somit in Richtung Südostasien.
Aber auch die Karibik und der östliche Atlantik sind akut betroffen und melden deutlich höhere Wassertemperaturen. Die Wissenschaftler der NOAA gehen davon aus, dass 95% der US-amerikanischen Riffe erhöhten Temperaturen ausgesetz sein werden, die die Bleiche begünstigen.
Im Westpazifik, insbesondere um Indonesien, ist derzeit ein anderes Phänomen zu beobachten. Dort herrschen derzeit deutlich niedrigere Temperaturen als zu dieser Jahreszeit üblich. Im Schnitt etwa 2°C kühlere See beschert Tauchern in der Region ungewöhnliche Begegnungen. Viele Bewohner tieferer Regionen kommen in die Sichtweite der Sporttaucher. So gibt es derzeit um Bali soviele Mola-Molas wie lange nicht mehr. Aber auch von Hammerhaischulen wird berichtet... Für Indonesien eine Seltenheit.
Wer aber annimmt, dass dies doch positiv sei, der wird sich getäuscht sehen, wie diejenigen, die meinten, dass das sich zurückziehende Wasser vor einem Tsunami die Gefahr mindere. Dies ist nur eine Begleiterscheinung der Anomalie. Die Vorhersagen erwarten (mit einer 60% Wahrscheinlichkeit) für die Region, und infolgedessen auch für den Indischen Ozean, dass ab Februar 2016 die Temperaturen deutlich über das normale Mittel steigen werden und somit die Voraussetzungen für eine Korallenbleiche bestehen.
Die Vorhersage für März 2016
Die nächsten Wochen und Monate werden spannend und es bleibt zu hoffen, dass die Vorhersagen nicht so drastisch eintreten werden.
Nachfolgend noch ein Paar links zur Eigenrecherche:
NOAA Coral Reef Watch
ENSO
El Nino
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Boahura Express - Meemu Atoll Malediven
Im Rahmen unseres Urlaubs auf Medhufushi (s. auch gesonderten Bericht auf http://joinourjourneys.blogspot.com) konnte ich auch Boahura Express betauchen, was für mich der beste Spot war, den ich dort erleben durfte.
Der Spot liegt auf der Aussenseite des Atolls vor der Einheimischeninsel Muli. Es handelt sich um ein abfallendes Riff, das stufenweise in die Tiefe verschwindet. Je nach Strömung steigt man nördlich ein und lässt sich nach Süden treiben oder umgekehrt. Tauchgänge werden also immer als Drifts geplant.
In der Nähe des Riffdachs geht es ins Wasser. Das liegt bei etwa 8m. Dort findet man verschiedene Schulen von teils sehr zutraulichen Fischen. Man sieht Orientalische Süßlippen und Buckelschnapper und kann sich ihnen bis auf armlänge nähern. Auf dem Riffdach befindet sich auch eine Putzerstation für Mantas bzw gehört diese dann schon eher zum nördlich gelegenen Spot Mantas and more. Man sollte aber immer die Augen offen halten, denn sie tauchen auch hier auf.
Wenn man dann über die Kante bei ca 12m in den steileren Bereich kommt, kann man viele kleine Riffbewohner beobachten. Es lohnt dabei auch ein Blick in die braunen Hartkorallen, die dort hundertfach vorkommen. Sie beherbergen nämlich kleine Krebse.
Beim Blick in die Tiefe, an die nächste Kante bevor es steil abfällt, sieht man oft Whitetips und Graue Riffhaie patroullieren. Im Blauwasser hat man die Chance imposanten Hundezahnthunas und Adlerrochen zu begegnen.
Bei Strömung ist dieser Spot sicherlich anspruchsvoll, ohne sie kann man auch mit wenig Erfahrung an diesem Ort viel Adrenalin verspüren.
Für mich war dieser Spot das klare Highlight, auch wenn es schönere Riffe im Atollinneren gibt. Aber die Chance und hohe Wahrscheinlichkeit große Meeresbewohner zu erleben ist es auf jeden Fall wert dort zu tauchen.
Der Spot liegt auf der Aussenseite des Atolls vor der Einheimischeninsel Muli. Es handelt sich um ein abfallendes Riff, das stufenweise in die Tiefe verschwindet. Je nach Strömung steigt man nördlich ein und lässt sich nach Süden treiben oder umgekehrt. Tauchgänge werden also immer als Drifts geplant.
In der Nähe des Riffdachs geht es ins Wasser. Das liegt bei etwa 8m. Dort findet man verschiedene Schulen von teils sehr zutraulichen Fischen. Man sieht Orientalische Süßlippen und Buckelschnapper und kann sich ihnen bis auf armlänge nähern. Auf dem Riffdach befindet sich auch eine Putzerstation für Mantas bzw gehört diese dann schon eher zum nördlich gelegenen Spot Mantas and more. Man sollte aber immer die Augen offen halten, denn sie tauchen auch hier auf.
Wenn man dann über die Kante bei ca 12m in den steileren Bereich kommt, kann man viele kleine Riffbewohner beobachten. Es lohnt dabei auch ein Blick in die braunen Hartkorallen, die dort hundertfach vorkommen. Sie beherbergen nämlich kleine Krebse.
Beim Blick in die Tiefe, an die nächste Kante bevor es steil abfällt, sieht man oft Whitetips und Graue Riffhaie patroullieren. Im Blauwasser hat man die Chance imposanten Hundezahnthunas und Adlerrochen zu begegnen.
Bei Strömung ist dieser Spot sicherlich anspruchsvoll, ohne sie kann man auch mit wenig Erfahrung an diesem Ort viel Adrenalin verspüren.
Für mich war dieser Spot das klare Highlight, auch wenn es schönere Riffe im Atollinneren gibt. Aber die Chance und hohe Wahrscheinlichkeit große Meeresbewohner zu erleben ist es auf jeden Fall wert dort zu tauchen.
Montag, 14. September 2015
Taiji 3
Taiji…
Dieser Ort ist zum Synonym fuer Qual, Leid und unerträgliche
Gleichgültigkeit gegenüber Tieren, genauer gesagt: Delphinen und
Walen, geworden. Jedes mal wenn ich diesen Namen höre jagt es mir einen Schauer über den Rücken, da dieser gottverlassene Ort noch nie gute Nachrichten hervorgebracht hat. Dieser Ort reiht sich, in der Tierwelt, voll in die traurige
Liste der großen Schlachtfelder der Geschichte ein. Gerade Japan dürfte
von solchen Ereignissen durchaus geprägt worden sein. Man denke nur an
Okinawa, Peleliu oder Guadalcanal…
Wie
jedes Jahr findet dort ein Gemetzel unvorstellbaren Ausmaßes statt und
irgendwie gelingt es nicht, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Gibt es
wirklich noch immer Delphinarien oder Shows, die Tiere mit diesem
Herkunftsstempel kaufen? Ist noch nicht angekommen, dass die Tiere in
Gefangenschaft ihre ganze soziale Bindung verlieren und seelisch
zugrunde gehen? (siehe auch NG Artikel in 06/15)
Oder
wird das Fleisch dieser hochintelligenten Tiere, die übrigens auch ein
Anrecht auf ein Leben in Frieden haben, in Japan noch immer verzehrt,
trotz der Tatsache, dass es erwiesenermaßen mit Schwermetallen wie
Quecksilber und Kadmium belastet ist?
Scheiss
auf Tradition und was alles an Argumenten vorgebracht wird, alles
Unfug. Unter diesem Deckmantel wird doch nur versucht Unrecht zu rechtfertigen. Es ist das Geld, das immernoch der Lockruf ist, und solange es
Abnehmer für diese bedauernswerten Kreaturen gibt, wird es auch jedes
Jahr dieses schauerliche Schauspiel geben. Es wird Zeit, dass die
Politik sich dessen annimmt und mal ein Machtwort spricht. Wie lange
müssen wir noch (halbwegs) tatenlos zusehen wie reihenweise gemordet und
gequält wird, während engagierte Menschen, die versuchen das zu verhindern, verhaftet werden? Dort wird Zivilcourage ad absurdum geführt und auch noch als kriminell verkauft.
Samstag, 15. August 2015
Nachhaltige Fischerei 2
Im Dezember 2011 habe ich bereits über das Thema nachhaltiger Fischerei geschrieben und versucht bei euch Lesern ein gewisses Bewusstsein zu wecken bei der Auswahl der gekauften Fische. So habe ich z.B. MSC hervorgehoben, aber man kann auch jedes andere Zertifizierungsprogramm nennen.
Was allerdings interessant ist, ist die Tatsache, dass diese Programme und Gesellschaften oftmals von Unternehmen ins Leben gerufen werden und wurden, die ein eigenes Interesse verfolgen beim Vertrieb ihrer Produkte. Ein Schelm wer also Böses denkt.
Heute habe ich allerdings einen Bericht auf Homepage von Tauchen gelesen, der ganz und gar nicht schön ist. Darin wird wiedereinmal die unaufhörliche Jagd auf Haie angeklagt und die nicht aufhörende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Interessanterweise geht es nicht um den Fang von Haien irgendwo in weiter Ferne, im Pazifik z.B., sondern um die Jagd nach ihnen in Europa. Die spanische Stadt Vigo gilt wohl als Hauptumschlagplatz der Haie und die spanischen und portugiesischen Flotten ziehen munter einen Hai nach dem anderen aus den Gewässern vor der Iberischen Halbinsel. Vor allem um die Azoren, was ich bisher für ein relativ unberührtes Gebiet hielt, wird immer weiter gefischt was das Zeug hält. Dabei wird auch von Seiten der Politik nichts unternommen, sondern wohl gehofft, dass sowohl die Taucher und Touristen als auch die Fischfangflotten schön Profit abwerfen.
Wenn ich mich an die tollen Erlebnisse mit den Blauhaien vor Faial auf den Azoren erinnere, läuft es mir kalt den Rücken runter, das die Bestände immer weiter dezimiert werden.
Hier ein kurzer Film über einen Tag in Vigo:
Was hat das alles mit nachhaltiger Fischerei zu tun? Rein gar nichts! Aber interessant ist es, dass die Spanische Flotte wohl beantragt hat das MSC Siegel für ihre Blauhaifischerei zu erhalten. Ich fände es sehr bedenklich, wenn dies eintreten würde, denn die Fangmethoden wie Langleinenfischerei gehören zum Schlimmsten was man im Meer anstellen kann. Ich bezweifle stark, dass die Haifischerei in jeglicher Form nachhaltig funktionieren kann. Seien es Dornhaie oder Makos, oder was auch immer. Die meisten Haie haben eine sehr langsame Reproduktionsrate und viele werden auch erst spät Geschlechtsreif. Dies trifft zwar auf Blauhaie nicht zu, aber ein weiteres Problem ist der Beifang von anderen Haien.
Wie ihr seht, ist es ein Teufelskreis und ich denke nicht, dass daran irgendetwas Nachhaltiges zu finden ist. Es wird immer ausgebeutet bis die Populationen verschwunden sind und das weil immer nur Profitgier im Vordergrund steht. Wenn nun auch eine Institution wie MSC (oder jegliche andere Zertifizierungsgesellschaft) hergeht und so etwas gutheißt, sollte man sich fragen ob sie nch vertrauenswürdig ist.
Der Ordnung halber will ich aber noch erwähnen, dass MSC zu den Anschuldigungen im o.g. Artikel Stellung bezogen hat. Hier findet ihr den Wortlaut.
Was allerdings interessant ist, ist die Tatsache, dass diese Programme und Gesellschaften oftmals von Unternehmen ins Leben gerufen werden und wurden, die ein eigenes Interesse verfolgen beim Vertrieb ihrer Produkte. Ein Schelm wer also Böses denkt.
Heute habe ich allerdings einen Bericht auf Homepage von Tauchen gelesen, der ganz und gar nicht schön ist. Darin wird wiedereinmal die unaufhörliche Jagd auf Haie angeklagt und die nicht aufhörende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Interessanterweise geht es nicht um den Fang von Haien irgendwo in weiter Ferne, im Pazifik z.B., sondern um die Jagd nach ihnen in Europa. Die spanische Stadt Vigo gilt wohl als Hauptumschlagplatz der Haie und die spanischen und portugiesischen Flotten ziehen munter einen Hai nach dem anderen aus den Gewässern vor der Iberischen Halbinsel. Vor allem um die Azoren, was ich bisher für ein relativ unberührtes Gebiet hielt, wird immer weiter gefischt was das Zeug hält. Dabei wird auch von Seiten der Politik nichts unternommen, sondern wohl gehofft, dass sowohl die Taucher und Touristen als auch die Fischfangflotten schön Profit abwerfen.
Wenn ich mich an die tollen Erlebnisse mit den Blauhaien vor Faial auf den Azoren erinnere, läuft es mir kalt den Rücken runter, das die Bestände immer weiter dezimiert werden.
Hier ein kurzer Film über einen Tag in Vigo:
Was hat das alles mit nachhaltiger Fischerei zu tun? Rein gar nichts! Aber interessant ist es, dass die Spanische Flotte wohl beantragt hat das MSC Siegel für ihre Blauhaifischerei zu erhalten. Ich fände es sehr bedenklich, wenn dies eintreten würde, denn die Fangmethoden wie Langleinenfischerei gehören zum Schlimmsten was man im Meer anstellen kann. Ich bezweifle stark, dass die Haifischerei in jeglicher Form nachhaltig funktionieren kann. Seien es Dornhaie oder Makos, oder was auch immer. Die meisten Haie haben eine sehr langsame Reproduktionsrate und viele werden auch erst spät Geschlechtsreif. Dies trifft zwar auf Blauhaie nicht zu, aber ein weiteres Problem ist der Beifang von anderen Haien.
Wie ihr seht, ist es ein Teufelskreis und ich denke nicht, dass daran irgendetwas Nachhaltiges zu finden ist. Es wird immer ausgebeutet bis die Populationen verschwunden sind und das weil immer nur Profitgier im Vordergrund steht. Wenn nun auch eine Institution wie MSC (oder jegliche andere Zertifizierungsgesellschaft) hergeht und so etwas gutheißt, sollte man sich fragen ob sie nch vertrauenswürdig ist.
Der Ordnung halber will ich aber noch erwähnen, dass MSC zu den Anschuldigungen im o.g. Artikel Stellung bezogen hat. Hier findet ihr den Wortlaut.
Sonntag, 9. August 2015
Beyond the cage of fear / Der Weisse Hai - Täter oder Opfer
Wenn man so rumfragt wie jemand den Weissen Hai sieht und was er bei dessen Anblick empfindet, wird man wohl kaum positive Antworten erhalten. Begriffe wie Angst, Agressitiät und Bestie werden diese Eindrücke oft umschreiben. Im besseren Fall ist es Respekt, perfekter Räuber oder Ende der Nahrungskette. Wie ich bereits häufig hier ausführte, ist der Hai, und insbesondere der Weisse Hai ein wichtiger Bewohner der Meere und unerlässlich für das Gleichgewicht in den Ozeanen.
Der Film "Beyond the cage of fear" geht noch einen Schritt weiter. Vor den Inseln von Guadaloupe im Pazifik lebt eine beständige Kolonie von Weissen Haien. Sie waren das Ziel von Mike Hoover und einem Abenteurer-/Forscherteam, die dem schlechte Image des Weissen Hais auf die Pelle rücken wollten. Zunächst wollten sie über einige Tage das Vertrauen einiger Tiere gewinnen und zu einem späteren Zeitpunkt beweisen, dass die Tiere durchaus sozial sind und nur unter bestimmten Umständen die zähnefletschenden Räuber sind. Das sind nämlich eben die Umstände wenn sie auf der Jagd sind, bzw wenn wir Menschen sie anfüttern um eben das Image aufzubauen, unter dem der Hai seit Jahren leidet.
In diesem Film wird, auf einfühlsame Weise, gezeigt, was man beobachten kann, wenn man einen Schritt weiter geht und da weitermacht, wo andere Filme aufhören. Dabei sind Aufnahmen und Erlebnise zustandegekommen, die man kaum für möglich halten mag.
Hier ein Trailer, und für diejenigen, die Interesse an mehr haben sei der 14.8.15 ans Herz gelegt. Dann nämlich gibt es auf ARTE den ganzen Film zu sehen.
Beyond the Cage of Fear - Trailer from Steve Morris on Vimeo.
Der Film "Beyond the cage of fear" geht noch einen Schritt weiter. Vor den Inseln von Guadaloupe im Pazifik lebt eine beständige Kolonie von Weissen Haien. Sie waren das Ziel von Mike Hoover und einem Abenteurer-/Forscherteam, die dem schlechte Image des Weissen Hais auf die Pelle rücken wollten. Zunächst wollten sie über einige Tage das Vertrauen einiger Tiere gewinnen und zu einem späteren Zeitpunkt beweisen, dass die Tiere durchaus sozial sind und nur unter bestimmten Umständen die zähnefletschenden Räuber sind. Das sind nämlich eben die Umstände wenn sie auf der Jagd sind, bzw wenn wir Menschen sie anfüttern um eben das Image aufzubauen, unter dem der Hai seit Jahren leidet.
In diesem Film wird, auf einfühlsame Weise, gezeigt, was man beobachten kann, wenn man einen Schritt weiter geht und da weitermacht, wo andere Filme aufhören. Dabei sind Aufnahmen und Erlebnise zustandegekommen, die man kaum für möglich halten mag.
Hier ein Trailer, und für diejenigen, die Interesse an mehr haben sei der 14.8.15 ans Herz gelegt. Dann nämlich gibt es auf ARTE den ganzen Film zu sehen.
Beyond the Cage of Fear - Trailer from Steve Morris on Vimeo.
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