Unser heutiges Ziel zu Erreichen ist nicht ganz unproblematisch. Leider gibt es derzeit keine reguläre Möglichkeit dorthin zu gelangen, seitdem regelmäßige Flugverbindungen eingestellt wurden. Dies führte dazu, das auch die einzige Tauchbasis dort schließen musste.
Doch zunächst einmal soll dieser Bericht nicht abschrecken, sondern u.U. erst Recht das Interesse wecken.
Größere Kartenansicht
Die Inseln des Bikini Atolls waren in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts Schauplatz der umfangreichsten Atomwaffentests die es je gegeben hat. Insgesamt wurden 67 Tests durchgeführt, bevor 1958 die letzte Bombe gezündet wurde.
Im Laufe der Testreihen wurden auch viele ausgediente Schiffe dorthin geschleppt, um Erkenntnisse über die Auswirkungen der Angriffe durch Atombomben zu gewinnen. Dies hat dazu geführt, daß dort ein Wrackfriedhof entstanden ist, der seinsegleichen sucht. Die Schiffe sind gut erhalten und haben Ausmaße die nirgendwo anders erreicht werden.
Seit 1996 ist das Tauchen im Bikini Atoll möglich, nachdem die Werte der radioaktiven Strahlung für nicht mehr bedenklich gehalten wurden.
Das größte der Schiffe ist die USS Saratoga, ein Flugzeugträger, mit 271m Länge. Es ist gleichzeitg auch der einzige betauchbare Flugzeugträger und auch das größte betauchbare Schiff der Welt. Die Brücke ragt bis 12m unter die Wasseroberfläche, aber der TG beginnt bei 33m und es braucht mehrere TG um das Schiff zu erkunden.
Dieser TG ist ein sog. Einsteigertauchgang weil es einer der "flacheren" TG ist. Ja, richtig gelesen, einer der flacheren. Tauchen im Bikini Atoll erfolgt im Grenzbereich des Sporttauchen und manchmal auch darüber hinaus, allerdings haben die Anbieter große Erfahrung mit modernen Dekotechniken und Abstiegen in Tiefen jenseits der Tiefengrenzen des Sporttauchens. Dennoch sollte man sich darüber im klaren sein das dies kein "Freizeittauchen" im herkömmlichen Sinne ist.
Weitere Schiffe sind das japanische Flagschiff HIJMS Nagato, die USS Arkansas, USS Carlisle u.a.
Die meisten Schiffe liegen in Tiefen jenseits der 50m, doch wer die lange Reise auf sich nimmt und bereit ist Dekotauchgänge zu machen sowie neue Techniken zu erlernen, bekommt Schiffe zu sehen wie kaum irgendwo anders.
Heutzutage werden Besuche durch Liveaboards möglich gemacht. Die Bikini Atoll Divers und Indies Trader Marine Adventures betreiben das derzeit einzige Boot, das diese entlegenen Inseln, von Kwajalein auf den Marshall Inseln aus, ansteuert.
Zwar reist man wegen der Wracks dorthin, aber im Atoll gibt es u.a. auch einen hervorragenden Haispot, den Shark Pass!
Die beste Reisezeit ist zwischen März und November.
Für weitere Infos:
Bikini Divers
Diversion plant für 2012 eine Vollcharter, hier kann man sich dorthin wenden.
Freitag, 8. Juli 2011
Dienstag, 21. Juni 2011
Ozeanen droht Massensterben
Ein Bericht macht seit gestern seine Runden in der Presse, der durchaus wieder zu kontroversen Diskussionen führen dürfte.
Die Weltnaturschutzorganisation ICUN und das Intarnationale Ozean Programm ISPO haben eine abschließende Bewertung der aktuellen Situation der Weltmeere veröffentlicht. Darin wird vor einem Massensterben und der Ausrottung ganzer Arten hingewiesen, wie es die Erde schon seit 55Mio. Jahren nicht mehr gesehen hat. Diesmal ist der Mensch allerdings der Übeltäter, so der Bericht.
Diverse, menschgemachte, Ursachen drängen das Leben in den Ozeanen immer weiter zurück. Der Klimawandel, haupsächlich bedingt durch den Ausstoß von CO², treibt die Versauerung der Meere voran. Das jahrhundertealte Gleichgewicht in dem die die Ozeane überschüssiges CO² aufnahmen, droht durch die Hand des Menschen zu kippen. Die Industrialisierung hat den Ausstoß der Treibhausgase derart erhöht, das der Sauerstoffgehalt in den Meeren sinkt, was die Versauerung weiter beschleunigt und die Aufnahmekapazität der Meere weiter senkt. Ein Teufelskreis...
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Überfischung der Meere. Einige Bestände an Fischarten sind in bestimmten Regionen um bis zu 90% geschrumpft. Hinzu kommen die Ausbeutung des Lebensraums der verschiedenen Arten, sowie die Ausbreitung nicht heimischer Arten. Dies hat zur Folge das die Zeit zu einer evtl. Anpassung an einen neuen Lebensraum fast gar nciht gegeben ist um die gefährdeten Bestände zu retten.
Was kann man tun?
-Ein wichtiger Punkt sei den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich zu reduzieren.
-Die Einleitung von Schadtoffen (Dünger, Müll, usw.) einzustellen.
-Gewinnung von Rohstoffen im Meer stark reglementieren.
Soweit der Bericht. Natürlich wird man viele Stimmen für und wider die vorgebrachten Argumente finden, aber ich denke es gibt einige Punkte, die unumstößlich sind.
Der Mensch hat die Welt verändert, wie der Blick nach Japan, in den Golf von Mexiko oder an die Küsten von Nigeria zeigt. Der Bergbau, die Ölgewinnung, die Holzverarbeitung oder einfach die Besiedlung sind, bei einer Weltbevölkerung von nahezu 7 Mrd. Menschen, definitv Eingriffe in die Natur, die wir nicht mehr rückgängig machen können.
Warum ist das so? Nun, ich habe einen Kommentar gelesen, in dem eine interessante Ansicht formuliert wurde: Die Natur hat schlicht und ergreifend keinen Preis. Man nimmt die Wälder, Meere usw. einfach als gegeben hin und nimmt sich das Recht diese nach Bedarf (und oft auch darüber hinaus) auszubeuten. Dies ist historisch verankert, denn früher wurde sich einfach genommen was man brauchte und wenn nichts mehr da war, zog man weiter. Heutzutage und aufgrund der Größenordnung die alles angenommen hat, ist dies praktisch unmöglich. Somit wird natürlich auch der Selbstheilungsprozess der Natur ausgesetzt, der früher sicherlich noch funktionierte.
Heute sind die Schäden, die durch den unablässigen Raubbau, in welcher Materie auch immer, irgendwann nicht mehr zu verbergen.
Insbesondere das Ungleichgewicht zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern ist für eine sinnvolle und ökolgische Nutzung der Resourcen problematisch. Arme Länder sind oft reich an Rohstoffen, reiche verfügen über das know how. Es wäre dringend anzuraten diese Schere zu schließen um eine vernünftige Umverteilung von Gütern zu gewährleisten, denn meist erfolgt der Abbau unter schwerster Schädigung der Umwelt. Es bringt nichts wenn wir uns Solaranlagen auf die Dächer setzen und auf der anderen Seite über die Umweltzerstörung in der Dritten Welt ärgern, denn unser Auto will natürlich auch bewegt werden.
Früher wurden in der Landwirtschaft beispielsweise die Brache als natürliches Regenerationsmittel verwendet. Natürlich ist dies nicht in allen Bereichen anwendbar, aber der Begriff der Nachhaltigkeit macht immer mehr die Runde, so z.B. in Form von Schutzgebieten. Im Prinzip ist dies nichts anderes als die Brache in der Landwirtschaft. Es gibt sicher viele Möglichkeiten dies umzusetzen und so das Überleben der Menschen und das der Natur zu ermöglichen.
Am Ende ist aber entscheidend das jeder selbst einen Beitrag dazu leistet um etwas zu tun. Fische aus Nachhaltiger Zucht zu kaufen wäre z.B. ein erster Schritt...
Die Weltnaturschutzorganisation ICUN und das Intarnationale Ozean Programm ISPO haben eine abschließende Bewertung der aktuellen Situation der Weltmeere veröffentlicht. Darin wird vor einem Massensterben und der Ausrottung ganzer Arten hingewiesen, wie es die Erde schon seit 55Mio. Jahren nicht mehr gesehen hat. Diesmal ist der Mensch allerdings der Übeltäter, so der Bericht.
Diverse, menschgemachte, Ursachen drängen das Leben in den Ozeanen immer weiter zurück. Der Klimawandel, haupsächlich bedingt durch den Ausstoß von CO², treibt die Versauerung der Meere voran. Das jahrhundertealte Gleichgewicht in dem die die Ozeane überschüssiges CO² aufnahmen, droht durch die Hand des Menschen zu kippen. Die Industrialisierung hat den Ausstoß der Treibhausgase derart erhöht, das der Sauerstoffgehalt in den Meeren sinkt, was die Versauerung weiter beschleunigt und die Aufnahmekapazität der Meere weiter senkt. Ein Teufelskreis...
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Überfischung der Meere. Einige Bestände an Fischarten sind in bestimmten Regionen um bis zu 90% geschrumpft. Hinzu kommen die Ausbeutung des Lebensraums der verschiedenen Arten, sowie die Ausbreitung nicht heimischer Arten. Dies hat zur Folge das die Zeit zu einer evtl. Anpassung an einen neuen Lebensraum fast gar nciht gegeben ist um die gefährdeten Bestände zu retten.
Was kann man tun?
-Ein wichtiger Punkt sei den Ausstoß von Kohlendioxid deutlich zu reduzieren.
-Die Einleitung von Schadtoffen (Dünger, Müll, usw.) einzustellen.
-Gewinnung von Rohstoffen im Meer stark reglementieren.
Soweit der Bericht. Natürlich wird man viele Stimmen für und wider die vorgebrachten Argumente finden, aber ich denke es gibt einige Punkte, die unumstößlich sind.
Der Mensch hat die Welt verändert, wie der Blick nach Japan, in den Golf von Mexiko oder an die Küsten von Nigeria zeigt. Der Bergbau, die Ölgewinnung, die Holzverarbeitung oder einfach die Besiedlung sind, bei einer Weltbevölkerung von nahezu 7 Mrd. Menschen, definitv Eingriffe in die Natur, die wir nicht mehr rückgängig machen können.
Warum ist das so? Nun, ich habe einen Kommentar gelesen, in dem eine interessante Ansicht formuliert wurde: Die Natur hat schlicht und ergreifend keinen Preis. Man nimmt die Wälder, Meere usw. einfach als gegeben hin und nimmt sich das Recht diese nach Bedarf (und oft auch darüber hinaus) auszubeuten. Dies ist historisch verankert, denn früher wurde sich einfach genommen was man brauchte und wenn nichts mehr da war, zog man weiter. Heutzutage und aufgrund der Größenordnung die alles angenommen hat, ist dies praktisch unmöglich. Somit wird natürlich auch der Selbstheilungsprozess der Natur ausgesetzt, der früher sicherlich noch funktionierte.
Heute sind die Schäden, die durch den unablässigen Raubbau, in welcher Materie auch immer, irgendwann nicht mehr zu verbergen.
Insbesondere das Ungleichgewicht zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern ist für eine sinnvolle und ökolgische Nutzung der Resourcen problematisch. Arme Länder sind oft reich an Rohstoffen, reiche verfügen über das know how. Es wäre dringend anzuraten diese Schere zu schließen um eine vernünftige Umverteilung von Gütern zu gewährleisten, denn meist erfolgt der Abbau unter schwerster Schädigung der Umwelt. Es bringt nichts wenn wir uns Solaranlagen auf die Dächer setzen und auf der anderen Seite über die Umweltzerstörung in der Dritten Welt ärgern, denn unser Auto will natürlich auch bewegt werden.
Früher wurden in der Landwirtschaft beispielsweise die Brache als natürliches Regenerationsmittel verwendet. Natürlich ist dies nicht in allen Bereichen anwendbar, aber der Begriff der Nachhaltigkeit macht immer mehr die Runde, so z.B. in Form von Schutzgebieten. Im Prinzip ist dies nichts anderes als die Brache in der Landwirtschaft. Es gibt sicher viele Möglichkeiten dies umzusetzen und so das Überleben der Menschen und das der Natur zu ermöglichen.
Am Ende ist aber entscheidend das jeder selbst einen Beitrag dazu leistet um etwas zu tun. Fische aus Nachhaltiger Zucht zu kaufen wäre z.B. ein erster Schritt...
Sonntag, 22. Mai 2011
Lembeh Strait - Indonesien
Wenn man einen Taucher nach DEM Hotspot für maritime Kleinlebewesen und Critter fragt, werden die meisten wohl die Lembeh Strait im Norden von Sulawesi nennen. Erstmalig im Jahr 1994 einem breiteren Publikum, den Lesern des NG Magazins, vorgestellt, hat sich diese Gegend inzwischen zu einem Mekka für die Freunde der kleinen Exoten entwickelt.
Größere Kartenansicht
Lembeh ist eine Insel, die vor der Nordostküste von Sulawesi, gegenüber der Hafenstadt Bitung, liegt. Die Meerenge dazwischen ist die Lembeh Strait, eine vielbefahrene Wasserstraße, die allerdings auch dafür bekannt ist, das die Schiffe allerlei Abfälle verklappen und Abwässer eingeleitet werden. In einem solch schwierigen Umfeld haben sich viele der Lebewesen angepasst und bieten dem geneigten Taucher das Thema Mimikry und Mimese in einer kaum zu erwartenden Hülle und Fülle an. Tarnung und Täuschung ist für viele der oftmals wehrlosen Kreaturen die einzige Möglichkeit zu überleben und den Fortbestand der Art zu sichern.
Das Tauchen erfolgt meist in Küstennähe und ist somit nicht allzu tief. Allerdings darf man an die Flora keine allzuhohen Erwartungen stellen, denn sie ist fast nicht vorhanden. Stattdessen taucht man überwiegend über Schlamm und dunklem Sand , der mitunter mit allerlei Haushaltsabfällen gespickt ist. Daraus entwickelte sich auch der Begriff "Muck Diving", was soviel wie Schlammtauchen bedeutet. Statt daran vorbeizuschwimmen, sollte man sich gerade solche Verstecke aber mal genauer anschauen, denn nicht selten findet man dort interessante Bewohner.
Ohnehin muss man sich für TG in diesen Gewässern mehr Zeit nehmen als woanders, denn die kleinen Kreaturen zu finden ist gar nicht so einfach. Deswegen ist ein erfahrener Guide unerlässlich. Sie sind geschult und geübt im Erkennen und Finden der skurrilen Lebewesen. Es gibt hunderte verschiedene Nacktschnecken, Anglerfische, Mimic Oktopusse, Geisterpfeiffenfische, Prachtsepia, Blauringoktopusse, Harlekin Garnelen und noch viele mehr. Einige Arten sind endemisch, d.h. man findet sie nur dort. Es werden noch immer bisher nicht erfasste Lebewesen gefunden und es wird vermutet, das bislang nur ein kleiner Teil der dort versteckten Kreaturen katalogisiert wurden.
Lembeh kann man praktisch das ganze Jahr über betauchen, auch wenn die Konditionen doch recht unterschiedlich sein können. Januar bis Juni sind diese recht unbeständig aber gut zum Tauchen. Im August ist die Sicht zwar am schlechtesten, aber die Zahl an verschiedenen Critters ist dann am höchsten, während September und Oktober möglicherweise die beste Zeit überhaupt darstellen.
Unterkünfte gibt es dort inzwischen einige. Ich möchte hier nur zwei erwähnen, die sich bisher einen guten Namen gemacht haben: Lembeh Resort und Kunkungan Bay Resort. Eine ausführliche Übersicht von weiteren Unterkunftsmöglichkeiten finden man hier.
Wer einmal genug von Schlammtauchen hat und den Kopf in klare Gewässer stecken möchte, der hat im Norden Surlawesis noch weitere Möglichkeiten. Dort findet man die Inseln Gangga und Bangka, die tolles Tauchen mit Großfisch usw. bieten. In südlicher Richtung kann man, allerdings eher mit Expeditionscharakter, zu den Togian Inseln gelangen, die noch kaum erschlossen sind.
Für weitergehende Infos empfehle ich folgende Links:
Starfish
Unterwasserwelt
Größere Kartenansicht
Lembeh ist eine Insel, die vor der Nordostküste von Sulawesi, gegenüber der Hafenstadt Bitung, liegt. Die Meerenge dazwischen ist die Lembeh Strait, eine vielbefahrene Wasserstraße, die allerdings auch dafür bekannt ist, das die Schiffe allerlei Abfälle verklappen und Abwässer eingeleitet werden. In einem solch schwierigen Umfeld haben sich viele der Lebewesen angepasst und bieten dem geneigten Taucher das Thema Mimikry und Mimese in einer kaum zu erwartenden Hülle und Fülle an. Tarnung und Täuschung ist für viele der oftmals wehrlosen Kreaturen die einzige Möglichkeit zu überleben und den Fortbestand der Art zu sichern.
Das Tauchen erfolgt meist in Küstennähe und ist somit nicht allzu tief. Allerdings darf man an die Flora keine allzuhohen Erwartungen stellen, denn sie ist fast nicht vorhanden. Stattdessen taucht man überwiegend über Schlamm und dunklem Sand , der mitunter mit allerlei Haushaltsabfällen gespickt ist. Daraus entwickelte sich auch der Begriff "Muck Diving", was soviel wie Schlammtauchen bedeutet. Statt daran vorbeizuschwimmen, sollte man sich gerade solche Verstecke aber mal genauer anschauen, denn nicht selten findet man dort interessante Bewohner.
Ohnehin muss man sich für TG in diesen Gewässern mehr Zeit nehmen als woanders, denn die kleinen Kreaturen zu finden ist gar nicht so einfach. Deswegen ist ein erfahrener Guide unerlässlich. Sie sind geschult und geübt im Erkennen und Finden der skurrilen Lebewesen. Es gibt hunderte verschiedene Nacktschnecken, Anglerfische, Mimic Oktopusse, Geisterpfeiffenfische, Prachtsepia, Blauringoktopusse, Harlekin Garnelen und noch viele mehr. Einige Arten sind endemisch, d.h. man findet sie nur dort. Es werden noch immer bisher nicht erfasste Lebewesen gefunden und es wird vermutet, das bislang nur ein kleiner Teil der dort versteckten Kreaturen katalogisiert wurden.
Lembeh Strait Night Safari from Tony Wu on Vimeo.
Lembeh kann man praktisch das ganze Jahr über betauchen, auch wenn die Konditionen doch recht unterschiedlich sein können. Januar bis Juni sind diese recht unbeständig aber gut zum Tauchen. Im August ist die Sicht zwar am schlechtesten, aber die Zahl an verschiedenen Critters ist dann am höchsten, während September und Oktober möglicherweise die beste Zeit überhaupt darstellen.
Unterkünfte gibt es dort inzwischen einige. Ich möchte hier nur zwei erwähnen, die sich bisher einen guten Namen gemacht haben: Lembeh Resort und Kunkungan Bay Resort. Eine ausführliche Übersicht von weiteren Unterkunftsmöglichkeiten finden man hier.
Wer einmal genug von Schlammtauchen hat und den Kopf in klare Gewässer stecken möchte, der hat im Norden Surlawesis noch weitere Möglichkeiten. Dort findet man die Inseln Gangga und Bangka, die tolles Tauchen mit Großfisch usw. bieten. In südlicher Richtung kann man, allerdings eher mit Expeditionscharakter, zu den Togian Inseln gelangen, die noch kaum erschlossen sind.
Für weitergehende Infos empfehle ich folgende Links:
Starfish
Unterwasserwelt
Samstag, 30. April 2011
Orca Reisen meldet Insolvenz an
Orca Reisen hat über Ostern Insolvenz angemeldet. Somit ist ein großer Veranstalter für Tauchreisen nicht mehr am Markt und viele Taucher, die bereits Reisen gebucht haben werden sich Gedanken machen was aus ihrem Urlaub wird.
Laut Orca sind die gezahlten Preise durch eine Ausfallversicherung abgedeckt. Infromationen über Kontaktdaten und den aktuellen Stand der Dinge können auf der Homepage von Orca entnommen werden.
Die Tauchclubs von Orca, an diversen Reisezielen sind von der Insolvenz aber nicht betroffen, da sie unter dem Dach einer andern Firma, nämlich Orca Dive Clubs, angesiedelt.
Laut Orca sind die gezahlten Preise durch eine Ausfallversicherung abgedeckt. Infromationen über Kontaktdaten und den aktuellen Stand der Dinge können auf der Homepage von Orca entnommen werden.
Die Tauchclubs von Orca, an diversen Reisezielen sind von der Insolvenz aber nicht betroffen, da sie unter dem Dach einer andern Firma, nämlich Orca Dive Clubs, angesiedelt.
Montag, 11. April 2011
Palau - Shark Sanctuary

In meinem Eintrag zu o.g. Thema äußerte ich Bedenken über die Art und Weise der Durchsetzung des Fangverbots für Haie (und inzwischen alle Meeressäuger) in den Gewässern Palaus. Einem Überwachungsboot stehen i.d.R. mehrere hundert Fischerboote gegenüber, die, verbotenerweise, ihrem Treiben nachgehen und somit die Gesetze Palaus misachten und unterwandern!
Doch nun tut sich was in den Geewässern des Inselstaats. Von prominenter Seite eilt Hilfe herbei und es könnte ein erster ernstzunehmender Versuch sein, das illegale Fischen zu unterbinden und wenn nötig, die Durchsetzung der Gesetze auch mit physischen Mitteln zu erlangen.
Die Sea Shepherd Conservation Society wird das Land mit mind. einem Schiff unterstützen, daß über modernste Hilfsmittel verfügt um den illegalen Fischfangflotten Paroli bieten zu können. Sea Sheperd wird sich dabei solcher Technologien wie Drohnen- und Helikopterüberwachung sowie Radarverfolgungssystemen bedienen können.
Sea Shepherd ist insbesonders durch deren Aktionen im Südpolarmeer ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt, als sie einen verbissenen Kampf gegen die japanische Walfangflotte führte. In diesem Jahr haben sie es erstmals geschafft, daß die Flotte die Jagdsaison vorzeitig beendete. Bei ihren Aktionen scheuen die Naturschützer nicht davor zurück sich in direkte Gefahr zu begeben um ihr Ziel zu erreichen.
Die prominente Unterstützung ist hauptsächlich einem Mann zu verdanken, nämlich Dermot Keane, dem Gründer der Palau Shark Sanctuary Organisation. Er stellte den Kontakt zwischen Palaus Präsidenten Toribiong und der Naturschutzorganisation her und sorgte im Groben für das Vertragswerk, das vor etwa zwei Wochen von Paul Watson und Steve Roest von Sea Sheperd und Präsident Toribiong unterzeichnet werden konnte.
Samstag, 26. März 2011
Rangiroa - Französisch Polynesien
Unsere heutige Reise führt uns tief in die Südsee. Zu Französisch Polynesien gehören ein paar der bekanntesten und schönsten Südseeinseln überhaupt.
Nach der Anreise über Tahiti oder Moorea müssen wir noch etwa 1 Std. in östlicher Richtung weiterfliegen um nach Rangiroa zu kommen. Das Atoll ist das größte der südlichen Hemisphäre und misst 80 x (bis zu) 32km. Geographisch gehört es zum Tuamoto Archipel.
Größere Kartenansicht
Wer dorthin zum Tauchen fährt hat nur eines im Sinn: Großfisch! Bei außergewöhnlich guten Sichtweiten von bis zu 50m hat man auch sehr gute Chancen eine große Vielfalt zu erleben.
Das besondere an diesem Atoll sind zwei Kanäle, durch die das Wasser in das Atoll reingepresst wird, bzw. ablaufen kann. Dadurch können enorme Strömungen entstehen, die die großen Jäger der Meere auf den Plan rufen. Der Tiputa Pass ist dabei der bekannteste Ort an dem getaucht wird. Bei einlaufender Strömung wird man außerhalb des Atolls ins Wasser gelassen und taucht entlang der Wand oder in den Kanal hinein. Sehen kann man dabei, je nach Jahreszeit, so ziemlich alles was durch die Ozeane pflügt. Graue Riffhaie sind dabei noch das häufigste womit man rechnen kann. Mit über hundert Tieren auf einmal kann man sich schonmal auf seltenere Arten vorbereiten. Diese treten in Form von Hammerhaien oder auch Tigerhaien auf. Die Hammerheads treten häufiger in der Paarungszeit der Adlerrochen auf, die von Dezember bis März andauert. Die Grauen Riffhaie paaren sich um den Vollmond im Juni. Mantas trifft man am häufigsten von Juli bis September an, bevor sie weiter nach Hawaii reisen.
Auf der anderen Seite des Atolls, am Avotoru Pass, findet man Silberspitzenhaie. Diese sind allerdings recht scheu, weswegen sie angefüttert werden.
Außerhalb des Atolls kann man noch Wale, Marline und andere Hochseebewohner sehen.
Im ganzen Atoll gibt es aber auch diverse Spots, bei denen es nicht so hoch hergeht wie bei den Strömungstauchgängen an den Pässen.
Es gibt etwa ein halbes Dutzend Tauchbasen, die fast alle auf der Flughafeninsel ansässig sind.
Abseits des Tauchens gibt es noch einige andere Betätigungsmöglichkeiten. Ausflüge ins Innere des Atolls bieten die Möglichkeit wahre Inselparadiese kennenzulernen. Neben "Les Sable Roses" empfiehlt sich ein Besuch der "Blue Lagoon". Eine Übersicht der Anbieter und Aktivitäten findest Du hier.
Nach der Anreise über Tahiti oder Moorea müssen wir noch etwa 1 Std. in östlicher Richtung weiterfliegen um nach Rangiroa zu kommen. Das Atoll ist das größte der südlichen Hemisphäre und misst 80 x (bis zu) 32km. Geographisch gehört es zum Tuamoto Archipel.
Größere Kartenansicht
Wer dorthin zum Tauchen fährt hat nur eines im Sinn: Großfisch! Bei außergewöhnlich guten Sichtweiten von bis zu 50m hat man auch sehr gute Chancen eine große Vielfalt zu erleben.
Das besondere an diesem Atoll sind zwei Kanäle, durch die das Wasser in das Atoll reingepresst wird, bzw. ablaufen kann. Dadurch können enorme Strömungen entstehen, die die großen Jäger der Meere auf den Plan rufen. Der Tiputa Pass ist dabei der bekannteste Ort an dem getaucht wird. Bei einlaufender Strömung wird man außerhalb des Atolls ins Wasser gelassen und taucht entlang der Wand oder in den Kanal hinein. Sehen kann man dabei, je nach Jahreszeit, so ziemlich alles was durch die Ozeane pflügt. Graue Riffhaie sind dabei noch das häufigste womit man rechnen kann. Mit über hundert Tieren auf einmal kann man sich schonmal auf seltenere Arten vorbereiten. Diese treten in Form von Hammerhaien oder auch Tigerhaien auf. Die Hammerheads treten häufiger in der Paarungszeit der Adlerrochen auf, die von Dezember bis März andauert. Die Grauen Riffhaie paaren sich um den Vollmond im Juni. Mantas trifft man am häufigsten von Juli bis September an, bevor sie weiter nach Hawaii reisen.
Auf der anderen Seite des Atolls, am Avotoru Pass, findet man Silberspitzenhaie. Diese sind allerdings recht scheu, weswegen sie angefüttert werden.
Außerhalb des Atolls kann man noch Wale, Marline und andere Hochseebewohner sehen.
Im ganzen Atoll gibt es aber auch diverse Spots, bei denen es nicht so hoch hergeht wie bei den Strömungstauchgängen an den Pässen.
Es gibt etwa ein halbes Dutzend Tauchbasen, die fast alle auf der Flughafeninsel ansässig sind.
Abseits des Tauchens gibt es noch einige andere Betätigungsmöglichkeiten. Ausflüge ins Innere des Atolls bieten die Möglichkeit wahre Inselparadiese kennenzulernen. Neben "Les Sable Roses" empfiehlt sich ein Besuch der "Blue Lagoon". Eine Übersicht der Anbieter und Aktivitäten findest Du hier.
Samstag, 19. März 2011
Lizard (Cornwall) - England
Tauchen in England steht bei den wenigsten ganz oben. Kühles Wasser, das englische Wetter und die Küche... naja. Aber die Gewässer rund um England bieten interessante Möglichkeiten einige unvergessliche Tauchgänge zu absolvieren.
Durch den Golfstrom, die Nordsee und den Ärmelkanal abgegrenzt, hat man die Wahl unter recht unterschiedlichen Bedingungen zu Tauchen. Heute will ich einen interessanten Ort vorstellen, der eine hohe Wahrscheinlichkeit bietet ziemlich seltenen Giganten der Meere zu begegnen.
Größere Kartenansicht
Am südlichsten Zipfel der britischen Insel, der Lizard Halbinsel in Cornwall, bietet sich im Frühsommer (April-Juni) ein regelmäßig wiederkehrendes Naturschauspiel. In diesen Wochen erreicht die Planktonblüte ihren Höhepunkt und lockt zig Riesenhaie an, die den reich gedeckten Tisch zum Anlaß nehmen um diesem Gebiet einen Besuch abzustatten. Es ist wahrscheinlich die Lage am südwestlichsten Punkt Großbritanniens, an dem der Ärmelkanal auf die Irische See trifft, die dieses Phänomen begünstigt und uns somit eine gute Chance gibt, diese ungewöhnlichen Kreaturen zu erleben.
Die Riesenhaie bewegen sich meist knapp unter der Wasseroberfläche und sind recht gut an den herausragenden Flossen zu erkennen. Sobald die Tiere gesichtet werden, können Taucher und Schnorchler (wobei meist nur mit Schnorchel agiert wird) ins Wasser steigen und hoffen, das die Haie vorbeiziehen. Sie sind nicht wirklich neugierig und deshalb sollte man sich auch relativ ruhig verhalten wenn man einem begegnet. Dafür sind sie aber auch nicht besonders schnell, was es dem Beobachter ermöglicht ihnen eine kurze Weile zu folgen und zu betrachten.
Die besten Spots befinden sich um die Lizard Halbinsel, um Porthkerris Bay und es gibt diverse Anbieter die einem dieses Erlebnis ermöglichen.
Elasmodiver
Lizarddiver
Pothkerris Diver



Durch den Golfstrom, die Nordsee und den Ärmelkanal abgegrenzt, hat man die Wahl unter recht unterschiedlichen Bedingungen zu Tauchen. Heute will ich einen interessanten Ort vorstellen, der eine hohe Wahrscheinlichkeit bietet ziemlich seltenen Giganten der Meere zu begegnen.
Größere Kartenansicht
Am südlichsten Zipfel der britischen Insel, der Lizard Halbinsel in Cornwall, bietet sich im Frühsommer (April-Juni) ein regelmäßig wiederkehrendes Naturschauspiel. In diesen Wochen erreicht die Planktonblüte ihren Höhepunkt und lockt zig Riesenhaie an, die den reich gedeckten Tisch zum Anlaß nehmen um diesem Gebiet einen Besuch abzustatten. Es ist wahrscheinlich die Lage am südwestlichsten Punkt Großbritanniens, an dem der Ärmelkanal auf die Irische See trifft, die dieses Phänomen begünstigt und uns somit eine gute Chance gibt, diese ungewöhnlichen Kreaturen zu erleben.
Die Riesenhaie bewegen sich meist knapp unter der Wasseroberfläche und sind recht gut an den herausragenden Flossen zu erkennen. Sobald die Tiere gesichtet werden, können Taucher und Schnorchler (wobei meist nur mit Schnorchel agiert wird) ins Wasser steigen und hoffen, das die Haie vorbeiziehen. Sie sind nicht wirklich neugierig und deshalb sollte man sich auch relativ ruhig verhalten wenn man einem begegnet. Dafür sind sie aber auch nicht besonders schnell, was es dem Beobachter ermöglicht ihnen eine kurze Weile zu folgen und zu betrachten.
Die besten Spots befinden sich um die Lizard Halbinsel, um Porthkerris Bay und es gibt diverse Anbieter die einem dieses Erlebnis ermöglichen.
Elasmodiver
Lizarddiver
Pothkerris Diver

Abonnieren
Posts (Atom)
