Vor einigen Tagen machte eine eher ungewöhnliche Meldung die Runde. In Pakistan war ein Walhai im Hafen von Karatschi angespült worden. Er war wohl schon tot und wie Augenzeugen berichteten, soll er bereits einige Tage zuvor bewusstlos im Meer getrieben sein. Angeblich hing ein Haken in seinem gigantischen Maul, was vermuten lässt, daß er gejagt worden war. Diese Aussage unterstützt die These, daß er nicht eines natürlichen Todes gestorben war. Walhaie, die an Altersschwäche oder eines sonstigen natürlichen Todes sterben, sinken i.d.R. zu Boden als irgendwo an Land angespült zu werden.
Es ist und wird wohl ein Rätsel bleiben wieso er in den Hafen gespült wurde, denn er wurde nicht eingehend untersucht, sondern zügig verkauft und ein paar Tage gegen Eintritt zur Schau gestellt.
Bedauernswert ist, daß dieses Tier praktisch ausgewachsen war. Mit über 12m hat er eine Größe erreicht, die ein Taucher, und auch Landratten, selten zu Gesicht bekommen. Der Walhai soll ein Männchen in geschlechtsreifem Alter gewesen sein, was natürlich doppelt bedauerlich ist, da er, neben seinem Tod, nun nicht mehr dazu beitragen kann die Populationen mit Nachwuchs zu bereichern.
Walhaie gehören zu den gefährdeten Spezies auf unserem Planeten. Sie stehen inzwischen auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten und werden noch vielerorts unbehelligt gejagt. Das Fleisch und die Flossen sind gerade in Asien eine teuer bezahlte Delikatesse. Allerdings gibt es auch gute Beispiele, die die Abkehr von der Jagd und stattdessen den friedvollen Umgang mit dieses sanften Riesen zeigen.
Auf der philippinischen Insel Pamilacan wurden bis vor wenigen Jahren jährlich hunderte Walhaie grausam geschlachtet, bevor sie von der Regierung unter Schutz gestellt wurden. Die Fischer wurden umgeschult und verdienen heutzutage ihr Geld mit Ausfahrten für Touristen, die in großer Zahl den größten Fisch der Welt sehen wollen.
Wir Menschen dezimieren die Bestände; dabei wissen wir noch nicht einmal viel über sie. Außer einigen Orten, an denen sie regelmäßig auftauchen (habe hier schon den ein oder anderen beschrieben. s. Pulau Ahe und Hanifaru/Malediven) und ihr grobes Verbreitungsgebiet liegt noch vieles über sie im Dunkeln. Weder kennen wir ihre Wanderrouten, noch verstehen wir warum sie immer zur gleichen Zeit an den besagten "Treffpunkten" auftauchen oder wie alt sie werden noch wieviele es überhaupt gibt. So könnte es passieren das wir eine Art ernsthaft bedrohen bevor wir sie überhaupt richtig kennengelernt haben.
Wer taucht und weiß wie schwer es ist mal einen vor die Maske zu bekommen, der versteht warum wir diesen Tieren kein Leid zuführen dürfen. Wer je einen gesehen hat, und diese überwältigende Größe und Anmut bewundern durfte, wird diesen Anblick sicherlich nie vergessen.
weiterführende Links:
Vista Verde
Whalshark Project
Easterbunnies-on-tour
Erinnerungen an unsere TauchReisen und mehr
Freitag, 10. Februar 2012
Sonntag, 15. Januar 2012
Tinian und Saipan - Nördliche Marianen
Die Insel Tinian wird den meisten Leuten gar nichts sagen. Man muss dazu eine ganze Ecke weit fliegen, nämlich auf die Nördlichen Marianan, wozu z.B. noch Guam, Saipan und Rota gehören.
Die Nördlichen Marianen dienten im 2. WK zunächsten den Japanern als Stützpunkt, wurden aber in einer verlustreichen Schlacht im Jahr 1944 an die Amerikaner verloren. Tinian selbst wurde daraufhin zum meistgenutzten Flughafen der Amerikaner ausgebaut und außerdem zum Stützpunkt für Entwicklung, Montage und Verladung von atomaren Waffen. Die Bomber Enola Gay und Bockscar , die die beiden Bomben über Hiroshima und Nagasaki abwarfen, starteten von dort.
Nach dem Krieg wurde die Luftwaffenbasis relativ schnell geräumt und die Rückbesiedlung der Ureinwohner (die während des Krieges nach Yap umgesiedelt worden waren), erfolgte schon bald.
Tauchen in den Gewässern von Tinian bietet vor allem zwei Dinge: hervorragende Sichtverhältnisse und viel Kriegsabfall. Da die Räumung der Basis, wie gesagt, recht schnell erfolgte, wurde die Entsorgung diversen Geräts vielfach durch Verklappung in den Gewässern der Insel durchgeführt. Heutzutage finden sich an einigen Spots ganze "Schrottplätze" unterwasser, mit vielen Wrack- und Einzelteilen, aber auch noch Blindgängern und waffenfähigen Material wie Sprengstoff und z.B. Phosphor. Es wird sogar vermutet, dass Teile der ersten Atombomben Fat Man und Little Boy, vor der Insel liegen. Gebaut wurden nämlich nicht nur die beiden detonierten, sondern Dutzende baugleiche, die niemals zum Einsatz kamen. Da diese Einsätze unter strenger Geheimhaltung abliefen, ist auch heute noch viel unter Verschluß und das wenige, das bekannt wurde, beruht auf Erinnerungen einiger ehemaliger Mitarbeiter.
Spots wie Dump Cove, an dem besagter Schrott zu finden ist, genießen unter Wracktauchern einen sehr guten Ruf und haben schon einiges an geschichtsträchtiger Militaria wieder freigegeben.
Tinian ist zwar für seine Wrackspots bekannt, bietet aber auch dem normalen Freizeittaucher, der nicht nur an den Krieg erinnert werden möchte, einige interessante Spots. Neben der Steilwand von Fleming gibt es aber auch tolle Höhlen, wovon Tinian Grotto die bekannteste ist. Die kleine Insel Goat Island ist wohl noch ein echter Geheimtip, der nicht oft angefahren wird.
Die Schwierigkeitsgrade sind unterschiedlich und hauptsächlich von der Strömung und dem evtl. vorliegenden Kriegsgerät abhängig.
Tauchbasen gibt es auf Tinian derzeit meines Wissens nicht. Tauchausflüge werden von Saipan aus organisiert.
Saipan, die Nachbarinsel ist deutlich "belebter" und ein beliebtes Reiseziel insbesonere für Amerikaner. Auch die Gewässer um die Insel bieten sehr schönes Tauchen. Spots wie Eagle Ray City, an dem regelmäßig große Schulen Adlerrochen gesichtet werden, über Dimple (einem großen unterseeischen Berg mit vielen Fischen) und Grotto (schöne Höhlen), bis zu Wracks der Chinsen Maru oder einem B29 Bomber gibt es auch hier einiges an Abwechslung unterwasser.
Die meisten Gäste auf den Nördlichen Marianen sind Amerikaner und Japaner. Europäer verirren sich eher selten auf die abgelegenen Eilande.
Die beste Reisezeit für die Nördlichen Marianen ist während der Trockenzeit zwischen Dezember und März.
Weiterführende Links:
Saipan Tourismus
Tauchspots Tinian und Saipan
Die Nördlichen Marianen dienten im 2. WK zunächsten den Japanern als Stützpunkt, wurden aber in einer verlustreichen Schlacht im Jahr 1944 an die Amerikaner verloren. Tinian selbst wurde daraufhin zum meistgenutzten Flughafen der Amerikaner ausgebaut und außerdem zum Stützpunkt für Entwicklung, Montage und Verladung von atomaren Waffen. Die Bomber Enola Gay und Bockscar , die die beiden Bomben über Hiroshima und Nagasaki abwarfen, starteten von dort.
Nach dem Krieg wurde die Luftwaffenbasis relativ schnell geräumt und die Rückbesiedlung der Ureinwohner (die während des Krieges nach Yap umgesiedelt worden waren), erfolgte schon bald.
Tauchen in den Gewässern von Tinian bietet vor allem zwei Dinge: hervorragende Sichtverhältnisse und viel Kriegsabfall. Da die Räumung der Basis, wie gesagt, recht schnell erfolgte, wurde die Entsorgung diversen Geräts vielfach durch Verklappung in den Gewässern der Insel durchgeführt. Heutzutage finden sich an einigen Spots ganze "Schrottplätze" unterwasser, mit vielen Wrack- und Einzelteilen, aber auch noch Blindgängern und waffenfähigen Material wie Sprengstoff und z.B. Phosphor. Es wird sogar vermutet, dass Teile der ersten Atombomben Fat Man und Little Boy, vor der Insel liegen. Gebaut wurden nämlich nicht nur die beiden detonierten, sondern Dutzende baugleiche, die niemals zum Einsatz kamen. Da diese Einsätze unter strenger Geheimhaltung abliefen, ist auch heute noch viel unter Verschluß und das wenige, das bekannt wurde, beruht auf Erinnerungen einiger ehemaliger Mitarbeiter.
Spots wie Dump Cove, an dem besagter Schrott zu finden ist, genießen unter Wracktauchern einen sehr guten Ruf und haben schon einiges an geschichtsträchtiger Militaria wieder freigegeben.
Tinian ist zwar für seine Wrackspots bekannt, bietet aber auch dem normalen Freizeittaucher, der nicht nur an den Krieg erinnert werden möchte, einige interessante Spots. Neben der Steilwand von Fleming gibt es aber auch tolle Höhlen, wovon Tinian Grotto die bekannteste ist. Die kleine Insel Goat Island ist wohl noch ein echter Geheimtip, der nicht oft angefahren wird.
Die Schwierigkeitsgrade sind unterschiedlich und hauptsächlich von der Strömung und dem evtl. vorliegenden Kriegsgerät abhängig.
Tinian Grotto
Tauchbasen gibt es auf Tinian derzeit meines Wissens nicht. Tauchausflüge werden von Saipan aus organisiert.
Saipan, die Nachbarinsel ist deutlich "belebter" und ein beliebtes Reiseziel insbesonere für Amerikaner. Auch die Gewässer um die Insel bieten sehr schönes Tauchen. Spots wie Eagle Ray City, an dem regelmäßig große Schulen Adlerrochen gesichtet werden, über Dimple (einem großen unterseeischen Berg mit vielen Fischen) und Grotto (schöne Höhlen), bis zu Wracks der Chinsen Maru oder einem B29 Bomber gibt es auch hier einiges an Abwechslung unterwasser.
Die meisten Gäste auf den Nördlichen Marianen sind Amerikaner und Japaner. Europäer verirren sich eher selten auf die abgelegenen Eilande.
Die beste Reisezeit für die Nördlichen Marianen ist während der Trockenzeit zwischen Dezember und März.
Weiterführende Links:
Saipan Tourismus
Tauchspots Tinian und Saipan
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Sonntag, 8. Januar 2012
Puri Jati (PJ) - Bali
Zunächst einmal wünsche ich allen Lesern dieses Blogs ein Frohes Neues Jahr und alles Gute für 2012.
Vor einigen Wochen hatte ich ja bereits meine Erfahrungen an der Secret Bay beschrieben. Dabei erwähnte ich den Spot Puri Jati, der auch als PJ bekannt ist. Bei weitem noch nicht so bekannt wie Secret Bay, offeriert PJ wirklich exzellentes Muck Diving.
Der Spot befindet sich an der Nordküste der Insel in unmittelbarer Nähe des Zen Resorts, und wird von der dortigen Basis als Hausriff genutzt.
Wir tauchten mit Blue Season Bali, der im Zen ansässigen Basis, und machten unsere ersten TG direkt dort. Besonders geeignet für Anfänger und Kinder, bietet PJ verschiedene Landschaften die von Muck Spots bis zu Korallengärten reichen.
Soweit ich es mitbekommen habe, gibt es verschiedene Einstiegsstellen entlang des dunklen Strandes. Wir tauchten im linken Abschnitt des selbigen. Interessant dabei ist, daß die Flora und Fauna völlig unterschiedlich sein kann, wenn man nur die Richtung wechselt. Wir begannen mit einem Dive nach links und erlebten einen schönen, bunten Korallengarten mit allerlei farbenfrohen Fischen, die für meine Tochter ein entspannter Einstieg in den Tauchurlaub waren.
Aber ich will hier nicht über etwas reden, das man auf Bali auch woanders oft zu sehen bekommt. Deswegen drehen wir nun nach rechts ab und bekommen ein völlig anderes Bild zusehen, nämlich: nichts... Ausser Sand gab es wirklich erstmal nicht zu sehen. Keine Korallen, Anemonen oder ähnliches... Allerdings nur auf den ersten Blick, denn bei genauerem Hinsehen konnten wir kleine Fische sehen die immer mal wieder umherhuschten. Auf dem Grund offenbarte sich durchaus reges Leben und es gab dann noch kleine Senken, Seegras und Äste, wo fast überall mal ein kleiner Bewohner zu sehen war.
Unser Guide Taku begann immer wieder zu deuten und zeigen, jedoch erst bei näherem hinsehen konnten wir auch entdecken was er gesehen hatte.
Aber man gewöhnt sich schnell daran, daß man den Blick nicht in die Ferne richtet, sondern gründlich die kleine Fläche vor sich absucht, und dann fängt man auf einmal an auch diese kleinen Exoten zu entdecken.
Wir bekamen vor allem viele juvenile Fische (Skorpion- und Anemonenfische) aber auch Schnecken (Walzen-, Schild- und Fadenschnecken) zu sehen, und ich glaube sogar einen Seehasen erwischt zu haben.
Was anfänglich langweilig anmutet, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen (aber nur dann) zu einem wirklichen Garten Eden der Kleinstlebewesen des Meeres. Ich bin überzeugt, das wir nur an der Oberfläche gekratzt haben und bei längerem Suchen noch ganz andere Kuriositäten gesehen hätten.

Die Sichtweiten sind im Oktober, obwohl nicht sonderlich wichtig, ziemlich gut. Wir hatten Wassertemperaturen um die 27-28°C, und das ganze bei Tiefen um die 6-10m, wobei es natürlich auch noch tiefer geht.
Alles in allem hat dieser Platz ungeahntes Potential, denn er kann wirklich ziemlich öde sein, wenn man eben nicht das findet was mach sucht, oder aber eine wahre Fundgrube für den geneigten Makrotaucher. Nur Farben sollte man nicht allzu viele erwarten.
Vor einigen Wochen hatte ich ja bereits meine Erfahrungen an der Secret Bay beschrieben. Dabei erwähnte ich den Spot Puri Jati, der auch als PJ bekannt ist. Bei weitem noch nicht so bekannt wie Secret Bay, offeriert PJ wirklich exzellentes Muck Diving.
Der Spot befindet sich an der Nordküste der Insel in unmittelbarer Nähe des Zen Resorts, und wird von der dortigen Basis als Hausriff genutzt.
Seeigel
Wir tauchten mit Blue Season Bali, der im Zen ansässigen Basis, und machten unsere ersten TG direkt dort. Besonders geeignet für Anfänger und Kinder, bietet PJ verschiedene Landschaften die von Muck Spots bis zu Korallengärten reichen.
Soweit ich es mitbekommen habe, gibt es verschiedene Einstiegsstellen entlang des dunklen Strandes. Wir tauchten im linken Abschnitt des selbigen. Interessant dabei ist, daß die Flora und Fauna völlig unterschiedlich sein kann, wenn man nur die Richtung wechselt. Wir begannen mit einem Dive nach links und erlebten einen schönen, bunten Korallengarten mit allerlei farbenfrohen Fischen, die für meine Tochter ein entspannter Einstieg in den Tauchurlaub waren.
Aber ich will hier nicht über etwas reden, das man auf Bali auch woanders oft zu sehen bekommt. Deswegen drehen wir nun nach rechts ab und bekommen ein völlig anderes Bild zusehen, nämlich: nichts... Ausser Sand gab es wirklich erstmal nicht zu sehen. Keine Korallen, Anemonen oder ähnliches... Allerdings nur auf den ersten Blick, denn bei genauerem Hinsehen konnten wir kleine Fische sehen die immer mal wieder umherhuschten. Auf dem Grund offenbarte sich durchaus reges Leben und es gab dann noch kleine Senken, Seegras und Äste, wo fast überall mal ein kleiner Bewohner zu sehen war.
Kennt jemand diese Schnecke?
Was ist das für eine Schnecke?
Philinopsis gardineri
Unser Guide Taku begann immer wieder zu deuten und zeigen, jedoch erst bei näherem hinsehen konnten wir auch entdecken was er gesehen hatte.
Aber man gewöhnt sich schnell daran, daß man den Blick nicht in die Ferne richtet, sondern gründlich die kleine Fläche vor sich absucht, und dann fängt man auf einmal an auch diese kleinen Exoten zu entdecken.
Walzenschnecke und Seehase (?)
Wir bekamen vor allem viele juvenile Fische (Skorpion- und Anemonenfische) aber auch Schnecken (Walzen-, Schild- und Fadenschnecken) zu sehen, und ich glaube sogar einen Seehasen erwischt zu haben.
Porzellankrabbe und juv. Anemonen- und Skorpionfische
Was anfänglich langweilig anmutet, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen (aber nur dann) zu einem wirklichen Garten Eden der Kleinstlebewesen des Meeres. Ich bin überzeugt, das wir nur an der Oberfläche gekratzt haben und bei längerem Suchen noch ganz andere Kuriositäten gesehen hätten.

Die Sichtweiten sind im Oktober, obwohl nicht sonderlich wichtig, ziemlich gut. Wir hatten Wassertemperaturen um die 27-28°C, und das ganze bei Tiefen um die 6-10m, wobei es natürlich auch noch tiefer geht.
Alles in allem hat dieser Platz ungeahntes Potential, denn er kann wirklich ziemlich öde sein, wenn man eben nicht das findet was mach sucht, oder aber eine wahre Fundgrube für den geneigten Makrotaucher. Nur Farben sollte man nicht allzu viele erwarten.
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PJ
Montag, 19. Dezember 2011
Nachhaltige Fischerei - MSC
Heute dreht sich mein kleiner Diskurs mal wieder um ein etwas ernsteres Thema, das gerade uns Taucher angeht.
Viel wird über bedrohte Fischbestände gesprochen. Gerade die Thunfische einiger Arten werden immer wieder als bedroht genannt. Die Populationen können sich kaum mehr erholen, da oftmals über einen Punkt hinaus gefischt wird, der eine Regeneration der Bestände zulässt. Stattdessen können sich die Bestände bestenfalls halten, gehen aber in vielen Fällen eher zurück.
Über Maßnahmen für eine nachhaltige Fischerei will ich mich hier heute nicht auslassen. Vielmehr möchte ich kurz beleuchten was jeder einzelne tun kann, und das auch ohne großen Aufwand.

Genauso wie es z.B. bei Eiern verschiedene Kategorien gibt, die Auskunft über die Haltung der Hühner gibt, gibt es auch bei Fischprodukten eine Kennzeichnungspflicht über die Herkunft der Fische. Der MSC (Marine Stewardship Council) ist eine Organisation, die dem Problem der Überfischung entgegentritt, indem sie mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen Konzepte entwickeln, wodurch die Fischereibetriebe ausgezeichnet werden, die sich der nachhaltigen Fischerei verschrieben haben.
Aus den gewonnen Erkenntnissen wurde für den Konsumenten ein Fischratgeber erstellt, den man sich bequem ins Portemonnaie legen kann. Darin sind die einzelnen Fischarten aufgeführt mit Fanggründen und die Klassifizierung in Ampelform.
Ich denke, das ist ein erster und einfacher Schritt für jeden, ein wenig darauf Einfluß zu nehmen ob unsere Kinder und Kindeskinder in Zukunft auch noch bestimmte Fischarten genießen können. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung für jeden von uns.
Den Fischratgeber gibt es übrigens auch als App für I-Phone und im Android Market.
Viel wird über bedrohte Fischbestände gesprochen. Gerade die Thunfische einiger Arten werden immer wieder als bedroht genannt. Die Populationen können sich kaum mehr erholen, da oftmals über einen Punkt hinaus gefischt wird, der eine Regeneration der Bestände zulässt. Stattdessen können sich die Bestände bestenfalls halten, gehen aber in vielen Fällen eher zurück.
Über Maßnahmen für eine nachhaltige Fischerei will ich mich hier heute nicht auslassen. Vielmehr möchte ich kurz beleuchten was jeder einzelne tun kann, und das auch ohne großen Aufwand.
Genauso wie es z.B. bei Eiern verschiedene Kategorien gibt, die Auskunft über die Haltung der Hühner gibt, gibt es auch bei Fischprodukten eine Kennzeichnungspflicht über die Herkunft der Fische. Der MSC (Marine Stewardship Council) ist eine Organisation, die dem Problem der Überfischung entgegentritt, indem sie mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen Konzepte entwickeln, wodurch die Fischereibetriebe ausgezeichnet werden, die sich der nachhaltigen Fischerei verschrieben haben.
Aus den gewonnen Erkenntnissen wurde für den Konsumenten ein Fischratgeber erstellt, den man sich bequem ins Portemonnaie legen kann. Darin sind die einzelnen Fischarten aufgeführt mit Fanggründen und die Klassifizierung in Ampelform.
Ich denke, das ist ein erster und einfacher Schritt für jeden, ein wenig darauf Einfluß zu nehmen ob unsere Kinder und Kindeskinder in Zukunft auch noch bestimmte Fischarten genießen können. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung für jeden von uns.
Den Fischratgeber gibt es übrigens auch als App für I-Phone und im Android Market.
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Schutz der Meere,
sonstiges
Freitag, 9. Dezember 2011
Belize
Auf meiner unregelmäßig stattfindenden kleinen Päsentation von Traumzielen für Taucher möchte ich euch dieses mal mit in Richtung Südwesten nehmen. Unsere Reise führt uns nach Mittelamerika, ins ehemalige Mayareich Belize.
Größere Kartenansicht
Belize ist ein kleines Land zwischen Mexiko und Guatemala und bekannt für seine Mayapaläste/-tempel sowie die intakte Natur und den ernstgenommenen Artenschutz, der viele Naturliebhaber ins Land lockt. Immerhin sind etwa 50% der Fläche des Landes stehen unter Naturschutz. Aber ich will mich heute den Besonderheiten unterwasser widmen, und davon gibt es einige.
Die bekannteste dürfte wohl das Blue Hole sein. Dieses Loch, das einmal eine Höhle, deren Dach nach einer der letzten Eiszeiten eingestürzt ist. Heute ist es vor allem aus der Luft ein fantastischer Anblick. Mit 300m Durchmesser und insgesamt 125m Tiefe bietet es für erfahrene Taucher interessante Möglichkeiten, vor allem die Stalaktiten, im Cenotentrichter, wie auch die Bullenhaie, die dort vorkommen. Allerdings dürften auch viele Taucher dort anzutreffen sein.
Vor Belize erstreckt sich das zweitgrößte Barriereriff der Erde. Mit 280km Länge erstreckt es sich von Yucatan bis Honduras und bietet neben flacheren Atollen auch Walldives an der Außenseite des Riffs. Einer dieser Spots ist Long Caye Wall im Glovers Reef. Dorf fällt das Riff auf über 600m Tiefe ab und wenn man anfänglich durch Canyons und Schluchten taucht, kommt man zum Drop-off wo man fast alles sehen kann. Von diversen Haiarten über verschiedene Makrelenarten bis zu Mantas kann viel passieren.
Das Turneffe Atoll ist ein weiterer Ort mit tollen Tauchmöglichkeiten. Auf den ersten Blick fallen schonmal die von Mangroven umgebenen Inseln auf. Es gibt dort viele Spots unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, was jeden Taucher ansprechen sollte. Die Korallen und Fauna wird durch mineralreiches Tiefenwasser reichlich genährt und zieht auch wieder größere Fische, Schildkröten und Rochen an.
Um den Aprilvollmond locken die laichenden Snapper auch Walhaie in die Gewässer Belizes, wodurch sich eine recht gute Wahrscheinlichkeit ergibt diese sanften Riesen zu beobachten.
Obwohl Belize ein Ganzjahresziel ist, sollte man beachten, dass im Spätsommer auch schonmal ein Hurrikan vorbeiziehen kann. Deswegen ist die Trockenzeit zwischen Dezember bis April am ehesten zu empfehlen, wobei auch da Unterschiede zwischen dem tropischen Süden und dem subtropischen Norden auftreten können.
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Belize ist ein kleines Land zwischen Mexiko und Guatemala und bekannt für seine Mayapaläste/-tempel sowie die intakte Natur und den ernstgenommenen Artenschutz, der viele Naturliebhaber ins Land lockt. Immerhin sind etwa 50% der Fläche des Landes stehen unter Naturschutz. Aber ich will mich heute den Besonderheiten unterwasser widmen, und davon gibt es einige.
Die bekannteste dürfte wohl das Blue Hole sein. Dieses Loch, das einmal eine Höhle, deren Dach nach einer der letzten Eiszeiten eingestürzt ist. Heute ist es vor allem aus der Luft ein fantastischer Anblick. Mit 300m Durchmesser und insgesamt 125m Tiefe bietet es für erfahrene Taucher interessante Möglichkeiten, vor allem die Stalaktiten, im Cenotentrichter, wie auch die Bullenhaie, die dort vorkommen. Allerdings dürften auch viele Taucher dort anzutreffen sein.
Vor Belize erstreckt sich das zweitgrößte Barriereriff der Erde. Mit 280km Länge erstreckt es sich von Yucatan bis Honduras und bietet neben flacheren Atollen auch Walldives an der Außenseite des Riffs. Einer dieser Spots ist Long Caye Wall im Glovers Reef. Dorf fällt das Riff auf über 600m Tiefe ab und wenn man anfänglich durch Canyons und Schluchten taucht, kommt man zum Drop-off wo man fast alles sehen kann. Von diversen Haiarten über verschiedene Makrelenarten bis zu Mantas kann viel passieren.
Das Turneffe Atoll ist ein weiterer Ort mit tollen Tauchmöglichkeiten. Auf den ersten Blick fallen schonmal die von Mangroven umgebenen Inseln auf. Es gibt dort viele Spots unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, was jeden Taucher ansprechen sollte. Die Korallen und Fauna wird durch mineralreiches Tiefenwasser reichlich genährt und zieht auch wieder größere Fische, Schildkröten und Rochen an.
Um den Aprilvollmond locken die laichenden Snapper auch Walhaie in die Gewässer Belizes, wodurch sich eine recht gute Wahrscheinlichkeit ergibt diese sanften Riesen zu beobachten.
Obwohl Belize ein Ganzjahresziel ist, sollte man beachten, dass im Spätsommer auch schonmal ein Hurrikan vorbeiziehen kann. Deswegen ist die Trockenzeit zwischen Dezember bis April am ehesten zu empfehlen, wobei auch da Unterschiede zwischen dem tropischen Süden und dem subtropischen Norden auftreten können.
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Belize,
Blue Hole,
Traumziele
Samstag, 26. November 2011
Raja Ampat - through the lens of...

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und man fängt an sich Gedanken über mögliche Geschenke zu machen. Vielleicht kann ich heute eine kleine Anregung liefern.
Als ich das Buch erstmals sah, weckte natürlich das Covermotiv mein Interesse. Die Kalsteinfelsen von Wayag sind ein absoluter Hingucker und erinnerten mich an die 70 Islands in Palau. Jedoch empfand ich die Auflistung aller Fotografen auf dem Frontcover nicht so gelungen.
Dennoch schaute ich rein und habe einen absolut hochwertigen Bildband durchgeblättert, der für mich der erste Raja Ampat Bildband ist, der wirklich zu empfehlen ist.
Fotografen wie David Doubliet, Paul Munzinger oder Maurine Shimlock und Burt Jones sollten jedem UW-Fotografie Interessierten ein Begriff sein. Die Werke dieser Fotografen werden regelmäßig in eigenen Büchern und Magazinen wie National Geographic oder Unterwasser und Tauchen veröffentlicht.
hippocampus pontohi
©Dos Winkel
©Dos Winkel
Da es sich bei diesem Archipel um die Wiege der Artenvielfalt handelt, werden auch immer wieder neue Arten entdeckt. In diesem Buch werden einige dieser Arten erstmals einem interessierten Publikum gezeigt. Neben wundervollen Bildern der seltenen und ungewöhnlichen Fische wird auch der Schönheit über Wasser Rechnung getragen und weckt das Fernweh.
Freitag, 11. November 2011
Underwater Festival 2011

Ende Oktober fand in Marseille wieder einmal der alljährliche Höhepunkt der Unterwasserfotografen und -filmer statt. Das "Festival Mondial de l'image sous-marine" wurde bereits zum 38. mal abgehalten und zieht noch immer die Créme de la créme an.
In diesem Jahr gingen die Preise an nicht ganz so bekannte Vertreter der Zunft, was aber auch den Reiz dieses Events ausmacht. Nicht wenige sind erst durch eine vordere Plazierung überhaupt groß rausgekommen.
Der Gewinner der Kurzfilme, Leonardo Sergiani, hat einen Beitrag geliefert, der mir persönlich am Herzen liegt, nämlich die Schönheit Palaus in wunderbaren Bildern festzuhalten:
Aber auch den Gewinner für das beste Bilderportfolio, Gabriele Donati, möchte ich nicht unerwähnt lassen. Hier kann man einige seine Werke bewundern: Homepage
Den Preis für das beste Buch trug dieses Jahr Alberto Muro Pelliconi davon. Sein Werk "Swaying Dreams - World Seas Wonders and Emotions" ist ein Hommage an die Meere dieser Welt. In verschiedenen Kapiteln werden vom Mittelmeer bis zur Karibik, vom Great Barrier Reef über den Indischen und Pazifischen Ozean (fast) alles zu Papier gebracht was diese Meere zu bieten haben.
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